Störungsfreier Datenfluss entlang der Lieferkette

Datenrouting-Plattform Logenios

Um die Voraussetzungen für einen durchgängigen Datenstrom entlang der gesamten „Supply Chain“ zu schaffen, haben sich elf Software-Hersteller zum Betrieb der Datenrouting-Plattform Logenios zusammengeschlossen.

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Unter dem Dach der eigens zu diesem Zweck gegründeten Logenios eG wollen sie mittels einer gemeinsamen Datenrouting-Plattform generische Schnittstellen entwickeln, über die ansonsten inkompatible IT-Systeme kommunizieren können – für den unterbrechungsfreien Austausch sendungsbezogener Echtzeit-Statusinformationen.

Bisher sind die Firmen Active Logistics, BNS, C-Informationssysteme, Equicon Software, LIS, Modulon, PTV, SendOS, Synergie Logistik Software, TB Soft Hans Moser sowie Transdata dem von Spedion ins Leben gerufenen Verbund beigetreten; weitere Mitglieder sind willkommen.

Formell gegründet wurde die Logenios eG am 14. Februar durch fünf natürliche Personen. Zum Vorstand der eingetragenen Genossenschaft wurden die Initiatoren Günter Englert und Wolfram Grohse, beide Spedion GmbH, berufen. Bernd Schoob (Fleetconsult GmbH), Dr. Ing. Frank Englert (Entwicklungsleiter Logenios Services GmbH) und Roland Podlesak (Podlesak Beratungs- und Dienstleistungs GmbH) bilden den Aufsichtsrat.

„Die eingetragene Genossenschaft eignet sich durch ihre demokratische Struktur optimal für die Zusammenarbeit und den gemeinsamen Auftritt mehrerer Unternehmen. Sie bietet alle wirtschaftlichen und betrieblichen Vorteile einer Kooperation und garantiert den Mitgliedern eine gleichberechtigte Stimmabgabe – unabhängig von der Unternehmensgröße“, begründet Englert die Wahl der Rechtsform.

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Das gemeinsame Produkt – eine Datenrouting-Plattform – ist bereits realisiert und wird von den Mitgliedern stetig weiterentwickelt und ergänzt. Der Vertrieb der Logenios-Lösung wird sowohl durch die Genossenschaft als auch über die einzelnen Mitgliedsunternehmen durchgeführt.

Wolfram Grohse erläutert die technische Umsetzung des Datenrouting-Produktes. Demnach übergibt das ERP-System eines Versenders  die Sendungsinformationen zielgerichtet an das Transport-Managementsystem seines Spediteurs. „Dieser leitet die Daten an einen weiteren Spediteur oder Frachtführer weiter oder er tritt selbst ein und sendet sie an sein Telematiksystem im Lkw“, so Grohse. „Jeder Statuswechsel der Sendung wird über dieselben Schnittstellen an alle an der Kette beteiligten Parteien zurückgemeldet. Gleichzeitig kann die geschätzte Ankunftszeit der Sendung berechnet und stetig aktualisiert an den Empfänger weitergegeben werden.“

„Es gibt eine Vielzahl an hocheffizienten IT-Lösungen, die unternehmensangepasst für die digitale Erfassung, Dokumentation und Archivierung von Daten sorgen. Aufgrund fehlender Schnittstellen zwischen den IT-Systemen unterschiedlicher Hersteller werden die Daten jedoch bisher nicht durchgehend übertragen“, ergänzt Englert, gemeinsam mit Grohse Geschäftsführer des Telematikspezialisten Spedion sowie Initiator und Gründer der Logenios eG.

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