Technology Refreshes bringen Datenbank- und SQL-Updates

Db2 Web Query erhält KI-Power

Wenn es um SQL-Services und Datenbank-Updates geht, ist in 7.5 TR1 und 7.4 TR7 für so ziemlich jeden IBM-i-Anwender etwas dabei. Außerdem wurde die neueste Version von Db2 Web Query erweitert, zum Beispiel um neue Funktionen im grafischen Designer, eine mit Hilfe von maschinellem Lernen automatisiert Analyse erstellt sowie neue Funktionen im Datenmigrations-Tool, die helfen Daten in ein Data Warehouse in der Cloud zu verschieben.

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Mit Dutzenden neuer bzw. verbesserter Datenbankfunktionen und SQL-Services sind diese Technology-Refreshes wohl eines der bisher größten Db2-Releases; immerhin gibt es 30 neue SQL-Dienste und mehr als 15 erweiterte Dienste – und zwar für Programmierer, für Systemverwalter, Datenschützer und natürlich auch für Datenbankadmininstratoren. Zu den auffälligsten Neuerungen gehören die Watson Geospatial-Funktionen, die in die Datenbank integriert wurden.

Ebenfalls neu ist zum Beispiel die SQL Error Logging Facility (SELF), die sowohl für 7.5 als auch für 7.4 verfügbar ist. SELF stellt einen Datenbankmechanismus zur Verfügung, mit dem Details über bestimmte Fehler oder Warnungen in SQL-Anweisungen erfasst werden können. Damit gibt es nun eine Alternative zum SQL Performance Monitor; SELF kann wahlweise für bestimmte Jobs oder systemweit eingesetzt werden.

Auch Db2 Web Query, das Flaggschiff des Herstellers im BI-Angebot für die IBM-i-Plattform, wurde deutlich verbessert. Diese Software basiert auf Webfocus des US-Softwarehauses Information Builders, mit dem IBM bereits seit dem Jahr 2007 eine OEM-Beziehung unterhält. Auch wenn Information Builders im vergangenen Jahr von Tibco Software übernommen wurde, läuft diese Partnerschaft weiter.

Db2 Web Query Version 2.4

Im Rahmen des Technology Refresh für IBM i 7.4 und 7.5 wurde im Oktober die Db2 Web Query Version 2.4 angekündigt, die am 16. Dezember ausgeliefert werden soll. Der grafische Designer, mit dem Anwender seit der Version 2.3 Datenvisualisierungen und Dashboards entwickeln können, soll mit neuen Funktionen die Lücke zwischen dem Designer und dem Abfrage-Tool Info Assist schließen. Ebenfalls neu ist eine Funktion, die automatisch statistisch relevante Korrelationen, Trends und Anomalien in den Daten erkennen soll. Dazu nutzt Db2 Web Query 2.4 mit „Automated Insights“ vorgefertigte Modelle für maschinelles Lernen, um automatisch Zusammenhänge und Trends in Daten zu erkennen. Neben der Identifizierung von Mustern und Anomalien kann die Software auch Visualisierungen erstellen, die diese Erkenntnisse hervorheben.

Über eine benutzerdefinierte Portalfunktion lassen sich nun benutzerdefinierte Portale oder Homepages für verschiedene Abteilungen oder Benutzergemeinschaften innerhalb des Unternehmens oder Behörde erstellen. Dies soll die Navigation zu den Berichten und Dashboards vereinfachen, die von den Gruppen am häufigsten genutzt werden.

Durch eine Verbesserung der ETL-Komponente „Data Migrator“ lassen sich über „Daten-Pipelines“ Db2-for-i-Daten nun auch in eine Cloud-Datenbank oder einen Cloud-Service wie AWS Redshift oder Snowflake Cloud Data Warehouse übertragen. Die neue Data-Migrator-Funktion verbessert die Kontrolle über die zu verschiebenden Daten, bis hin zur Option, Dateien und Tabellen zu extrahieren, sie in irgendeiner Weise zu transformieren und sie danach in das Ziel zu laden. Nun lassen sich per Data Migrator sogar Db2 for i-Daten mit Nicht-IBM-Quellen wie SQL Server-Tabellen oder Daten aus Tabellenkalkulationen zusammenführen, oder auch Db2-for-i-Daten in Cloud Data Warehouses streamen.

Data Migrator for i erweitert

Während Data Migrator for i ursprünglich entwickelt wurde, um Daten in Db2 for i zu laden, hat das schnelle Wachstum und die Reife von Cloud Data Warehouses diese zu einer interessanten Option für eine Reihe von Organisationen gemacht, einschließlich IBM i Shops, erklärte IBM System Lab Services Berater Doug Mack (der Db2 Web Query Produktverantwortliche) gegenüber IT Jungle Anfang dieses Jahres.

Beim Streaming kann Data Migrator quasi als „Brücke“ zwischen den sich schnell ändernden Transaktionsdaten und der Analyse-Datenbank fungieren. Dabei nutzt Data Migrator die Änderungsdatenerfassung (CDC) für die Datenextraktion sowie Apache Kafka als internetbasierten Nachrichtenbus, der die Tabellen im Data Warehouse speist.

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