Klartext von Heinz-Hermann Tiben, SVP Sales EMEA bei Powerfleet

Der Nutzen von „Fleet Intelligence“

Selbst für Logistikunternehmen und -abteilungen ist es aufwendig, ihre Flotten optimal zu verwalten. Dabei lässt sich aus den gesammelten Flottendaten in einem Fleet-­Intelligence-System ein echter Mehrwert ziehen. Neben der ­besseren ­Planung der Fahrzeugleistung, Routen­optimierung und Treibstoff­effizienz bieten die Informationen auch einen großen Nutzen in puncto Budgetierung.

Die historischen Daten zu Fahrzeugleistung, Kraftstoffverbrauch und gefahrener Strecke geben Aufschluss darüber, wie viel Treibstoff in Zukunft benötigt wird. Aus diesen Erfahrungswerten lassen sich bereits in etwa die anstehenden Ausgaben für das nächste Geschäftsjahr einplanen. 

Darüber hinaus hilft ein genauerer Blick auf Routenplanung und Fahrverhalten, Sparpotenziale zu finden und die Streckenplanung zu verbessern. Auch lassen sich Schulungen für eine sparsamere Fahrweise anbieten. Dies kann dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch zu senken und sogar Verschleiß an Fahrzeugen zu reduzieren.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Über das Fahrverhalten hinaus bildet Fleet Intelligence den gesamten Lifecycle jedes Fahrzeugs der Flotte ab, also auch Daten zur Fahrzeugwartung und -diagnose. Dies ermöglicht eine proaktive Wartungsplanung, um die Lebensdauer der Fahrzeuge zu verlängern und reduziert unvorher­gesehene, zusätzliche Ausgaben.

Einige Systeme bieten die Möglichkeit, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Umweltauflagen zu überwachen und nachzuverfolgen. So wird sichergestellt, dass Fahrzeuge ordnungsgemäß gewartet werden und Fahrer die vorgeschriebenen Anforderungen einhalten – Arbeitszeiten, Ruhezeiten und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Sind digitale Tachographen vorgeschrieben, können Fleet-Intelligence-Systeme auf deren Daten zugreifen, sie ­verwalten und diese Aufzeichnungen ordnungsgemäß zu führen. Und das hilft dabei, Bußgelder sowie Strafen zu vermeiden.

Die Analyse des Fahrverhaltens und die Identifizierung von Risikofaktoren kann dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden. Zudem lassen sich Beweise für den Unfallhergang sicher­stellen und ungerechtfertigte Ansprüche verhindern. Damit sinken die Schadens­ersatzansprüche – und das bedeutet geringere Gesamtkosten für Versicherungsprämien. 

Fleet-Intelligence-Systeme können so dazu beitragen, die Betriebskosten zu senken, die Effizienz zu steigern und dadurch die Rentabilität zu verbessern. Die Überwachung von Fahrzeugleistung, Treibstoffverbrauch, Wartungsbedarf und Routenoptimierung bildet eine Grundlage dafür. Denn so lassen sich direkte Kosten einsparen, die sonst die Finanzabteilung zu verzeichnen hat. 

Insgesamt bekommt die Finanz­abteilung ein wertvolles Tool an die Hand, um die Kosten zu senken, Budgets zu optimieren und den finan­ziel­len Stand eines Unternehmens zu verbessern.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die genauen Auswirkungen von verschiedenen Faktoren abhängen – einschließlich des Versicherungsunternehmens, der Art der Flotte, der Fahrerhistorie und der Nutzung des Fleet-Intelligence-Systems. 

Bildquelle: Powerfleet

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