Mehr Schutz durch eigenes BIOS

Der Toshiba Mobile Zero Client

Mit dem „Toshiba Mobile Zero Client“ (TMZC) hat die Neusser Toshiba Europe GmbH ihre erste Lösung für virtuelle Desktops auf Basis von Standard-Notebooks vorgestellt. Nutzer können damit von jedem Ort aus auf ihren eigenen virtuellen Desktop zugreifen, ohne dass Daten lokal auf der Festplatte oder SSD gespeichert werden. Das verbessert Sicherheit sowie Mobilität und vereinfacht die Verwaltung, weil ein TMZC weder Betriebssystem noch Festplatte benötigt.

TMZC macht die neuesten Business-Notebooks von Toshiba zu Zero-Clients - im Bild das Modell Satellite C55t

Alle Funktionen und Daten stehen über eine Cloud-basierte „Virtual Desktop Infrastructure“ (VDI) zur Verfügung. Damit ist es unmöglich, Malware auf dem Gerät zu speichern; auch das Datendiebstahl-Risiko wird minimiert, sollte das Notebook verloren gehen oder gestohlen werden. Das IT-Team kann über das Endgeräte-Management Zugriffsrechte für bestimmte Daten und Anwendungen flexibel einrichten und zentral kontrollieren.

Der TMZC ist für die neuesten Business-Notebooks von Toshiba erhältlich und bietet auch zusätzlichen Schutz durch das von Toshiba selbst entwickelte BIOS. Es beschränkt Verbindungen zum Management-Server durch Authentifizierung und verhindert das Booten von externen Geräten oder nicht autorisierten Netzwerken. So will Toshiba vor allem in mittleren und größeren Unternehmen die Sicherheitslücken schließen, die beim Einsatz mobiler Thin-Clients entstehen können, ohne die Funktionsweise und Leistung des Geräts zu beeinträchtigen.

Risiken bei Zugangsdaten ausgeschaltet

Thin-Clients waren für Toshiba-Manager Tim Jaekel bisher häufig mit Risiken verbunden: „So sind zum Beispiel die Zugangsdaten für die persönliche  Authentifizierung und den Zugriff auf Daten auf dem Thin-Client selbst gespeichert. Diese Informationen sind anfällig für Angriffe, und damit auch die auf dem Gerät gespeicherten wichtigen Unternehmensdaten.“ Sei auf dem Thin-Client ein Betriebssystem installiert, entstehe zudem „bei einer großen Anzahl an Geräten hoher Aufwand für die Administration und Wartung.“ Der neue Zero-Client eigne sich insbesondere für Unternehmen, deren Mitarbeiter überwiegend von unterwegs oder von Zuhause arbeiten.

Individuelle Anpassung und einfache Integration versprochen

Da der TMZC mit Citrix sowie Vmware funktioniert, lässt er sich in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren. Zudem ist es auch möglich, ihn innerhalb des Firmennetzes zu installieren. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern vermeidet auch kostspielige und zeitraubende Installationsprozesse.

Derzeit testen erste Toshiba-Kunden die Lösung, darunter laut Jaekel auch Firmen, die hohe Compliance- und Sicherheitsrichtlinien erfüllen müssen. Zudem entwickelt Toshiba den Mobile Zero Client weiter für die Verbindung via LTE, damit Mitarbeiter künftig noch besser mobil arbeiten können.

Zusätzliche Sicherheitsvorteile

Der Toshiba Mobile Zero Client bringt auf den neuesten Business-Notebooks von Toshiba zusätzliche Sicherheitsvorteile. Nach dem Einschalten wird sofort der Boot-Control-Service in den gesicherten Azure-Rechenzentren von Microsoft aktiviert.

Boot-Control verhindert einen Start von verlorenen oder gestohlenen Geräten und macht sie unbrauchbar, weil es nicht möglich ist, herkömmliche Betriebssysteme auf ihnen zu installieren oder auszuführen. Die Authentifizierung geschieht bei jedem Bootvorgang und in regelmäßigen Abständen, während das System aktiv ist. Bei Bedarf ist es möglich, das Gerät aus der Ferne (Remote) auszuschalten.

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