Travis Perkins scheitert bei ERP-Modernisierung mit Infor

Desaster bei ERP-Homogenisierung

Travis Perkins, der größte Anbieter von Baumaterialien in England, will nun die Finanz-Suite aus Oracles „Fusion Cloud“ als neuen ERP-Kern implementieren, nachdem ein bereits 2016 gestarteter Versuch zur Vereinheitlichung der sehr heterogenen IT-Landschaft auf Basis von IBM i und der ERP-Software System 21 von Infor/JBA durch die Cloud-Suite von Infor gescheitert war.

Bildquelle: Travis Perkins

Der britische Baustoff-Lieferant Travis Perkins nimmt einen neuen Anlauf bei der ERP-Modernisierung

Dieses ERP-Projekt, bei dem nach Presseberichten über einen Zeitraum von 15 Jahren 24.000 Arbeitsplätze von Infor lizenziert werden sollten (Vertragswert laut Presseberichten 200 Mio. Dollar), war 2019 so grandios gescheitert, dass Abschreibungen in Höhe von 107,6 Mio. Pfund zu Buche standen. Im September 2020 erklärte sich der verklagte ERP-Lieferant Infor bereit, 4,2 Mio. Pfund Schadenersatz zu zahlen. Man darf gespannt sein, ob das jetzige ERP-Projekt unter der Regie des zu Jahresbeginn engagierten neuen CIO Phil Tenney zu einem guten Ende geführt wird.

Übrigens: System 21 ist heute ein Produkt von Infor. Entwickelt wurde das ERP-System für die AS/400 von der britischen Firma JBA Software, die 1999 vom kanadischen Softwarehaus GEAC  übernommen worden war, das wiederum seit 2005 zu Infor gehört.

Bildquelle: Travis Perkins

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