Fraunhofer IML und EPAL wollen ran ans „Datengold“ der Logistik

Die interaktive Palette

Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und die „European Pallet Association“ (EPAL) entwickeln in Dortmund die Ladungsträger der Zukunft. Den ersten Anwendungsfall für die „interaktive Palette“ stellen die Partner derzeit auf der Stuttgarter Messe Logimat in Halle 1 (Stand K61) der Öffentlichkeit vor.

  • Die Logistik steht auf Paletten

    Die Logistik steht auf Paletten

  • Die interaktive EPAL-Palette

    Basiert auf der Funktechnologie „Narrowband IoT“: Die interaktive EPAL-Palette.

Einen der derzeit wertvollsten Datenschätze der Logistik zu heben – das haben sich das Fraunhofer IML und der Verband EPAL auf die Fahnen geschrieben. Ziel der gemeinsamen Entwicklung ist die Digitalisierung des weltweit größten offenen Palettenpools, denn die Standard-Europalette ist der wichtigste Ladungsträger in der Logistik. Zahlreiche Systeme in der Förder- und Lagertechnik, Transportmittel und Verpackungen sind auf EPAL-Europaletten ausgelegt. Allein in Europa hat die Vereinigung nach eigenen Angaben über 500 Mio. Paletten im Umlauf.

„Die Logistik steht auf Paletten“, wird Prof. Dr. Dr. h. c. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML, in der heutigen Pressemitteilung zitiert. „Diese intelligent zu machen, heißt die Logistik intelligent zu machen. Intelligente Palettennetzwerke sind ein Meilenstein auf dem Weg zum Internet der Dinge mit dem sich der wahre Datenschatz in der Logistik heben lässt.“

Die Nachfrage nach automatisch verfolgbaren und steuerbaren Ladungsträgern steigt aktuell im Zuge von Industrie 4.0 laut ten Hompel rasant an. Wichtigstes Werkzeug sei daher eine neue, interaktive Palette, die nicht mehr nur als Ladungsträger, sondern als Informationsträger fungiert. Sie sei darüber hinaus in der Lage, über „Smart Devices“ in einem dezentralen Netzwerk zu kommunizieren. In einem integrierten Gesamtsystem von 500 Mio. Paletten wird dann daraus ein „Business Case“, weil eine entsprechende IT-Infrastruktur sowie passende Apps für mobile Endgeräte entstehen.

„Die Kooperation mit dem Fraunhofer IML ermöglicht uns den Zugang zu Experten, die sowohl in der Technikentwicklung als auch in der Erstellung von Business Cases auf ein umfassendes Know-how zurückgreifen können“, glaubt Robert Holliger, Präsident der EPAL.

Der auf der Logimat gezeigte Anwendungsfall kommunizierender Paletten basiert auf der Funktechnologie „Narrowband IoT“. Entstanden ist die Lösung im Rahmen der gemeinsamen Forschungsaktivitäten des Fraunhofer IML mit der Deutschen Telekom in dem vor wenigen Monaten gegründeten „Telekom Open IoT Lab“. Laut ten Hompel „hat sich gezeigt, dass Narrowband IoT die perfekte Technologie für die Umsetzung des Internet der Dinge in der Logistik ist.“

Bildquelle: Fraunhofer IML / EPAL

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