Nach aktuellem Stand keine erhöhte Gefährdung für die Teilnehmer

Die Logimat 2020 findet planmäßig statt

In Berlin wurde die Tourismusmesse ITB wegen des Coronavirus abgesagt, in Köln wird die Fitnessmesse Fibo verschoben und der Mobile World Congress 2020 fiel bereits ins Wasser. Es gibt aber auch Gegenbeispiele: Die Hannover Messe 2020 wird – vorerst jedenfalls – weder abgesagt noch verschoben, und auch die Logistikmesse Logimat soll Mitte März wie geplant stattfinden. Das erklären jedenfalls die Veranstalter – einiger Ausstellerabsagen zum Trotz. Für Online-Tickets der Logimat registriert haben sich laut Veranstalter bisher (Stand 1. März 2020) 21.300 Besucher.

Impressionen von der Logimat 2019, die von mehr als 60.000 Menschen besucht wurde.

Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland in punkto Coronavirus nach wie vor als gering bis mäßig ein. Der Logimat-Veranstalter, die Münchener Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, ist natürlich auch in engem Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt Esslingen, das für die Landesmesse Stuttgart keine erhöhte Gefährdung für Aussteller und Besucher sieht. „Demnach findet die Logimat Stuttgart mit ihren über 1.640 Ausstellern nach aktuellem Stand wie geplant vom 10. bis 12. März in Stuttgart statt“, heißt heute in einer Pressemitteilung. „Es gab bisher nur wenige Ausstellerstornierungen, die insbesondere aus den Ländern China und Italien eingegangen sind.“

Der Krisenstab der Bundesregierung zum Coronavirus hat am 28. Februar 2020 beschlossen, dass Großveranstaltungen wie Messen grundsätzlich weiterhin stattfinden können. Allerdings sollen sie vor der Durchführung einer Risikobewertung anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs des Robert-Koch-Instituts unterzogen werden. Das Robert-Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung wird in Deutschland als mäßig eingeschätzt (Stand 2. März, 10 Uhr); die EU stuft das Risiko inzwischen aber nicht mehr als moderat, sondern als hoch ein.

Die Entscheidung über die Durchführung einer Messe oder Großveranstaltung liegt aber weiterhin bei den Veranstaltern in Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsbehörden. Dies bestätigte auch der Verband der Deutschen Messewirtschaft (AUMA) in seiner aktuellsten Information zum Thema „Messen in Deutschland: Coronavirus“ am vergangenen Wochenende.

„Wir befinden uns in täglicher Abstimmung mit der Landesmesse Stuttgart sowie mit den örtlichen Behörden. Wir richten uns nach den Vorgaben und Anordnungen des Gesundheitsamtes Esslingen sowie des Ordnungsamtes Leinfelden-Echterdingen“, erklärt dazu Logimat-Messeleiter Michael Ruchty. „Das Gesundheitsamt Esslingen hat auch am Freitag, den 28. Februar 2020, der Messe Stuttgart wie auch uns gegenüber bestätigt, dass es derzeit keine Bedenken gibt, die Logimat 2020 oder auch andere Messen in Stuttgart durchzuführen.“ Aktuelle Informationen zu den gemeinsam mit der Messe Stuttgart abgestimmten und auf Basis der von den örtlichen Behörden angeordneten Maßnahmen hat der Messeveranstalter hier auf der Website der Logimat zusammengestellt. Aussteller wie Besucher können sich hier tagesaktuell auf dem Laufenden halten.

Personen, welche sich in den letzten 14 Tagen in vom Robert-Koch-Institut als „Risikogebiet“ eingestuften Gegenden aufgehalten haben, dürfen das Messegelände zur Logimat weder während der Auf- und Abbau-Zeiten noch während der Veranstaltung betreten. Alle Aussteller, die aus diesen Risikogebieten und Ländern stammen, wurden über diese Maßnahmen in Kenntnis gesetzt und bereits im Vorfeld der Messe Logimat zur Selbstauskunft verpflichtet. 72 Aussteller haben ihre Messeteilnahme stornieren müssen (Stand: 1. März 2020). Davon stammen sieben Aussteller aus Italien und 41 aus China.

Darüber hinaus werden der Messeveranstalter gemeinsam mit der Landesmesse Stuttgart vor Ort auf dem Messegelände alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, die über das Aufstellen von zahlreichen Desinfektionsspendern hinausgeht. Auch die Reinigung und Desinfektion des Geländes, insbesondere der Toilettenanlagen, Handläufe, Fahrstühle und (Tür-)Griffe werden intensiv durchgeführt. „Als Veranstalter der Logimat unterstützen wir die aktuelle Kampagne „no hands“, welche empfiehlt, auf das Händeschütteln zu verzichten. Dies ist vor dem aktuellen Hintergrund nicht unhöflich, sondern eine weitere umsichtige Empfehlung“, sagt Ruchty.

Bildquelle: Logimat

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