Moguntia führt ERP-Gesamtlösung auf Basis von Infor M3 ein

Die Mischung macht‘s

Seit April arbeitet der internationale Gewürzhersteller Moguntia in neun seiner insgesamt 14 Divisionen mit Infor M3 im Bereich Finanz- und Anlagenbuchhaltung – nach weniger als neun Monaten Projektlaufzeit. Parallel zu diesem Projekt erfolgte die Prüfung, ob die auf M3 basierende Branchenlösung auch in den anderen Geschäftsbereichen, im Sinne einer Gesamtlösung für Moguntia, tauglich ist. Nach positiver Beurteilung erfolgte im April 2017 der Projektstart der konzernweiten Implementierung von M3.

Das modernste Gewürzwerk Europas

Das modernste Gewürzwerk Europas steht in Kirchbichl; es wurde 2014 von Moguntia in Betrieb genommen.

Im ersten Schritt wird das früher unter dem Namen Movex bekannte ERP-System in sämtlichen Fachbereichen in der Indasia Gewürzwerk GmbH – einem Mitglied der Unternehmensgruppe – eingeführt. Aktuell erfolgt die Einführung von Infor M3 Rel. 13.4; der spätere Roll-Out an den europäischen Standorten (GB, DK, AUT, CH) ist bereits geplant.

Harmonisierung“ der IT-Systeme

Bei Moguntia verspricht man sich von der vollumfänglichen Nutzung der ERP-Software eine Optimierung sämtlicher auch standortübergreifender Planungsszenarien für die Produktion, die innerhalb von M3 durch spezielle Anwendungen wie die „Scheduling Workbench“ unterstützt werden.

Außerdem ist wie in jedem Lebensmittelunternehmen das Thema Rückverfolgung von größter Bedeutung. Mit dem „Graphical Lot Tracker“ will man künftig in der Lage sein, alle Materialien und Inhaltsstoffe lückenlos und über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg nachzuverfolgen. Dazu kommt die unerlässlich Zertifizierungen der Standardisierung von Produktionsprozessen – etwa nach den International Feature Standards (IFS) oder jenen des British Retail Consortiums (BRC).

Den Anfang bei der angestrebten „Harmonisierung“ der IT-Systeme machten jetzt umfangreiche Automatisierungen in der Finanzbuchhaltung sowie eine Vereinheitlichung der internationalen Finanzkonsolidierung. Somit können nun beispielsweise Konzernbilanz oder lokale Bilanzen – inklusive Gewinn- und Verlustrechnung – einfach „per Knopfdruck“ erstellt werden.

In der Kürze liegt die Würze

Mit einer agilen Projektmethode wurden die einzelnen Arbeitspakete dieses anspruchsvollen Teilprojekts geplant, wodurch mehr Transparenz gegeben war und die Key-User waren vom ersten Tag an intensiv an der gemeinsamen Erarbeitung der Lösung aktiv eingebunden waren. Der Implementierungsprozess konnte nicht zuletzt dadurch innerhalb von nur neun Monaten abgeschlossen werden.

Bereits in der Analysephase begann Moguntia mit der Erstellung einer integrierten Gesamtlösung auf Basis von M3 und des laufenden Teilprojekts Finanz- und Anlagenbuchhaltung. Die intensive Einbindung des Projektteams in das Lösungsdesign durch ein involviertes Systemhaus und die Umsetzung der Lösung direkt im neuen ERP-System sollen einen guten Überblick über Fortschritt, Kosten und Qualität des Projektes liefern. Die einzelnen Entwicklungszyklen wurden regelmäßig in einem in sich lauffähigen Release zusammengeführt; damit stand dem Projektteam eine kontinuierlich weiterentwickelte und jeweils unter realistischen Bedingungen „testbare“ Teillösung der neuen gesamten Systemlandschaft zur Verfügung.

Letztlich soll Infors CloudSuite Food & Beverage soll alle IT-Systeme und Prozesse in Produktion, Lager, Logistik sowie Finanzen integrieren. Als zentraler Baustein wird das ERP-System M3 für die Lebensmittelbranche fungieren. In Zusammenspiel mit der PLM-Software Optiva für die Prozessfertigung sowie der mobilen Lösung „Factory Track“ für die Fertigungsautomatisierung will Moguntia firmenübergreifend alle Rohstoffe und Abläufe effizient nachverfolgen, auch um bei Problemen schnell und effizient reagieren zu können.

Kosten- und Erfolgsrechnung einfach gemacht

In Sachen „Business Intelligence“ soll künftig Infor d/EPM (Dynamic Enterprise Performance Management) dafür sorgen, dass alle Standorte und Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt auf demselben Informationsstand sind. Die Software ist im deutschsprachigen Raum bereits seit Ende 2016 insbesondere für die Finanzbuchhaltung im Einsatz und beschleunigt das Reporting. Insbesondere der Vertrieb soll bald von Funktionen zur Kosten- und Erfolgsrechnung profitieren und dann auch auf Produktions- und Einkaufskennzahlen zugreifen können. Das Zusammenspiel aller Komponenten erfolgt über die Integrationsplattform Infor ION.

„Das Applikationspaket kommt der externen Zertifizierung unserer internen Prozesse zugute. Davon profitieren letztlich auch unsere Kunden, da sie sicher sein können, dass unsere Produktion höchsten Qualitätsstandards entspricht“, sagt Ralph Buchholz, Inhaber der Moguntia Food Group. Die neu eingeführte Software ermögliche es außerdem, „Analysen wesentlich schneller und gründlicher durchzuführen als zuvor.“

 

Über Moguntia

1903 gegründet, steht die Moguntia Food Group seit mehr als 110 Jahren für Gewürze und Hilfsstoffe für die Fleischverarbeitung. Das von Friedrich Buchholz in Mainz gegründete Familienunternehmen (der lateinische Name für Mainz ist Moguntia) wird von der 4. Generation geführt und ist aktuell in über 40 Ländern vertreten. Mit Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien und in der Schweiz sowie einem weltweiten Netz an Partnervertretungen wird ein umfangreiches Portfolio produziert und vertrieben, das mittlerweile nicht nur Metzger nutzen, sondern Gastronomen, Gemeinschaftsverpfleger und die gesamte Lebensmittelverarbeitung.

Bildquelle: Moguntia

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