Das modernste Gewürzwerk Europas steht in Kirchbichl; es wurde 2014 von Moguntia in Betrieb genommen.
Moguntia liefert Gewürze und Hilfsstoffe für die Fleischverarbeitung.
Im ersten Schritt wird das früher unter dem Namen Movex bekannte ERP-System in sämtlichen Fachbereichen bei der Indasia Gewürzwerk GmbH – einem Mitglied der Unternehmensgruppe – eingeführt. Aktuell erfolgt die Einführung von Infor M3 Rel. 13.4; der spätere Roll-Out an den europäischen Standorten (GB, DK, AUT, CH) ist bereits geplant.
Bei Moguntia verspricht man sich von der vollumfänglichen Nutzung der ERP-Software eine Optimierung sämtlicher auch standortübergreifender Planungsszenarien für die Produktion, die innerhalb von M3 durch spezielle Anwendungen wie die „Scheduling Workbench“ unterstützt werden.
Außerdem ist wie in jedem Lebensmittelunternehmen das Thema Rückverfolgung von größter Bedeutung. Mit dem „Graphical Lot Tracker“ will man künftig in der Lage sein, alle Materialien und Inhaltsstoffe lückenlos und über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg nachzuverfolgen. Dazu kommt die unerlässlich Zertifizierungen der Standardisierung von Produktionsprozessen – etwa nach den „International Feature Standards“ (IFS) oder jenen des „British Retail Consortiums“ (BRC).
Den Anfang bei der angestrebten „Harmonisierung“ der IT-Systeme machten jetzt die Automatisierungen in der Finanzbuchhaltung sowie eine Vereinheitlichung der internationalen Finanzkonsolidierung. Somit können nun beispielsweise Konzernbilanz oder lokale Bilanzen – inklusive Gewinn- und Verlustrechnung – einfach „per Knopfdruck“ erstellt werden.
Mit einer agilen Projektmethode wurden die einzelnen Arbeitspakete dieses anspruchsvollen Teilprojekts geplant, wodurch mehr Transparenz gegeben war; die Key-User waren vom ersten Tag an intensiv in die gemeinsame Erarbeitung der Lösung aktiv eingebunden. Der Implementierungsprozess konnte nicht zuletzt dadurch innerhalb von nur neun Monaten abgeschlossen werden.
Bereits in der Analysephase begann Moguntia mit der Erstellung einer integrierten Gesamtlösung auf Basis von M3 und des laufenden Teilprojekts Finanz- und Anlagenbuchhaltung. Die intensive Einbindung des Projektteams in das Lösungsdesign durch ein involviertes Systemhaus und die Umsetzung der Lösung direkt im neuen ERP-System sollen einen guten Überblick über Fortschritt, Kosten und Qualität des Projektes liefern. Die einzelnen Entwicklungszyklen wurden regelmäßig in einem in sich lauffähigen Release zusammengeführt; damit stand dem Projektteam eine kontinuierlich weiterentwickelte und jeweils unter realistischen Bedingungen „testbare“ Teillösung der neuen gesamten Systemlandschaft zur Verfügung.
Letztlich soll Infors Cloudsuite „Food & Beverage“ alle IT-Systeme und Prozesse in Produktion, Lager, Logistik sowie Finanzen integrieren. Als zentraler Baustein wird das ERP-System M3 für die Lebensmittelbranche fungieren. In Zusammenspiel mit der PLM-Software Optiva für die Prozessfertigung sowie mit der mobilen Lösung „Factory Track“ für die Fertigungsautomatisierung will Moguntia firmenübergreifend alle Rohstoffe und Abläufe effizient nachverfolgen – auch, um bei Problemen schnell und effizient reagieren zu können.
In Sachen „Business Intelligence“ soll künftig Infor d/EPM (Dynamic Enterprise Performance Management) dafür sorgen, dass alle Standorte und Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt auf demselben Informationsstand sind. Die Software ist im deutschsprachigen Raum bereits seit Ende 2016 insbesondere für die Finanzbuchhaltung im Einsatz und beschleunigt das Reporting. Insbesondere der Vertrieb soll bald von Funktionen zur Kosten- und Erfolgsrechnung profitieren und dann auch auf Produktions- und Einkaufskennzahlen zugreifen können. Das Zusammenspiel aller Komponenten erfolgt über die Integrationsplattform Infor ION.
„Das Applikationspaket kommt der externen Zertifizierung unserer internen Prozesse zugute. Davon profitieren letztlich auch unsere Kunden, da sie sicher sein können, dass unsere Produktion höchsten Qualitätsstandards entspricht“, sagt Ralph Buchholz, Inhaber der Moguntia Food Group. Die neu eingeführte Software ermögliche es außerdem, „Analysen wesentlich schneller und gründlicher durchzuführen als zuvor.“
Bildquelle: Moguntia