Power10 kommt mit neuem Einstiegssystem S1022s

Die neuen Scale-Out-Modelle

Mit der Ankündigung vom 12. Juli gab es zwei Überraschungen für IBM-i-Anwender. Die kleine Überraschung: Auch das neue Midrange-Modell E1050 läuft nach wie vor nur unter AIX und Linux, auch wenn sich viele IBM-i-Support gewünscht hätten. Die große Überraschung ist das „abgespeckte“ S1022-Modell S1022s („s“ wie small), das als großer Bruder des Modells S1014 das Betriebssystem IBM i unterstützt – zwar mit etlichen Restriktionen, aber anders als das Modell S1024 auch im Software-Tier P10.

  • Ein Modell S1022 wird bei IBM in Austin noch einmal überprüft.

Der kleine Bruder des Modells S1022 bietet IBM-i-Unterstützung in der preislich attraktiven P10-Softwareklasse an, obwohl das Modell S1022s über zwei Sockel verfügt. Allerdings ist dieser Vorteil mit allerlei Restriktionen verbunden, ähnlich wie beim Modell S1014 die Klasse P05 durch die Beschränkung auf 64 GB Speicher (oder in Italien auf maximal 40 User) verbunden ist. So unterstützt IBM i den 4-Kern-Prozessor des S1022s-Servers nicht; IBM-i-Partitionen sind bei den Modellen S1022s (und auch S1022) auf vier Kerne beschränkt; eine 4-Core-Partition liefert wie das Modell S1014 eine Leistung von 106.300 CPW ab. Damit schließt das im Vergleich zu Power9 neue Mitglied der Serverfamilie die Lücke zwischen dem S1014 und dem S1022 in Bezug auf Verarbeitungskapazität und Kosten.

Beim Modell S1022s ist die maximale Größe der Partition begrenzt, und alle E/A-Operationen müssen per VIOS virtualisiert werden; dabei müssen IBM-i-Partitionen auf „eingeschränkte E/A“ eingestellt sein; es können also nicht alle von AIX oder Linux unterstützten Speichersysteme genutzt werden. Es lassen sich aber mehrere IBM-i-Partitionen erstellen und gleichzeitig ausführen, wobei jede einzelne Partition bis zu vier Kerne haben kann. Das Modell S1024 ist mit 12 oder 16 Kernen in der Klasse P20 angesiedelt, mit dem 24-Kern-Prozessor im Software-Tier P30.

Das Modell S1022s kann mit wahlweise bis zu 4, 8 oder 16 Prozessor-Kernen pro Server und kann mit bis zu 2,0 TB Systemspeicher ausgestattet werden. Das nicht abgespeckte Modell S1022 ist auf bis zu 40 Cores pro System aufrüstbar, bei wahlweise 12, 16 oder 20 SMT8-Cores pro Sockel. Das Modell S1024 schließlich beherbergt auf ein oder zwei Sockeln maximal 48 SMT8-Cores in einem 4U-Gehäuse, wahlweise pro Sockel 12, 16 oder 24 Cores. Die maximale Leistung liegt bei 947.500 CPW. Der Hauptspeicher ist auf bis zu 8 TB konfigurierbar, der interne Speicherplatz wie beim Modell S1014 auf 102,4 TB. Die Modelle S1022 und S1022s haben wegen der geringeren Bauhöhe 2U maximal 52,2 TB internen Speicherplatz zu bieten.

Bildquelle: IBM

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