DRM-Gründungsgeschäftsführer Manfred Rauhmeier
Daten helfen Lkw-Fahrern bei der Parkplatzsuche, Kommunen bei der Verkehrssteuerung und Pendlern bei der Planung des Fahrweges. Doch viele innovative Mobilitätsservices setzen den Zugang zu den Daten anderer voraus. Daher gibt es seit Herbst 2021 den vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) geförderten MDS.
Das BMDV stellt den MDS bewusst neben die im Juli 2022 gestartete Mobilithek. Denn während in der Mobilithek in erster Linie offene, auf gesetzlicher Grundlage veröffentlichte Daten verfügbar gemacht werden, können Daten beim MDS unter Wahrung von Eigentumsrechten gehandelt werden – über eine Cloud-Plattform nach europäischen Datenschutzstandards,die auch die Identität der Handelspartner sicherstellt. Die zu handelnden Daten werden nicht im MDS gespeichert, sondern dort in einem Datenkatalog beschrieben – das Aushandeln der Konditionen und die Übertragung der Daten erfolgen direkt zwischen den jeweiligen Handelspartnern.
„Der Mobility Data Space ist ein zentrales Element der Datenstrategie der Bundesregierung, denn Daten sind Enabler für die Mobilität von morgen", lässt sich Manfred Rauhmeier, Gründungsgeschäftsführer der DRM Datenraum Mobilität GmbH, in einer Presseinformation zitieren. „Damit die Mobilitätswende gelingt und wir bald in Stadt und Land sichere, zuverlässige, komfortable und nachhaltige Verkehrs- und Transportmöglichkeiten haben, ist die Mitwirkung der Bundesländer und Kommunen von immenser Bedeutung."
Weitere Gesellschafter neben den nunmehr drei Bundesländern sind zum Beispiel die Autohersteller BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen, aber auch die Post und die Deutsche Bahn, einige Versicherungen und innovative Startups wie Here Europe (Cloud-basierte GPS-Standort- und Navigationslösungen), Caruso (Handel mit Daten aus vernetzten Fahrzeugen) oder die VDV eTicket Verwaltungsgesellschaft.
Die technische Konzeption des MDS erfolgt in enger Abstimmung mit europäischen und nationalen Initiativen, um die Kompatibilität mit den Projekten von Gaia-X sowie anderen europäischen Datenräumen zu gewährleisten. Trägergesellschaft ist die Non-Profit-Organisation DRM Datenraum Mobilität GmbH, die aus einem Projekt von Acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften hervorgegangen ist.
Bildquelle: Acatech / David Ausserhofer