Comarch forscht mit in der RWTH-Demofabrik

Digitalisierung der Fertigung

Auch in der Demofabrik am RWTH Aachen Campus, wo u.a. das Elektroauto E.go Life gebaut wird, steuern wie in einer klassischen Fabrik ein ERP-Anwendungen die Prozesse, die durch Einsatz von IoT-Technologie transparenter werden sollen. An den Forschungsprojekten zur Digitalisierung der Fertigung mit Prototypen und Produkten in Vorserien beteiligt sich jetzt auch der polnische Software-Konzern Comarch, der seit der SoftM-Übernahme im Jahr 2008 auch viele IBM-i-Anwender zu seinen Kunden zählt.

Forschung und Weiterbildung am offenen Herzen der Produktion

Forschung und Weiterbildung am offenen Herzen der Produktion

Die Demonstrationsfabrik dient gemeinsam mit den Innovation-Labs des FIR an der RWTH Aachen, dem clusterleitenden Institut, als reales Experimentier-Umfeld für die Digitalisierung von Fabriken. Die Forschungsinfrastruktur bietet die Möglichkeit, einen realen Fabrikbetrieb in seiner gesamten Komplexität von der Geschäftsprozess- bis auf die Ausführungsebene zu untersuchen.

Ziel der Demofabrik ist die enge Verzahnung von Praxis, Forschung und Weiterbildung, um gemeinsam Fragestellungen der Industrie 4.0 in einem realen Betrieb zu untersuchen. Industrie 4.0 bedeutet somit über die Unternehmensgrenzen hinweg eine zunehmende Vernetzung von Unternehmen, Lieferanten und Kunden. Sie ermöglicht beispielsweise die Integration neuester IoT- und Sensortechnologien in der Produktion und lässt anhand von realen Rückmeldedaten die Untersuchung der Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Planung und Steuerung der Produktion zu.

Neben der Vernetzung unterschiedlicher IT-Systemwelten, mit denen die Demofabrik betrieben wird, werden ebenso innovative Formen der dezentralen Informationsbereitstellung von der Planungs- bis auf die Shopfloor-Ebene während des Fabrikbetriebs untersucht. „In der Demonstrationsfabrik beantworten wir gemeinsam mit Partnern wie Comarch die Frage, wie morgen Industrie 4.0 die kollaborative Arbeitswelt gestalten wird“, sagt Jan Reschke, Leiter des Centers ERP und Bereichsleiter Produktionsmanagement im FIR. „Außerdem identifizieren und demonstrieren wir gemeinsam die Potenziale innovativer Technologien wie dem IoT in realen Anwendungsfällen“, ergänzt der Leiter des Centers Connected Industry, Christian Maasem.

Das Center „Enterprise Resource Planning“ im Cluster Smart Logistik verfolgt unter dem Motto „Next Generation of Business Applications“ das Ziel, signifikante Produktivitätssteigerungen zu realisieren, indem bestehende Wertschöpfungssysteme allmählich in einem bis dato noch nicht dagewesenen Ausmaß digitalisiert werden. Neue Möglichkeiten der Automatisierung und Vernetzung von Objekten und Systemen bedingen eine digitale Transformation, die das Potenzial besitzt, etablierte Logistik- und Produktionskonzepte neu zu denken und der Produktion von morgen ein vollkommen anderes Gesicht zu geben. Eine Schlüsselfunktion auf diesem Weg nehmen dabei betriebliche Anwendungssysteme ein, die eine effiziente Planung und Steuerung der unternehmerischen Ressourcen gewährleisten sollen.

„Industrie 4.0 lässt sich technisch mit offenen, modernen Systemen so abbilden, wie es Prozesse erfordern. Genauso wichtig ist es aber, die Mitarbeiterakzeptanz bei der Implementierung gleich mit einzuführen und zu festigen. Aus den zurückliegenden Projekten hat Comarch verstanden, dass sich die Menschen nicht eingeschränkt fühlen sollen. Die Digitalisierung von Fabriken muss so eingeführt werden, dass die Mitarbeiter in allen Abteilungen 4.0 als Unterstützung erleben“, sagt Philipp Erdkönig, Produktmanager beim Softwarehersteller Comarch, der sich in den beiden Zentren ERP und „Connected Industry“ immatrikuliert hat.

Bildquelle: Jan Grüger

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