DB Cargo erprobt „Automatisierte Rangierlokomotive"

Digitalisierung im Einzelwagenverkehr

Die Deutsche Bahn startet zwei innovative Projekte, um das Rangieren im Güterbahnhof zu beschleunigen – durch die automatisierte Zugbildung im Einzelwagenverkehr. Mit den Vorhaben „Automatisierte Rangierlokomotive" und „Automatisierte Bremsprobe" startete DB Cargo in München-Nord das Testfeld „Zugbildungsanlage der Zukunft“.

Wagenmeister bei der Zugfertigstellung im Bahnhof Nürnberg

In den Rangierbahnhöfen werden täglich tausende Züge zusammengestellt. Dafür sind Rangierloks im Einsatz. Ziel der beiden Projekte ist es, dass diese Loks automatisiert fahren. An den Zügen werden sämtliche Bremsen vor jeder Abfahrt manuell geprüft. Durch Sensoren und Funkübertragung soll dies künftig viel schneller und aus der Ferne möglich sein.

Für Anwendungen dieser Art gibt es bislang keine fertigen Lösungen auf dem Markt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der dieses Vorhaben finanziell fördert, sagt: „Wir wollen mehr Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene bringen. Dazu müssen sich Güterzüge effizient, schnell und kostengünstig zusammenstellen lassen. Deshalb fördern wir den Praxistest von automatischen und digitalen Technologien im Rangierbetrieb.“

„Der Rangierbahnhof München-Nord wird unser Testgelände für die Zukunft. Wir werden den Einzelwagenverkehr als Rückgrat der Wirtschaft stärken und dabei helfen uns Digitalisierung und Automatisierung. Dass dieser Innovationsschub nun finanzielle Starthilfe bekommt, ist der richtige Schritt“, sagt Dr. Sigrid Nikutta, DB-Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn. Innovationen kämen Kunden und Mitarbeitern gleichermaßen zugute: durch schnellere und effizientere Abläufe sowie weniger körperlich anstrengende Arbeit. Besonders der Einzelwagenverkehr, der durch häufige Zugbildung und -auflösung sowie durch regelmäßiges Rangieren gekennzeichnet ist, werde davon profitieren.

In München-Nord sollen weitere innovative Technologien getestet werden, mit denen Schäden an Güterwagen automatisch erkannt oder Arbeitsabläufe mittels Künstlicher Intelligenz (KI) effizienter organisiert werden können. Auch die Digitale Automatische Kupplung (DAK) soll hier im Rangierbetrieb erprobt werden.

Bildquelle: DB AG / Volker Emersleben

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