Markus Sontheimer neuer „Chief Digital Officer“ bei Schenker

Digitalisierung in der Logistik

Seit dem 22. Juni ist IT-Chef Markus Sontheimer bei DB Schenker auch noch „Chief Digital Officer“ (CDO). Als Mitglied des Vorstandes der Bahn-Tochter verantwortet der Wirtschaftsingenieur das Ressort IT und Digitalisierung.

Markus Sontheimer, der neue „Chief Digital Officer“ (CDO) bei DB Schenker

Am 1. Dezember 2015 wurde Sontheimer (Jahrgang 1968) bei Schenker Nachfolger von „Chief Information Officer“ (CIO) Peter Schumann, der nach 14 Jahren im Amt aus dem Vorstand des Speditions- und Logistikunternehmens ausgeschieden war. Als neuer „Chief Digital Officer“ soll Sontheimer, der Erfahrung aus früheren Führungspositionen bei der Deutschen Bank und Daimler mitbringt, jetzt alle Innovations- und Digitalisierungsprojekte bei Schenker vorantreiben und koordinieren.

3D-Druck, Augmented Reality, Internet der Dinge - alles nur Hype? Solche Fragen stellt sich Sontheimer. Was ist heute schon möglich? Wo müssen wir uns noch einige Zeit gedulden, bis die neuesten Technologien gewinnbringend nutzbar sind? Wie müssen Prozesse und Geschäftsmodelle angepasst werden? „Einige Antworten können wir schon geben, doch die Entwicklung in diesen Feldern hat gerade erst Fahrt aufgenommen“, sagte der frisch ernannte CDO Sontheimer Anfang Juli im Rahmen eines Journalistenrundgangs durch das „Enterprise Lab für Logistik und Digitalisierung“ in Dortmund, wo Experten von DB Schenker und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML gemeinsam an neuen Lösungen arbeiten.

Dort wurden zum Beispiel Konzepte entwickelt, wie sich 3D-Druck in der Supply Chain einsetzen läßt. „Als Logistiker müssen wir in Zukunft genau überlegen, welche Teile wir für den Kunden noch einlagern und welche wir als Service selbst mit Druckern produzieren“, sagt Markus Sontheimer. „Übrigens ist der Transport von 3D-Druckern und der dazugehörigen Verbrauchsmaterialien von Übersee nach Europa inzwischen ebenfalls ein lohnendes Geschäft.“

Außerdem wurde im Dortmund Labor bereits der Prototyp für eine Software entwickelt, die Verspätungen bei der Anlieferung von Waren in Logistiklagern prognostizieren kann und automatisch Vorschläge macht, wie dann Engpässe zum Beispiel durch Anpassung der Schichtpläne der Lager-Mitarbeiter verhindert werden können. „Dafür haben wir eine Datenbank unter anderem mit Verkehrsdaten, Ferienplänen und Infos über Materialbestände gefüttert und erfolgreich getestet“, beschreibt Sontheimer diesen Prototypen. „Wir können so Kunden bei Abweichungen schneller informieren und die Auswirkungen durch rasches Reagieren minimieren. Ab Herbst wollen wir die Pilot-Software in den Regelbetrieb überführen und so schnell wie möglich in ausgewählten Kontraktlogistik-Lagern einsetzen.“

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok