Thyssenkrupp Steel baut IT-Infrastruktur mit Edge-RZ aus

Digitalisierung in der Stahlindustrie

Thyssenkrupp Steel beauftragte Rittal mit der Lieferung modularer Rechenzentren, die bei dem Stahlhersteller produktionsnah aufgestellt werden sollen. Die Container-Rechenzentren sind mit vorkonfigurierten Komponenten für Kühlung oder Stromversorgung ausgestattet, um einen möglichst risikofreien und raschen Aufbau der Infrastruktur zu erlauben.

  • Produktionsnahe Rechenpower: Standardisierte RZ-Containern unterstützen bei Thyssenkrupp Steel die Digitalisierung produktionsnaher Prozessen: Die Container werden direkt auf dem Firmengelände installiert und arbeiten als Edge-RZ inklusive Cloud-Anbindung.

  • Dr. Michael Kranz, CIO bei Thyssenkrupp Steel

    Dr. Michael Kranz, CIO bei Thyssenkrupp Steel: „Die im Rahmen der Partnerschaft mit Rittal entstandenen Edge-Rechenzentren stellen wir direkt an unseren Produktionsstandorten auf und können damit zusätzlich auch IoT-Szenarien effizient und sicher unterstützen!“

Ziel von Thyssenkrupp Steel ist es, die Digitalisierung zahlreicher Unternehmensabläufe zu beschleunigen. Dies ist für die Duisburger ein wichtiger Baustein im Rahmen ihre ganzheitlichen Digitalisierungsoffensive. Erste Container, die dann kontinuierlich den Bedürfnissen von Thyssenkrupp Steel angepasst wurden, lieferte Rittal bereits im Jahr 2017. Die Installation der neuen Container soll bis Ende 2019 erfolgen.

Bei Thyssenkrupp Steel ist die Digitalisierung ein wesentlicher Teil der Unternehmensstrategie. Heute bereits gestaltet das Unternehmen seine Abläufe bereichsübergreifend in Ende-zu-Ende-Prozessen, die anfallenden Daten bilden die Grundlage für Entscheidungsfindung, Analytik und Vorhersage. Folglich nimmt die Menge der zu verarbeitenden Daten kontinuierlich zu, sodass das Unternehmen seine IT-Infrastruktur entsprechend anpassen muss.

IT-Infrastruktur anpassen

Für die Fertigungsprozesse der über 2.000 Stahlprodukte sind nicht nur leistungsfähige IT-Systeme in unmittelbarer Nähe der Produktionsstandorte notwendig, da immer mehr Abläufe durch Sensoren und Roboter gesteuert werden. Zu den übergeordneten Zielen gehören auch weitere Standardisierungsschritte, eine anforderungsgerechte Sicherheitsarchitektur und eine neue und innovative Vernetzung von Informationen.

Die IT-Container werden bei Thyssenkrupp Steel direkt auf dem Firmengelände installiert und arbeiten als Edge-Rechenzentren inklusive einer Cloud-Anbindung. Denn: Mit der Digitalisierung steigt die Nachfrage nach schnell verfügbaren Daten nahe dem Entstehungsort und dies erfordert zusätzliche Rechenleistung, kurze Latenzzeiten bei der Datenbereitstellung sowie eine unterbrechungsfreie Datenverfügbarkeit und systemweite Sicherheit.

Neue Rechenzentren für deutsche Standorte

Thyssenkrupp Steel Europe gehört zu den führenden Anbietern von Qualitätsflachstahl. Das Unternehmen produziert mit rund 27.000 Mitarbeitern Stahlprodukte für anspruchsvolle Anwendungen in verschiedensten Industriezweigen. Kundenspezifische Werkstofflösungen und Dienstleistungen rund um den Werkstoff Stahl komplettieren das Leistungsspektrum.

„Die Rittal Data Center Container sind ein wesentlicher Baustein in unserem ganzheitlichen Sicherheitskonzept und erfüllen unsere Anforderungen nach höchsten Sicherheitsstandards“, wird Dr. Michael Kranz, CIO bei Thyssenkrupp Steel, in einer Pressemitteilung zitiert. „Die im Rahmen der Partnerschaft mit Rittal entstandenen Edge-Rechenzentren stellen wir direkt an unseren Produktionsstandorten auf und können damit zusätzlich auch IoT-Szenarien effizient und sicher unterstützen.“ Die Edge-Systeme sind in stabilen Stahlcontainern aufgebaut, mit Sicherheitstüren versehen und verfügen über ein detailliertes Monitoring für viele relevante Parameter, inklusive Zugangskontrolle, Brandschutz und Ausfallsicherheit

Daten transformieren die Stahlindustrie

Daten sind zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden – diese Aussage gilt auch für die Stahlindustrie. Aufbauend auf einer weit fortgeschrittenen Prozessautomatisierung und viel Erfahrung in der digitalen Überwachung und automatisierten Steuerung von Industrieanlagen, verschmelzen IT und Fertigung immer weiter.

Die Kombination modernster Technologien aus dem Umfeld „IoT“ und „Big Data“ mit den Daten hunderttausender, bereits in den Anlagen verbauter Sensoren, erlaubt es heute, Produktqualität, Prozesseffizienz sowie Anlagenverfügbarkeit auf Basis hochauflösender Daten und nahezu in Echtzeit direkt vor Ort zu überwachen und zu analysieren.

Gleichzeitig bieten sich auf dieser Basis viele neue Möglichkeiten, sich mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern entlang der Wertschöpfungskette zu vernetzen. Den gestiegenen Bedarf an IT-Systemen realisiert Thyssenkrupp Steel, indem das Unternehmen in der Nähe der Datenentstehung neue Edge-Rechenzentren von Rittal installiert.

Bildquelle: Rittal

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