Interview mit Piotr Staczek, Vorstand bei Profi Engineering

„Disziplin ist alles!“

Seit gut 100 Tagen ist Piotr ­Staczek Vorstand bei Profi Engineering (siehe DV-Dialog 5-6/2023, Seite 2). Im Interview spricht der ehemalige Profi-Sportler über seine neue Aufgabe und die wichtigsten Ziele.

Piotr Staczek, Vorstand der Profi AG

Piotr Staczek: „Ähnlich zur technologiebedingten Marktdynamik muss sich auch ein etabliertes Beratungshaus von innen heraus verändern.“

Herr Staczek, nun sind Sie schon seit Anfang Juni im Amt – fühlen Sie sich wohl in der neuen Rolle?

Piotr Staczek: Sehr! Das gute Gefühl hatte ich von Beginn an und damit meine ich schon die Vorgespräche mit den Beteiligten aus der Geschäfts­leitung des Unternehmens, bevor ich das Profi-Trikot angezogen habe. Für die Rolle als Vorstand schätze ich auch das mir entgegengebrachte Vertrauen des Unternehmens und Aufsichtsrates sehr.

Sie bilden jetzt mit Lutz Hohmann, der bereits seit 2009 im Vorstand aktiv ist, ein Führungs-Duo. Wie sind die Aufgaben verteilt?

Staczek: Während Lutz auf seinen langjährigen Erfahrungsschatz im Vorstand zurückgreifen kann und Dienstleistung, Personal und Finanzwesen im Blick hat, arbeite ich mich noch in Details ein.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9-10/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Aktuell liegen einige operative Aufgaben noch bei mir, welche ich suk­zessive an die neue, stark aufgestellte Vertriebsleitungsebene abgeben kann. Somit blicke ich im Sinne unseres Go-to-Markets auf den Gesamtvertrieb sowie den Sales Operations Bereich, der höchstkompetent von Stefan Langhirt aus der Geschäftsleitung geführt wird.

Erst im vergangenen November kamen Sie ja zur Profi, zunächst als Director Sales. Was waren die Beweggründe, die Sie von Cancom nach Darmstadt geführt haben?

Staczek: Gestaltungswille. Ähnlich zur technologiebedingten Marktdynamik muss sich auch ein etabliertes Beratungshaus von innen heraus verändern. Dazu müssen manchmal Fesseln gelöst werden und die vorhandene Kompetenz dem Kunden zugänglich gemacht werden. Die Themenvielfalt und -tiefe, die wir mit unseren Services und Consulting-Leistungen bedienen können, ist schon bemerkenswert.

Am Ende waren es die Menschen, die authentisch und offen über die Aufgabe berichteten, welche für mich ausschlaggebend für den Wechsel zur Profi waren.

Ihre Hauptaufgabe war es zunächst, den Gesamtvertrieb zu stärken, konsequent auszubauen und das Unternehmen weiterhin auf einen langfristigen Wachstumskurs auszurichten. Bleibt das auch im neuen Amt Ihre Hauptaufgabe – oder verschieben sich die Prioritäten?

Staczek: Die Prioritäten bleiben bestehen, doch mit der neuen Position eröffnen sich auch weitere strategische Gestaltungsmöglichkeiten. Mit den Verstärkungen der letzten Monate ist der Vertrieb nun sehr gut aufgestellt, aber natürlich suchen wir auch noch weiter nach neuen Kolleginnen und Kollegen, die gut zu uns passen.  

Sales und Consulting arbeiten immer enger zusammen, und über ein aktives Portfoliomanagement versuchen wir eine thematische Durchlässigkeit zu gewährleisten. Die Entwicklung neuer Geschäftsfelder muss jederzeit möglich sein. Das gelingt nur, wenn man in der gesamten Organisation Kreativität und Eigeninitiative einen zentralen Platz einräumt.

Was sind die wichtigsten Ziele, die Sie mittelfristig mit Profi erreichen wollen?

Staczek: Nach dem umsatzstärksten Jahr der Unternehmensgeschichte setzen wir weiterhin auf substanzielles Wachstum. Das Geschäft im Bereich der öffentlichen Auftraggeber, Managed-Services und das Cloud-Geschäft sind klar definierte Wachstums­themen, in die wir bereits investiert haben und auch weiter gezielt investieren werden.

Grundsätzlich ist mir persönlich der Teamspirit äußerst wichtig, auf den ich besonders achte. Das ist der Motor zum Erfolg, den die Teams dann auch gebührend feiern sollen!

Welche Veränderungen im Unternehmen sind dafür notwendig – und was soll in bewährter Manier weiter forciert werden?

Staczek: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hat sich deutlich verbessert, da konnten wir ein paar Bremsen lösen. Die kurzfristigen Erfolge sprechen für sich und wir setzen das Erfolgsrezept fort: Transparenz, offene Unternehmenskultur sowie kreative Wege, wenn es um Kundenbelange und -projekte geht. 

Sehen Sie, wir betreuen viele unserer Kunden sehr vertrauensvoll weit über eine Dekade hinaus. Das spricht für Bodenständigkeit, Kundenzufriedenheit und die richtige Wahl in unserer Technologiefokussierung. Letzteres ist eine Schlüsselkompetenz, in der wir kluge Entscheidungen bspw. mit der Höchstdekorierung im Bereich Vmware und Red Hat bewiesen haben.

Sie waren neben Studium und Beruf jahrelang als Sportler aktiv, sowohl im Profi-Fußball als auch im Thai- & Kickboxen. Gibt es etwas Besonderes, dass Sie als Teamsportler und Zweikämpfer für den Beruf gelernt haben? 

Staczek: Disziplin ist alles. Wirklich alles!

Herr Staczek, vielen Dank für das Interview!

Bildquelle: Profi Engineering

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