Beim Digitalen Lieferschein wird die Belieferung digital quittiert und in Echtzeit für alle Beteiligten der Lieferkette einsehbar.
LKW-Fahrer nutzt digitalen Lieferschein
Unternehmen Nummer 100 bei Cloud4Log ist DMV Diedrichs Markenvertrieb, ein Full-Service-Vermarkter für Health- & Beauty-Produkte sowie für Sortimente aus dem Warenbereich der Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel, zu dessen Kunden auch der Drogerie-Markt dm gehört. Das Handelsunternehmen zählt zu den ersten Teilnehmern von Cloud4Log und hat jetzt den Roll-out der Lösung mit Aufschaltung des letzten Volumenverteilzentrums vollendet.
Mit Cloud4Log will DMV Diedrichs Markenvertrieb den nächsten Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung in der Logistik gehen. Das in Bad Pyrmont ansässige Unternehmen erhofft sich davon nachhaltigere, transparentere und schnellere Prozesse, so Julia Spiering von der Teamleitung Auftragsmanagement: „Durch die Nutzung digitaler Lösungen können wir den Papierverbrauch reduzieren. Cloud4Log bietet uns eine transparente Plattform, mit der wir alle logistischen Abläufe im Blick behalten − von der Auftragsvergabe bis zur Lieferung haben wir und unsere Partner stets Zugriff auf aktuelle Informationen. Und nicht zuletzt ermöglicht es uns die Lösung, durch automatisierte Prozesse und Echtzeitdaten Engpässe zu vermeiden und Lieferzeiten zu verkürzen.“
Zu den Kunden gehören in Deutschland, Österreich und in Polen Einzelhandelsunternehmen aus dem Bereich der Verbrauchermärkte, SB-Warenhäuser, Drogeriemärkte und des Onlinehandels. Erste Lieferungen vom DMV mit dem digitalen Lieferschein an dm sind bereits in Planung.
Die Drogeriemarktkette hat seit der Einführung von Cloud4Log im Oktober 2022 sukzessive ihre Logistikstandorte auf den digitalen Lieferschein umgestellt. Die ersten Lieferungen mit dem papierlosen Beleg trafen im November 2022 beim Verteilzentrum in Waghäusel ein. Vergangenen Monat erfolgte die Aufschaltung des letzten noch ausstehenden Standortes in Langenbach, so dass jetzt alle Verteilzentren sowie Volumenverteilzentren mit Cloud4Log arbeiten und von den Lieferanten mit digitalen Lieferscheinen versorgt werden können.
Der manuelle Aufwand, der mit dem Handling der Transportpapiere in Form von Ausfüllen, Aushändigen, Transportieren, Scannen und Ablegen verbunden war, entfällt dadurch komplett. Dies entlastet die Mitarbeiter beim Warenaus- und -eingang und nicht zuletzt auch die Fahrer, die bisher für den Transport der Dokumente verantwortlich waren, so Mira Honemann, zuständig für das logistische Liefermanagement bei dm: „Der Einsatz des digitalen Lieferscheins schafft völlig neue Möglichkeiten in der Prozessgestaltung an unseren Rampen. Mit Cloud4Log können wir die letzte wesentliche Digitalisierungslücke in unserem Supply-Chain-Ausschnitt schließen“.
Bereits ein großer Teil der Lieferanten hat diese Vorteile erkannt und nutzt den digitalen Prozess zur Abwicklung mit dm. Ziel ist es, einen Netzwerkeffekt zu erzeugen, um die Vorteile der digitalen Abwicklung für alle Partner realisieren zu können. Die Aufschaltung weiterer Lieferanten findet sukzessive statt. Hierfür werden regelmäßige Industriepartner-Sessions vom Drogeriemarkt organisiert, um die Lieferanten über den neuen Weg der digitalen Lieferscheinabwicklung zu informieren.
Im nationalen Warenverkehr übernimmt der Lieferschein häufig die Funktion des Frachtbriefes und erfüllt damit die Quittungsfunktion im Transportvertragsverhältnis zwischen Industrie und Spediteur − fast immer noch auf dem Papier. Das führt zu hohen manuellen Aufwänden in den Liefer- und Transportprozessen entlang der Supply Chain.
Lieferungen zu Großhändlern oder Verteilzentren des Einzelhandels werden überwiegend von Lieferscheinen in Papierform begleitet; allein für den Lebensmitteinzelhandel in Deutschland sind das mindestens 20 Mio. Lieferscheine pro Jahr. Das ergibt bei mehrfacher Ausfertigung mindestens 180 Mio. Blatt Papier.
Bildquelle: BVL