Die letzte große Neuerung bei Domino gab es Ende 2022 mit der Version 12.0.2 (Danube), die seit September auch Power10 und IBM i 7.5 unterstützt – also up-to-date ist. Der schon 2017 von IBM mit der Entwicklung betraute IT-Konzern lieferte kurz nach der Übernahme Domino 10 wie geplant Ende 2018 aus; auch Version Domino 11 wurde mit hoher Priorität schnell entwickelt und gemeinsam mit Notes, Traveler und Sametime im Dezember 2019 für gängige Windows- und Linux-Betriebssysteme veröffentlicht; im August 2020 folgte auch Support für Domino 11 auf IBM i. Jetzt folgt der direkte Sprung auf Version 14, nicht nur wegen des Aberglaubens, sondern auch um der Bedeutung der Neuerungen Rechnung zu tragen. Das Update soll wie gewohnt auch auf IBM i funktionieren, weil die installierte Basis weiter auf die Software vertraut.
Anläßlich des Erwerbs der acht Software-Produkte von IBM sagte C Vijayakumar, CEO von HCL Technologies, am 7. Dezember 2018: „Die umfangreichen Implementierungen dieser Produkte bieten uns eine großartige Gelegenheit, Tausende von globalen Unternehmen in einer Vielzahl von Branchen und Märkten zu erreichen und zu bedienen. Ich bin zuversichtlich, dass diese Produkte einen guten Wachstumspfad vorweisen können, gestützt durch unser Engagement in Produktinnovationen zu investieren, gepaart mit unserer starken Kundenorientierung und agilen Produktentwicklung. Darüber hinaus sehen wir ein enormes Potenzial für die Schaffung überzeugender As-a-Service-Angebote.“
Auf den Tag fünf Jahre später wurde nach regelmäßigen Verbesserungen im Laufe der Zeit erneut ein „Meilenstein-Release“ von Domino vorgestellt, sagte Thomas Hampel, Leiter des Produktmanagements dieses Produktes bei HCL Software. „Diese Version ist mehr als nur ein Update. Sie wird die Benutzer noch besser unterstützen, das Domino-Toolset modernisieren und die Verwaltung einfacher und flexibler gestalten. Unser neuestes Sametime-Release wird die Zusammenarbeit nahtloser gestalten, neue Meeting- und Chat-Funktionen bieten und die Konfiguration und Überwachung unserer Plattform erleichtern.“
Mit der neuen Version wurde vor allem der Kern des Produktes, der Domino Server, mit erheblichen Investitionen weiter verbessert. Durch die Aktualisierung der Compiler auf die neuesten Versionen und die Umstellung der Java-Laufzeitumgebung auf Version 17 LTS soll sichergestellt werden, dass die Systeme auf der neuesten Technologie laufen, was laut Hampel „die Gesamtleistung und die Möglichkeiten der Anwendungen verbessern wird“. Außerdem verbessere Domino v14 die Integration mit gängigen Tools und Plattformen und verbessere so durch eine vereinheitlichte Umgebung die Produktivität. Zusatzkomponenten wie Verse, Nomad und der Ontime Group Calendar sind jetzt im Produktinstallationsprogramm enthalten.
Darüber hinaus erhalten Kunden mit einer CCB-Lizenz einen auf fünf Anwendungen beschränkten Zugang zur No-Code-Umgebung Leap. Leap vereinfacht das Erstellen neuer Workflow-Anwendungen ebenso wie das Restyling von Legacy-Systemen, denn Notes-Anwendungen sind oft bereits seit Jahrzehnten im Einsatz, so dass die Aktualisierung von Benutzeroberflächen ein echtes Bedürfnis ist. Die überarbeitete Restyle-Funktion bietet zum Beispiel erstmals die Möglichkeit, gemeinsam genutzte Felder, Aktionsschaltflächen und mehr zu modernisieren.
Mit der neuen Version Nomad 1.0.10 lässt sich der Designer auch im Browser ausführen – und damit auch auf Mac OS oder Linux. Außerdem wurde wie de Server auch dem Notes-Client einem umfangreichen Upgrade der Java-Laufzeitumgebung auf Java 17 LTS gegönnt. Zu den weiteren Neuerungen gehören die Unterstützung von Apples M2-Chips und MacOS 14.x Sonoma sowie der Übergang zu einem 64-Bit-Client - natürlich mit dem bekannten Panagenda Marvel-Client, der bereits in Notes und Nomad enthalten ist. Allerdings werden 32-Bit-Apps nicht mehr unterstützt, was Probleme an manchen Schnittstellen und Add-Ons bereiten kann, beispielsweise beim Virenscanner für die Mailfunktion.
Wer die Rest-APIs von Domino nutzt, dem werden neue „Software Development Kits“ (SDKs) für Node, Node Red und Go sowie für die Admin UI helfen. Alle diese SDKs sind Open-Source und unterstützen Softwareentwickler bei der Anbindung an Domino in ihrer bevorzugten Programmiersprache.
Ebenfalls veröffentlicht wurde Sametime 12.0.2. Die Version erhält ein neues Admin-Dashboard, das die Richtlinienverwaltung und Analysen vereinfacht. Es gibt neue Datenschutzeinstellungen, komplexere Passwörter und eine vereinfachte Bereitstellung von verwalteten Charts sowie die seit langem geforderten Funktionen zur Unterstützung von Reaktionen und zum Löschen von Nachrichten. Last not least wurde auch Verse aktualisiert, um dem Wunsch der Benutzer nach verbesserten Datenschutzkontrollen nachzukommen. Außerdem können Benutzer jetzt das Ordner-Panel verankern den überarbeiteten Rich-Text-Editor nutzen.
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