Markus Weber, Geschäftsführer der Samac Software GmbH
Lange wurde die Maschine wegen ihrer vermeintlichen „Proprietät“ angefeindet – leider oft unwidersprochen seitens der IBM. Für den Mittelstand waren und sind insbesondere die Zuverlässigkeit der AS/400, aber auch ihre Stabilität, Skalierbarkeit und integrierte Sicherheit zur Bereitstellung von Geschäftsanwendungen wichtig. Zum Erfolg beigetragen haben nicht nur die treuen Kunden, sondern auch die IBM-Partner mit ihrem Support und die Softwarehäuser mit ihren Anwendungen; beides wuchs mit den Anforderungen mit.
Der Zukunft sehen wir mit etwas gemischten Gefühlen entgegen. Die Welt hat sich in den letzten 30 Jahren stark gewandelt. AS/400, iSeries und IBM i blieben dabei technisch gesehen bis heute up-to-date, die Roadmap für geplante Entwicklungen reicht weit in die Zukunft, hat also auch den notwendigen Support der IBM-Entwickler.
Das wären eigentlich beste Voraussetzungen für eine rosige Zukunft. Eigentlich, denn in vielen IT-Abteilungen zeichnet sich derzeit ein Generationswechsel ab. Die iSeries ist außerhalb der Anwenderschar und ihrer Fanggemeinde nach wie vor ein sehr gut gehütetes Geheimnis. Man mag es als Leser nicht glauben, aber es gibt bis heute viele IT-Leiter, die noch nie etwas vom IBM i gehört haben.
Für einen nachhaltigen Erfolg würden wir uns wünschen, dass die AS/400 noch einmal aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt wird und über ihre eigentlichen Vorzüge als kostengünstige, integrierte Software-Plattform auch neue Anhänger findet, damit wir in zehn Jahren gemeinsam das nächste Jubiläum begehen können.