DSAG-Vorstand Jens Hungershausen spricht von einem Paradigmenwechsel.
CEO Christian Klein vergaloppiert sich im strategischen Irrgarten der SAP
Die rigide SAP-Strategie erinnert fatal an die börsenhörigen Ideen von Ex-CEO Léo Apotheker, der 2010 wegen des gravierenden Vertrauensverlustes bei Mitarbeitern, Partnern und Kunden gehen musste.
Unter der Überschrift „SAP-Ankündigungen verunsichern Anwenderunternehmen: On-Premises-Kunden von Innovationen abgeschnitten?“ heißt es in einer Presseinformation der DSAG. SAP-CEO Klein habe „angekündigt, dass die neuesten Innovationen von SAP nur in der Cloud verfügbar sein sollen“.
Konkret sollen Innovationen demnach künftig nur noch für Kunden zugänglich sein, die S/4 Hana Cloud, Public Edition oder S/4 Hana Cloud, Private Edition über Grow- oder Rise-with-SAP-Verträge nutzen. Das bedeute zwar nicht, dass On-Premises-Lösungen generell funktional nicht weiterentwickelt werden. Aber: On-Premises-Kunden können z. B. nicht von den großen Innovationen wie KI und „Green Ledger“ profitieren. „Das gilt ebenso für größere Funktionsbausteine und Erweiterungen, die auf der Business Technology Platform (BTP) basieren“, schreibt die DSAG weiter. „Gleichzeitig will SAP die Wartungsgebühren erhöhen.“ Mit diesem Vorgehen lasse SAP „zahlreiche treue Kundenunternehmen im Stich“.
„Aus DSAG-Sicht ist das eine 180-Grad-Wende zu den bisherigen Äußerungen. SAP hatte zuvor behauptet, Verbesserungen nicht auf cloudbasierte Angebote beschränken zu wollen. Die Aussage ist ein schwerer Schlag. Sie kommt einem Paradigmenwechsel gleich“, so der DSAG-Vorstandsvorsitzende Jens Hungershausen.
Bildquelle: SAP