SSS-Software entwickelt neues Tool „Save Me“

Durchdachtes Backup-Konzept

Mit „Save Me“ entwickelt SSS-Software aus Weyhe ein neues Backup-Tool. Es ermöglicht die Sicherung der Daten von einem oder mehreren IBM-i-Systemen (auch mit mehreren Partitionen) auf gespiegelte NAS-Disks. Für das Second-Level-Backup kommen nicht wie sonst üblich Magnetbänder zum Einsatz, sondern RDX-Kassetten. Diese Wechselmedien auf Disk-Basis werden beworben mit einer Stoßfestigkeit im freiem Fall aus einem Meter Höhe auf Betonboden, einer Lebensdauer bis zu 30 Jahren, einer Kapazität von bis zu 5 Terabyte und einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 650 GB/Stunde.

Das neue Backup-Tool „Save Me“ schützt vor Datenverlusten.

„Damit werden Backup und Recovery einfach und elegant“, erklärt Software-Engineer Michael Augel, auch bekannt als „Mr. Blue Suit“ und CEO von Syntax System Services & SSS-Software. Er kombiniert für das Backup verschiedene Hardware-Systeme mit einem Sicherungs-Monitor, der alle Vorgänge überwacht. Vor einer Wiederherstellung der Daten entfällt die zeitraubende Suche nach dem passenden Backup-Tape, denn mit den heute verfügbaren 5-Terabyte-Cardridges skaliert ein einziges RDX-Laufwerk (mit bis zu acht Einschüben) auf ein online verfügbares Gesamtspeichervolumen von 40 Terabyte.

Für das Backup verschiedene Hardware-Systeme kombinieren

Man kann also beim Restore von der letzten Verteidigungslinie gegen den Datenverlust auf einen Online-Datenbestand zurückgreifen – schneller als beim Cloud-Backup und ohne die mit dem Internet verbundenen Risiken. Der Sicherungs-Monitor arbeitet laut Augel vollautomatisch. Jedes System sichere damit selbstständig die gewünschten Bibliotheken, IFS-­Verzeichnisse etc., wobei drei Kategorien mit verschiedenen Sicherungs-Zeitpunkten hinterlegt werden können: täglich, wöchentlich und monatlich.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

„Für jede dieser Kategorie kann man unterschiedliche Verzeichnisse sowie die Maximalgröße und den Zeitraum festlegen. Ebenso sind die Sicherungsoptionen – komplett oder inkrementell – sowie verschiedene Kompressions-Stufen variabel einstellbar“, beschreibt Augel die Funktionalität.

Sicherungs-Monitor mit Status-Anzeige

Auf dem Sicherungs-Monitor hat man mit Status-Anzeige und -Balken alle Systeme im Überblick. Und das jederzeit, auch während einer aktiven Sicherung. Datum und Uhrzeit der letzten und der nächsten Sicherung werden ebenfalls verwaltet – einschließlich einer vollständigen Protokollierung. „Und das Wichtigste: Jederzeit ist der Zugriff von allen Systemen auf alle gekoppelten Systeme und Backups möglich“, so Augel. „Vorausgesetzt, die IBM-i-Berechtigung dafür ist gegeben!“

Beim Second-Level-Backup mit RDX adressiert Augel drei Herausforderungen des Second-Level-Backups auf Band: Skalierbarkeit, Nutzungskomfort und physische Sicherheit bzw. „Disaster Recovery“. Anstatt Tape-Libraries mit hohen Investitionskosten „auf Vorrat“ zu erweitern, wird nur der gerade benötigte Speicherplatz vorgehalten. Die Sicherung auf Tape wird zwar ebenfalls zeitgesteuert angestoßen, doch müssen die Bänder im Sinne eines Disaster-Recovery-Schutzes regelmäßig an einen sicheren Ort außerhalb des Rechen­zentrums gebracht werden.

In der Praxis heißt das oft, dass ein Administrator die Bänder mit nach Hause nimmt oder eigens ein Kurier- und Lager-Dienst für den Transport der Backup-Tapes zur Hausbank engagiert wird. Dieses Vorgehen birgt Risiken: das Vergessen oder Vertauschen von Tapes, Backups, die unbemerkt mit Fehlern übertragen werden oder sogar der Totalverlust durch Unachtsamkeit oder Diebstahl. „Save Me schaltet all diese Risiken aus und bietet einen Rundum-Schutz an Sicherheit“, verspricht Augel. Dazu komme der nicht zu verachtende „Nutzungskomfort“, denn die Administratoren werden von wiederkehrenden geplanten oder gesteuerten Sicherungs-Jobs entlastet.

Bildquelle: Tandberg, iStock / Getty Images Plus

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