Microservices für die neue Plattform Easy One bereits in Arbeit

Easy steigert Umsatz um 20 Prozent

Die Easy Software AG, ein ECM-Anbieter mit über 13.600 Installationen und 6.400 Cloud-Abos, hat laut Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2019 sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich gesteigert. „Das Unternehmen befindet sich auf profitablem Wachstumskurs“, heißt es in der Pressemitteilung – obwohl Easy wie gewohnt weiter in der Verlustzone operiert. Im Geschäftsjahr 2018 standen 46,6 Mio. Euro Umsatz und 2,3 Mio. Euro Verlust zu Buche.

Dieter Weißhaar, Easy Software AG

Dieter Weißhaar, Vorstandsvorsitzender bei Easy: „Wir haben Marktanteile gewonnen!“

Der Umsatz der Easy Software AG wuchs nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr um 20 Prozent auf 24,8 Mio. Euro, auch weil bis Ende Juni rund 120 neue Kunden (ohne Cloud) gewonnen werden konnten. Das wichtige Neugeschäft mit Lizenzen und Cloud-Subscriptions habe um rund 57 Prozent zugelegt. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) belief sich demnach auf knapp 2 Mio. Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum mit -0,6 Mio. Euro noch negativ war. Unter dem Strich bleibt ein Verlust von 0,4 Mio. Euro, selbst wenn das Ergebnis der ersten sechs Monate um gut 1,6 Mio. Euro verbessert wurde.

Ins Ergebnis eingeflossen sind erhöhte aktivierte Eigenleistungen aus zusätzlichen Produktinvestitionen insbesondere in drei Entwicklungsteams in der Türkei, die Microservices für die Zukunftsplattform Easy One entwickeln. Zusätzlich haben Einmaleffekte aus Rechts- und Bewertungsgutachtenkosten u.a. im Rahmen des Übernahmeangebotes der Deutsche Balaton AG von -0,3 Mio. Euro das Ergebnis belastet.

„Es freut uns, dass die im vergangenen Jahr eingeleiteten Maßnahmen im ersten Halbjahr 2019 ihre Wirkung entfalten“, lässt sich der 2018 angetretene Vorstandsvorsitzende Dieter Weißhaar zitieren. „Wir sind überdurchschnittlich zum Markt gewachsen und haben entsprechend Marktanteile gewonnen“. Insbesondere die Akquisition der Apinauten sei ein Erfolg, das Unternehmen sei „bereits hervorragend in unsere Geschäfte integriert“.

Erst im Dezember hatte Easy für 8 Mio. Euro gut 72 Prozent der Anteile des Leipziger Herstellers der Software Apiomat erworben, der mit knapp 50 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 2,3 Mio. Euro erzielt. Der Personalaufwand als größter Kostenblock wuchs im 1. Halbjahr von 12,4 Mio. auf 13,9 Mio. Euro, u.a. bedingt durch die Akquisition der Apinauten und den Aufbau der Entwicklungsteams in der Türkei.

Das Unternehmen ist in 60 Ländern aktiv und beschäftigt aktuell mehr als 375 Menschen. Im Verhältnis zum Umsatz verringerten sich die Materialaufwandsquote von 22,1 auf 20,0 Prozent und die Personalaufwandsquote von 60,3 auf 56,0 Prozent. Dank einer zunehmenden Auslastung im Consulting sei auch das Beratungsgeschäft wieder profitabel, heißt es. Man werde sich 2019 stärker als Software-Unternehmen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen positionieren, um als innovativer Marktführer wahrgenommen zu werden. Man könne die Ziele im Rahmen der Strategie bis 2021 erreichen.

Für das Gesamtjahr werden weiterhin 51 Mio. bis 53 Mio. Euro Umsatz und ein Konzern-EBITDA in Höhe von 2,8 Mio. bis 3,8 Mio. Euro (vor Effekten aus IFRS 16) vor. „Entscheidend für die Erreichung unserer Ziele ist, in welchem Umfang das Neugeschäft im vierten Quartal 2019 realisiert werden kann“, so Weißhaar. „Die Frühindikatoren für das zweite Halbjahr gehen von einer guten Auftragslage aus. Entsprechend optimistisch blicken wir ins zweite Halbjahr.“

Außerdem verdoppelte Weißhaar die Prognose für das Ebitda von 2,8 Mio. bis 3,8 Mio. Euro auf 4,7 Mio. bis 5,7 Mio. Euro für das Gesamtjahr – und damit sogar über das für 2018 ursprünglich von ihm angepeilte Niveau, das dann aber wegen der Umstrukturierungen deutlich verfehlt wurde.

Bildquelle: Easy Software AG

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