Nachfrage doppelt so stark wie der Marktdurchschnitt

ECM-Hersteller SER bleibt auf Wachstumskurs

Die SER-Gruppe hat 2017 mit gut neun Prozent Umsatzwachstum auf insgesamt 67 Mio. Euro ihre Spitzenposition als größter europäischer Software-Hersteller für Enterprise Content-Management (ECM) nach eigener Einschätzung „stark ausgebaut“. „Die gute Auftragslage […] hält auch 2018 an“, heißt es heute in einer Presseinformation. 2017 wurden demnach mehr als 50 Neukunden mit überwiegend großen Installationen gewonnen.

Kurt-Werner Sikora, Sprecher der SER-Geschäftsführung

Kurt-Werner Sikora, Sprecher der SER-Geschäftsführung, will 80 Prozent des Umsatzes der nächsten vier bis fünf Jahre mit Bestandskunden machen.

Mit 9,4 Prozent wuchs die Bonner Unternehmensgruppe SER im Geschäftsjahr 2017 mehr als doppelt so stark wie der gesamte ECM-Markt, der 2017 laut Branchenverband Bitkom gegenüber 2016 ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnete. Der international agierende deutsche ECM-Hersteller, der überwiegend große mittelständische Unternehmen, Konzerne, Organisationen und Verwaltungen zu seinen Kunden zählt, bedient aktuell mit mehr als 550 Mitarbeitern von 22 Standorten aus weltweit über 2.000 Kunden. Damit ist SER zwar groß im Vergleich zur überwiegend mittelständisch geprägten Konkurrenz, aber immer noch sehr klein im Vergleich zu im ECM-Markt aktiven Global Playern wie z.B. Adobe, IBM oder Open Text.

Florierendes Lizenzgeschäft

Mit dem Lizenzgeschäft legten auch die Service-Umsätze um über 11 Prozent zu. Damit einhergehend wurde das Service-Team um 25 Prozent auf insgesamt 225 Personen ausgebaut; das sei das größte Team für ECM-Service im deutschsprachigen Raum. Weltweit kooperiert SER zudem mit insgesamt 53 Beratungs- und Implementierungspartnern.

Analog zum Umsatz entwickelte sich 2017 auch das operative Ergebnis, mit einem Plus von 9 Prozent beim EBITDA. Das profitable Wachstum führt SER auch auf die „sehr gute Entwicklung“ des Lizenzgeschäfts zurück, das gegenüber dem Vorjahr mit einem Plus von 25 Prozent deutlich zulegte. Zu den Neukunden zählen Lixil und SAF-Holland in den USA, EDP in Portugal, TDK Epcos in Ungarn, die Vienna Insurance Group (VIG) und BGŻ BNP Paribas in Polen, die R+V Allgemeine Versicherung in Luxemburg, die Trelleborg Group europaweit, Ferrari Financial Services und die Landesbank Baden-Württemberg in Deutschland – sowie ein namentlich nicht genannter großer internationaler Flugzeughersteller mit 60.000 Usern.

Innovation und Qualität

Laut Kurt-Werner Sikora, Sprecher der SER-Geschäftsführung, zahlt es sich aus, dass man „konsequent auf Innovation und Qualität“ setze; das spiegele sich in langjährigen Kundenbeziehungen wider. Deutlich mehr als die Hälfte der Kunden arbeiten demnach schon länger als zehn Jahre mit SER zusammen, gut die Hälfte davon sogar mehr als 15 Jahre oder länger. Als inhabergeführter Software-Hersteller investiere man kontinuierlich jedes Jahr mehr als ein Viertel der Software- und Wartungserlöse in die Weiterentwicklung und Pflege der vorhandenen Doxis4-Software. Mit 180 Entwicklern verfüge man über das größte ECM-Entwicklungsteam in Europa.

Sikora führt das überdurchschnittliche Wachstum aber auch vier klare Wettbewerbsvorteile der Software Doxis4 zurück: Sie liefere ECM, BPM, Collaboration und EFSS auf einer einheitlichen Technologieplattform mit einem einheitlichen Metadatenmanagement. Und dank ihres „design-and-build“-Ansatzes können SER, Kunden und Partner gleichermaßen eigene Anwendungen ertellen und die Standardsoftware agil anpassen. Dazu komme die Flexibilität, Doxis4 On-Premises, in der Cloud oder hybrid zu betreiben.

Zufriedene Bestandskunden

Last not least sieht Sikora sein Unternehmen als Vorreiter, wenn es um die Sicherheit geht: Die renommierte Wirtschaftsprüfungs­gesellschaft Ebner Stolz habe Doxis4 bereits 2017 als weltweit erstes ECM-System gemäß der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) zertifiziert. Und: Als erstes ECM-System der Welt habe Doxis4 2017 auch von SAP die S/4-Hana-Zertifizierung für die Archivschnittstellen Archive Link und ILM erhalten.

Sikora geht davon aus, dass 80 Prozent des Umsatzes der nächsten vier bis fünf Jahre mit Bestandskunden getätigt werden können. Mit dieser Sicherheit, dem anhaltenden Trend zur Digitalisierung und dem potenziellen Ablösegeschäft lasse sich der Wachstumskurs fortführen. Zu den Kunden zählen übrigens auch etliche IBM-Anwender, wie zum Beispiel Duravit, Eissmann oder Hauhinco.

Bildquelle: SER Solutions Deutschland GmbH

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