Maxburg verkauft Mehrheitsbeteiligung an Genui

Eigentümerwechsel bei KGS Software

Die Investmentgesellschaft Genui hat von Maxburg die Mehrheit an der KGS Software GmbH. Der Investor Maxburg war 2018 bei dem Spezialisten für die digitale Archivierung von Daten und Dokumenten mit Hauptsitz in Neu-Isenburg eingestiegen. Über den Kaufpreis und weitere Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Winfried Althaus bleibt Geschäftsführer von KGS

Winfried Althaus bleibt Geschäftsführer von KGS

Maxburg hatte vor fünf Jahren die 2000 gegründete KGS Software GmbH erworben. Damals hieß es: „Um das weitere Unternehmenswachstum zu verstärken und die hervorragende Marktpositionierung weiter auszubauen, hatten die Firmengründer und damaligen Gesellschafter der KGS, Reiner Kraus und Stephan Grau, ihre Unternehmensanteile im November 2018 zu 100 Prozent an Maxburg übertragen. Alleiniger Geschäftsführer der KGS ist mit dem Eigentümerwechsel Winfried Althaus (53), der die Geschicke des Unternehmens bereits seit 2013 mitverantwortlich leitet“.

Das bestehende Managementteam soll die zukünftige Entwicklung des Softwarehauses weiter steuern und vorantreiben, heißt es nun. „Wir haben KGS in einer wachstumsstarken Phase in den vergangenen Jahren begleitet“, sagt Moritz Greve, Partner bei der in München ansässigen Beteiligungsgesellschaft Maxburg, deren Ankerinvestor die Essener RAG-Stiftung ist, die besonderen Wert auf ein kontinuierliches, nachhaltiges und langfristiges Wachstum legt. Über ein Co-Investment durch Maxburg Beteiligungen IV werde das Engagement auch nach dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung fortgeführt, so Greve weiter.

KGS ermöglicht es seinen Kunden, Daten und Dokumente aus SAP und anderen ERP-Systemen zu migrieren und autonom zu archivieren. Unter dem Markennamen „tia - the intelligent archive“ werden alle Produktmodule vermarket. Als globaler SAP Value Added Solutions Partner hatte KGS 2022 als erstes Unternehmen im Markt eine offizielle Zertifizierung von der SAP SE für ihre CMIS-Schnittstelle erhalten. Aktuell bietet KGS seinen Kunden das neue, cloud-native Produkt tia core an.

„Der globale Markt für die Archivierung von Unternehmensinformationen soll in den kommenden Jahren stetig wachsen", begründet Boris Klenk von Genui das jüngste Investment. Maßgebliche Treiber dieser Entwicklung seieb das wachsende Datenvolumen sowie die zunehmenden gesetzlichen Anforderungen an die Datenarchivierung. KGS helfe seinen Kunden somit täglich dabei, immer stärker werdende Compliance Anforderungen effizient und ökologisch sinnvoll zu erfüllen. „Dies macht kgs zu einem spannenden Unternehmen für uns“, so Klenk.

Nach Abschluss der Transaktion soll der Genui-Unternehmer Klaus Weinmann Vorsitzender des Beirates von KGS werden. Weinmann hatte im Januar 1992 mit Stefan Kober das Systemhaus Cancom gegründet und den Posten des CEO nach mehr als einem Vierteljahrhundert an der Spitze im November 2018 verlassen. Er verfügt somit über relevante Erfahrung bei der Skalierung von IT-Unternehmen. Bernd-Michael Rumpf, ehemals bei SAP für die Enterprise Seite verantwortlich, wird den Beirat ergänzen.

Seit seinem Ausstieg als Cancom-CEO kümmert sich Weinmann nicht nur um die gemeinsam mit Klober gegründete Investmentgesellschaft Primepulse, sondern engagiert sich mit anderen renommierten Unternehmern und Investoren, wie zum Beispiel Fressnapf-Gründer Torsten Toeller, auch bei der Investmentgesellschaft Genui, weil er an „Gutes Unternehmertum“ glaubt. Genui geht Engagements in Unternehmen mit dem Ziel ein, nachhaltiges Wachstum und sozialen Wert zu schaffen. Die Unternehmen erhalten eine professionelle Führung, indem sie Zugang zu Unternehmern mit relevanter Erfahrung und en entsprechenden Netzwerken erhalten.

Bildquelle: KGS Software GmbH

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