Deutschlands höchstes Holzhaus „Roots“ wird von Rubner Holzbau in der Hamburger Hafen-City bis 2023 fertiggestellt.
Die in Südtirol beheimatete Rubner-Gruppe ist seit fast einhundert Jahren auf die flexible Erfüllung individueller Ansprüche rund um das Bauen mit Holz spezialisiert und ist mit mehr als 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 19 Standorten in 24 Firmen europaweit aktiv.
Die Verantwortlichen des in dritter Generation geführten Familienunternehmens sind bestrebt, die Baubranche dauerhaft zu verändern und das Bewusstsein dafür zu erhöhen, dass nachhaltiges Bauen gesündere Lebensräume schafft und gleichzeitig Natur und Umwelt schont. So entstehen neben Wohnhäusern auch große Gebäudekomplexe und Objektbauten aus Holz, darunter mehrgeschossige Gebäude, Gewerbe- und Industriehallen, Kindergärten, Sportstätten sowie prestigeträchtige Sonderbauten.
Um sich von der Planungsphase über die Produktion bis zur Montage künftig bestmöglich zu organisieren und das Unternehmenswachstum langfristig abzusichern, fiel im Herbst 2022 die Entscheidung für die Implementierung der Multiprojektmanagement-Software ams.erp. Das ERP-System bringe dank seines Zuschnitts auf die Anforderungen der Losgröße 1+ alle funktionalen Voraussetzungen für eine effiziente und durchgängige Projektabwicklung mit, heißt es.
Auslöser für die Suche nach einer neuen Geschäftssoftware war die bisherige Situation, dass innerhalb der Rubner-Gruppe diverse ERP-Systeme zum Einsatz kommen, was die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Standorten in den vier Ländern Italien, Österreich, Frankreich und Deutschland zunehmend erschwerte. Hier soll das neue ERP-System künftig erhebliche Synergieeffekte schaffen.
Diese Idee ist alles andere als neu für Rubner. Schon 2006 begann mit dem Ziel einer integrierten ERP-Landschaft die Entscheidung zur Einführung von Infor Manufacturing Essentials, das zunächst in drei Unternehmen Gruppe zum Einsatz kam. „Die Firmen Holzbau AG, Nordpan AG und Nordlam GmbH optimieren ihre Prozesse mit der speziell für die Baustoffindustrie zugeschnittenen ERP-Modul, Infor Stone“, hieß es seinerzeit. Und: Der Einsatz von Infor in weiteren Unternehmen sei geplant. Heute gehört eine dieser Firmen nicht mehr zur Rubner-Gruppe; die beiden anderen wurden jeweils zur GmbH umgewandelt - in die Rubner Holzbau GmbH und die Nordpan GmbH.
„Unsere besondere Herausforderung war es, all die völlig unterschiedlichen Unternehmen der Gruppe unter einen Hut zu bringen“, wurde Ernst Dorfmann, damals IT-Leiter der Rubner-Gruppe in der Presseinformation zitiert. „Sowohl Serienfertiger als auch Einzelfertiger und Projektabwickler können nun ihre Produktionsprozesse in einem einzigen System abbilden. Deshalb ist es unser langfristiges Ziel, alle Unternehmen der Rubner-Gruppe an Infor anzubinden. So können wir das größtmögliche Synergiepotenzial ausschöpfen.“
Verwirklicht wurde diese Idee nie. Neben Infor kommen heute, auch bedingt durch Akquisitionen weiterer Unternehmen, neben Infor unterschiedlichste ERP-Systeme zum Einsatz, darunter zum Beispiel in Deutschland Microsofts Navision oder seit September 2014 der Holz-Manager von Info-Data beim 1996 zugekauften Sägewerk Rubner Holzindustrie in Österreich.
Weil aber die alte Idee aber immer noch gut und richtig scheint, nimmt Rubner nun erneut Anlauf. Im Rahmen eines groß angelegten Auswahlverfahrens, in dessen Verlauf die Produkte von mehr als 20 Anbietern evaluiert worden waren, konnte sich ams.erp aufgrund seiner Fokussierung auf die Unikatfertigung und seiner Ausrichtung auf die Anforderungen des individuellen Projektgeschäfts durchsetzen.
Für Geschäftsführer Wolfgang Walcher ist es vor allem die Fähigkeit der Software, den gesamten Wertschöpfungsprozess von der Angebotslegung über die Konstruktion und Fertigung bis hin zur Montage auf der Baustelle abzubilden: „Im Ingenieurholzbau werden fast ausschließlich individuelle Projekte abgewickelt. Bei ams.erp steht genau diese Philosophie im Zentrum“, bekräftigt der Firmenchef. Es habe sich schnell gezeigt, dass ams der richtige Partner für das ambitionierte Vorhaben zur Einführung einer neuen ERP-Software an den verschiedenen europäischen Rubner-Standorten sei.
Neben der Branchenkompetenz auf Anbieterseite und dem professionellen Prozess zur Software-Implementierung hebt Wolfgang Walcher zudem die gemeinsamen Wertehaltungen beider Partner hervor: „Für uns als Familienunternehmen ist dieser Punkt von großer Bedeutung und nicht zuletzt die Grundlage für eine faire Zusammenarbeit auf Augenhöhe.“
Bildquelle: Garbe Immobilien-Projekte / Störmer Murphy and Partners