Interview mit Manfred Lackner, Profi AG

„Ein Pure System ist die AS/400 für die Cloud!“

Im Gespräch mit Manfred Lackner, Vorstand bei der Profi Engineering Systems AG in Darmstadt

  • Manfred Lackner, Profi AG

    Manfred Lackner, Vorstand der Profi AG, und seine Assistentin Susanne Berger

  • Manfred Lackner, Vorstand der Profi AG

  • Manfred Lackner, Vorstand der Profi AG

Die Profi Engineering Systems AG, ein Systemhaus mit Hauptsitz in Darmstadt, unterstützt als IT-Dienstleister seit mehr als 25 Jahren große und mittelständische Unternehmen branchen-übergreifend mit individuellen IT-Lösungen und -Strategien. Geliefert werden IT-Services von der Beratung und Konzeption über die Bereitstellung und Implementierung bis hin zu Betrieb und Wartung der IT.

Kommunen, Städten und Landesbehörden bietet Profi darüber hinaus Softwareprodukte für Anwendungen in öffentlichen Verwaltungen. Das Unternehmen beschäftigt rund 315 Personen an 14 Geschäftsstellen und zählt zu den führenden IBM-Partnern in Deutschland. Im Gespräch mit DV-Dialog erläutert Profi-Vorstand Manfred Lackner das sich wandelnde Selbstverständnis des Unterneh-mens und die Bedeutung innovativer Technik wie Pure Systems und Cloud Computing.

Herr Lackner, IBM hat im April die Pure Systems als neue Produktkategorie mit „eingebauter Expertise“ angekündigt. Wenn er darauf umstellt: Wofür braucht der IT-Chef dann noch Profis in der IT?
Manfred Lackner:
Gott sei Dank kommen jetzt endlich solche Server auf den Markt. Sie geben uns die Chance, das zu tun, was wir bereits vor zwei Jahren angekündigt haben – vom System-Integrator zum Cloud-Integrator zu werden. Wir wollen also Anwendungen verbinden und keine Systeme mehr koppeln; das können Server wie die Pure Systems dann hoffentlich weitgehend selbstständig.

Schließlich bieten HP oder Cisco ja schon vergleichbare Systeme ...
Lackner:
Die Idee ist die gleiche. Der Unterschied ist jedoch, dass Pure Systems aus einem Guss sind. Es sind also nicht unterschiedliche Technologien und Software-Stacks verschiedener Hersteller nachträglich integriert worden. Das ist der große Vorteil der IBM.

Der Trend ist aber eindeutig klar: Die manuellen Aufgaben bei der Integration von Systemen werden automatisiert und entfallen mehr und mehr. Diesen Trend haben wir schon vor Jahren erkannt und vor zwei Jahren mit unserer Neupositionierung als Cloud-Integrator die Konsequenzen gezogen.

Was ist ein Cloud-Integrator?
Lackner:
Integration auf höherem Niveau, bis hin zur Prozessebene. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, ihre Anwendungen und Apps in der Cloud sinnvoll miteinander zu verbinden. Darum geht es ja letztlich beim Cloud Computing: Anwendungen schnell bereitzustellen, kostengünstig zu betreiben und unkompliziert zu skalieren. Als Cloud-Integrator erschließen wir dem Kunden diese Vorteile des Cloud Computing – mit der nötigen Zuverlässigkeit, Sicherheit und Performance im Anwendungsbetrieb.

Geht das hin bis zur klassischen Unternehmensberatung?
Lackner:
Nein, wir setzen auf den Ergebnissen der Unternehmensberater auf, also zum Beispiel auf einer Geschäftsprozessoptimierung oder einem Business Reengineering. Wenn die Pro-zesse definiert sind, geht es ja darum, sie auch mit Anwendungen systemtechnisch zu unterstützen. Darin sehen wir ebenso unsere Aufgabe wie in der Verknüpfung dieser Anwendungen, also der Middleware-Schicht mit ihren Schnittstellen und dem Datenaustausch.

Was genau leistet diese Middleware-Schicht?
Lackner:
Sie dockt zum Beispiel eine CRM-Lösung an das zentrale ERP-System an oder verbindet Warenwirtschaft und Lager systemtechnisch. Was wir als Cloud-Integrator leisten wollen, wird aber besonders schön an mobilen Anwendungen klar, etwa an innovativen Apps für das iPad.

Können Sie das an einem Beispiel 
verdeutlichen?
Lackner:
Nehmen Sie die App der Deutschen Bahn, die zur Orientierungshilfe unterwegs Google Maps integriert. Da die App „weiß“, wo sich das iPad befindet, zapft sie aus der Cloud heraus immer automatisch die richtige Fahrplanauskunft an – in Österreich die der ÖBB, in Deutschland die der DB und in der Schweiz die der SBB oder auch die der passenden regio-nalen Verkehrsbetriebe. All diese Informationen zu vernetzen und bereitzustellen – darin liegt unsere Aufgabe als Cloud-Integrator.

Darüber hinaus beraten wir unsere Kunden auch in Fragen der IT-Architektur – also beispielsweise, ob diese Integration im Client stattfindet, in einer Serverapplikation oder mit Hilfe der Datenbanken.

Und das wird mit den Pure Systems 
einfacher?
Lackner:
Ja, absolut. Genauso wie seinerzeit mit der AS/400, dem „Pure System“ vom Ende der 80er-Jahre. Schon die AS/400 integrierte ja Datenbank, Speichersysteme, Netzwerk und Applikationen in einem Gerät. Sie implemen-tierte also die Idee des Pure System, allerdings auf dem technischen Niveau der 80er-Jahre und mit der Einschränkung der Anwendungs-welt auf RPG und Cobol.

Mittlerweile hat sich die Technik deutlich weiter-entwickelt. In der Cloud-Welt haben wir das Internet mit seinen Protokollstandards und unterschiedlichste Endgeräte, wir haben mo-derne Programmiersprachen und Spezifikationen wie BPEL oder XPDL für das Business Process Management, wir haben Portalsysteme und innovative Sicherheitsmechanismen. All das liefern die Pure Systems aus einem Guss. Um es plakativ zu sagen: Die Pure Systems sind die AS/400 für die Cloud. Mit ihren eingebauten Expertensystemen automatisieren sie Bereitstellung, Betrieb und Wartung der Ressourcen oder Anwendungen in der Cloud.

Wie viel Prozent der Aufgaben eines 
Systemadministrators kann 
ein Pure System automatisieren?
Lackner:
Schwer zu sagen. Einerseits fehlt noch die Praxiserfahrung, andererseits wird IBM ja auch mehr und mehr Expertise einbauen. Ich vergleiche die Situation gerne mit Windows-Laptop und iPad. Am iPad sind Inbetriebnahme, Netzwerkintegration oder die Ergänzung einer neuen Anwendung viel einfacher als bei Windows. Eine Vereinfachung auf Serverebene in dieser Dimension erwarte ich auch von den Pure Systems.

Wie können speziell die Kunden davon profitieren, die bewährte AS/400-Lösungen im Einsatz haben? Oder sind Pure Systems nur dann interessant, wenn komplett neue Anwendungen installiert werden sollen?
Lackner:
Sowohl als auch! Der Charme von Pure Systems liegt ja gerade darin, dass sie einer-seits alle innovativen Cloud-Features eingebaut haben, dass andererseits aber auch die klassischen RPG- und CL-Programme unverändert darauf laufen. Darüber hinaus können sie auch vorhandene Windows-, Linux- und Unix-Anwendungen integrieren. Daran können sie dann neue Cloud-Apps oder Portallösungen andocken. Für alle unterschiedlichen Anwen-dungen ist nur noch eine einzige Systemplattform nötig. Das bringt enorme Vorteile bei der Integration vorhandener Anwendungen in die neue Cloud-Welt.

Warum lassen Anbieter wie SAP, Infor oder SugarCRM ihre Standardsoftware dann für die Pure Systems zertifizieren?
Lackner:
Dabei geht es in erster Linie nicht um den Betrieb, sondern um Inbetriebnahme und Rollout. Für die selbst entwickelten RPG-Anwendungen eines Unternehmens ist das normalerweise ein einmaliger Prozess, der nicht großartig automatisiert werden muss.

Bei Standardsoftware ist das anders. Sie wird oft installiert, in verschiedenen Unternehmen und teilweise auch von Partnern oder dem Anwender selbst. Das muss einfach und automatisiert sein, also vom Pure System weitgehend eigenständig ausgeführt werden können. Das Gleiche gilt für Updates oder Patches. Ziel ist es, dass ein ERP-System so einfach installiert werden kann wie eine App auf dem iPad; die App muss ja auch vorher von Apple zertifiziert werden, was eine problemlose Installation ebenso sicherstellt wie den reibungslosen Betrieb.

Wie ändert sich mit Pure Systems die -Aufgabenverteilung zwischen Kunde, -Systemhaus und Hersteller IBM?
Lackner:
Für unsere Kunden wird sich relativ wenig ändern, weil wir ihnen ja heute schon komplett integrierte Systeme aus einer Hand anbieten. Für uns aber wird sich einiges ändern, denn wir erhalten ja schon vorintegrierte Systeme aus Rechner, Speicher und Netzwerk. Wir konzentrieren uns deshalb wie gesagt auf die höherwertigen Aufgaben wie Cloud- und Anwendungsintegration; genau deshalb haben wir ja im vergangenen Jahr den Geschäfts-bereich Softwarelösungen gegründet.

Außerdem muss auch das Pure System in die IT-Infrastruktur unserer Kunden integriert werden; diese Aufgabe bleibt, denn kaum ein Kunde wird all seine vorhandenen Systeme wegwerfen und alles auf neue Pure Systems packen ...

Auch wenn IBM das gerne hätte, wie schon der Produktname suggeriert!
Lackner:
Klar! IBM spricht in dem Zusammenhang ja auch vom „Scale in Design“. Gemeint ist, dass alles darin abgewickelt wird. Doch das wird wohl die Ausnahme bleiben.

Ein Einstiegspreis von 100.000 Dollar legt nahe, dass Pure Systems nicht so ganz kompatibel zum Mittelstand sind ...
Lackner:
Na ja – ich kenne etliche Mittelständler, die deutlich mehr in ihre IT-Systeme investieren. Und wenn man einmal nur die Hardwarekosten der Pure Systems betrachtet, dann liegt man gar nicht so weit von der Summe, auf die man zusammengerechnet bei der separaten Anschaffung von Servern, Speichern und Netzwerktechnik käme. Der Spareffekt ergibt sich dann über die Zeit bei den Betriebskosten, die deutlich günstiger sind.

Wieder eine Parallele zur AS/400?
Lackner:
Ja, auch die AS/400 und heute das Power System mit IBM i schneiden nachweislich bei den „Total Cost of Ownership“ am günstigs-ten ab. Deshalb glaube ich, dass die Pure Systems genauso gut im Mittelstand an-kommen werden wie seinerzeit die AS/400. Mittelständ-ler -wollen sich nicht mit IT-Problemen herumschlagen, sondern zuverlässige, einfache und sichere IT-Lösungen, so dass sie mit einer kleinen IT-Abteilung auskommen können.

Die Pure Systems sind „cloud ready“, wenn wir der IBM glauben. Wie wichtig ist denn „Cloud Computing“ für den Mittelstand?
Lackner:
Sehr wichtig, und zwar aus mehreren Gründen. Schon bei der IT-Infrastruktur bringt Cloud Computing großen Nutzen. Für Rechenzentren ist es der nächste Optimierungsschritt nach der Konsolidierung und Virtualisierung. Allein schon die Virtualisierung hat viele Vorteile gebracht, beispielsweise mit Blick auf die Skalierbarkeit und die Lastverteilung. Der Grund ist der Abschied von dedizierten Servern für jeden Workload, was die Effizienz und die Ressourcenausnutzung deutlich verbessert.

Cloud Computing geht jetzt einen entscheidenden Schritt weiter und automatisiert auch die Bereitstellung neuer virtueller Ressourcen und ihre Abrechnung. Am Anfang zum Beispiel für die Anwendungsentwicklung oder für den Test, letztlich aber auch für den Produktivbetrieb. Auf Knopfdruck lässt sich ein neuer virtueller Server erzeugen, der sofort betriebsbereit ist. Auf diesen Knopf drücken könnte auch ein Fachabteilungsleiter, die notwendige Berechtigung dafür vorausgesetzt. Die IT-Abteilung wird so enorm entlastet. Und: Was vorher Tage gedauert hat, ist jetzt eine Sache von Minuten.

Lastspitzen lassen sich künftig dadurch abfangen, dass verschiedene Clouds miteinander vernetzt werden, wie es heute schon mit dem vCloud Connector von Vmware möglich ist. Wird das dann wie beim Pure System zusätzlich mit der Applikationsbereitstellung gekoppelt, lassen sich sogar Rollouts von Anwendungen auf neue Standorte, die Einrichtung neuer ERP-Arbeitsplätze oder auch Upgrades automatisieren. Deshalb empfehlen wir mittelständischen Kunden, die Cloud-Technologie zunächst zu nutzen, um das eigene Rechenzentrum effizienter zu machen. Das haben wir in Form unseres Cloud-Angebotes, der Profi Private Cloud, mit Technologien der vier Hersteller Citrix, IBM, Microsoft und Vmware realisiert. Diese Technologien haben wir auch im eigenen Hause installiert und machen unsere tagtägliche Erfahrung damit. Daher können wir einem Kunden guten Gewissens die für seine Infrastruktur optimale Cloud-Umgebung empfehlen.

Sie sprachen mehrere Aspekte an ...
Lackner:
Neben der reinen Infrastruktur kann die Cloud auch Vorteile bei den Anwendungen bringen, auch wenn lupenreine Cloud-Anwen-dungen heute noch rar sind und auch längst nicht für alle Einsatzfelder geeignet sind. Wenn man von Apples oder Googles Apps absieht, ist der Nutzen noch begrenzt. Außerdem fehlen echte Cloud-Anwendungen für Unternehmen, denn die meisten CRM- oder Collaboration-Anwendungen mit diesem Siegel stammen noch aus der Software-as-a-Service-Ära.

Warum ist der Nutzen von Cloud-
Anwendungen noch begrenzt?
Lackner:
Das hat zwei Gründe. Es fehlt erstens noch an Standards, was die Integration von Cloud-Anwendungen verschiedener Hersteller erschwert. Was nutzt ein Cloud-basiertes CRM-System, wenn ich es nicht mit meinem vorhandenen ERP-System verbinden kann?

Zweitens gibt es gerade im Mittelstand große Sicherheitsbedenken. Warum soll ich meine Daten außer Haus geben, wenn ich nicht einmal weiß, wo sie gespeichert werden und wer darauf Zugriff haben könnte. Das ist eine zusätz-liche Abstraktionsebene gegenüber dem klassischen Outsourcing. Deswegen ist das Thema Public Cloud für Mittelständler noch weit weg. Microsoft beispielsweise ist ja vor zwei Jahren groß in die Cloud gestartet, hat jedoch bisher im Markt wenig bewegt.

Wann macht es dennoch Sinn, solche Public Cloud Services mit den privaten Cloud-Diensten zu kombinieren? Die Google Apps beispielsweise heizen auch heute schon den Klassikern wie Lotus Notes ganz schön ein.
Lackner:
Das ist für uns als Cloud-Integrator ein spannendes Thema. Der Grund ist einfach: Wer heute Microsoft Exchange oder Lotus Notes nutzt, versendet ja nicht nur E-Mails damit, sondern schreibt Serienbriefe, verwendet Datenbanken und macht Termine. Wer Exchange nutzt, hat oft auch das Portal Sharepoint im Einsatz. Die Liste der integrierten Anwen-dungen ließe sich beliebig fortsetzen und sieht vermutlich in jedem Unternehmen anders aus.

Spannend wird es, wenn ein Teil dieser Gesamt-funktionalität in die Public Cloud verlagert werden soll. Dann müssen Brücken in die Private Cloud zu den übrigen Anwendungen geschlagen werden, um beispielsweise Workflows anzustoßen oder Daten zu aktualisieren. Was die IT heute schon leistet, soll ja auch die Cloud-Lösung können. Sonst wäre es um die Akzeptanz schlecht bestellt.

Worauf ist bei der Cloud-Integration zu achten? Auf die Wahl des Providers?
Lackner:
Wo die Apps gehostet werden, spielt kaum eine Rolle. Ob Sie das mit Amazon oder IBM, mit T-Systems oder Microsoft machen, wirft keine grundlegend anderen technischen Fragen auf, sondern ist mehr eine Frage der Vertragsgestaltung.

Der Knackpunkt ist die Anwendungsintegration. Um beispielsweise einen Workflow im ERP-System in der Private Cloud aus Google-Apps heraus starten zu können, sind Schnittstellen auf beiden Seiten nötig. Diese Schnittstellen müssen offen sein und über entsprechende Middleware, die 
es mittlerweile auch schon gibt, entsprechend versorgt werden, so dass die Anwendungen miteinander kommunizieren können. Solche Lösungen zur Cloud-Integration wollen wir bei Profi über unseren neuen Geschäftsbereich Softwarelösungen entwickeln und anbieten.

Das heißt: Wie die Wolken am Himmel unterscheiden sich auch die Clouds in den Unternehmen und am Markt. Wie kann der IT-Chef einen „Wildwuchs“ vermeiden, wie er für die Anfänge der PC-Ära oder des Client/Server-Computing typisch war?
Lackner:
Der IT-Chef sollte die Welle reiten und nicht nur mitschwimmen. Er muss klare Standards vorgeben und darf nicht abwarten, bis die Mitarbeiter auf irgendwelchen mobilen Endgeräten Cloud-Services in Form von Apps unbemerkt ins Unternehmen einschleusen. Das lässt sich dann nur noch schwer eindämmen. Außerdem sollte der IT-Chef als Innovator auftreten und keinesfalls versuchen, diese Entwicklung zu bremsen. Diese Entwicklung ist unumkehrbar, denn spätestens wenn die Geschäftsleitung mobile Anwendungen will, werden sie kommen.

Am besten geht der IT-Chef also proaktiv vor und bietet seinen Mitarbeitern Apps in der Private Cloud an, die Arbeiten wie Auftragserfassung oder Lagerabruf erleichtern. Das schafft Akzeptanz. Ein anderer Fall ist es, wenn die Kunden solche Apps erhalten sollen, z.B. für Bestellungen oder Reklamationen. Hier kann sich ein Unternehmen als innovativ und kundenfreundlich positionieren und gleichzeitig effizienter werden. Auch das ist ein Thema der Private Cloud; die darin vorhandenen Anwen-dungen werden über Apps auch mobil gemacht.

Die Integration findet am Endgerät statt?
Lackner:
Genau. Der Anwender weiß überhaupt nicht, ob er eine Funktion aus der Public oder aus der Private Cloud nutzt. Das interessiert ihn aber eigentlich auch gar nicht. Der Verkäufer nutzt auf seinem iPad über Apps die Lagerverwaltung seines Unternehmens, um beim Kunden die Produktverfügbarkeit zu ermitteln, das ERP-System für die Auftragserfassung und die Preisermittlung, aber auch den Routenplaner aus der Public Cloud. Diese Verbindung von Apps zur Anwendungs- und Datenintegration ist auch unser zentrales Thema.

Solche Apps können ganz neue Geschäftsfelder eröffnen; beispielsweise können die Kunden des Unternehmens interaktiv mit Informationen arbeiten, die sie sich vorher mühsam aus verschiedenen Katalogen hätten zusammensuchen müssen. Denken Sie allein an die Zeit, die ver-streicht, bis der einmal bestellte Katalog eintrifft. Zudem sind vielleicht ergänzende Telefonate nötig, um Informationen einzuholen, die im Katalog nicht vorhanden sind. Da wird es für uns als Cloud-Integrator jede Menge Arbeit geben, um solche Cloud-Services sicher, performant und kostengünstig zu gestalten.

Stichwort Sicherheit: Was empfehlen Sie IT-Chefs im Umgang mit den mobilen -Anwendungen?
Lackner:
Neben weitgehender Standardisierung vor allem eine effektive Systemverwaltung für die Endgeräte, das sogenannte Mobile Device Management. Ohne das handelt man sich enorme Risiken und Probleme ein. Damit lassen sich zum Beispiel die Daten auf gestohlenen Geräten von der Zentrale aus unverzüglich löschen. Damit lassen sich aber auch unverzüglich Ersatzgeräte auf den aktuellen Stand bringen, sollte einmal ein Defekt auftreten.

Bildquelle: Profi Engineering Systems AG

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