Instandhaltung auf dem Niveau 4.0

Einführung von SAP PM/EAM bei Trevira

Ein produzierendes Unternehmen der Größenordnung von Trevira betreibt naturgemäß großen Aufwand im Bereich der Instandhaltung aller erforderlichen Produktionsanlagen. Um an zwei Produktionsstandorten, im bayerischen Bobingen und im brandenburgischen Guben, mit insgesamt ca. 960 Mitarbeitern dauerhaft und termingerecht Höchstleistungen erbringen zu können, sind reibungslose Produktionsabläufe unverzichtbar. Wartung und Instandhaltung der Produktionsanlagen genießen deshalb höchste Priorität.

Die Trevira GmbH liefert Fasern, Filamente und Chips.

Turnusmäßige Wartungsaufgaben müssen geplant, organisiert, durchgeführt und dokumentiert werden. Darüber hinaus ist die akute Instandhaltung immer eine Herausforderung. Ob geplant oder ungeplant, der Stillstand einer Anlage kann ganze Produktionsketten verlangsamen oder schlimmstenfalls zum Stillstand bringen, die Produktivität einschränken und verursacht letztlich Kosten. 

Systematik statt System

Werden Defekte nicht möglichst frühzeitig erkannt und umgehend behoben, droht durch Terminüberschreitungen nicht zuletzt dem Kundenvertrauen schwerer Schaden. Entsprechend war auch für Trevira eine Systematik im Instandhaltungsmanagement obligatorisch.

Während diese Systematik sich zwar langfristig bewähren konnte, fehlte es an einem geschlossenen, zeitgemäßen System, mit dessen Hilfe diese Systematik vor Ort in der täglichen Praxis effizient umgesetzt werden konnte. Wartungs- und bedarfsabhängige Instandhaltungsaufgaben wurden noch überwiegend auf Papier erfasst und in Excel-Tabellen verwaltet.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

In Bezug auf Effizienz und Datenkonsistenz war dieses als rudimentär zu betrachtende System den Anforderungen an ein modernes Industrieunternehmen nicht mehr gewachsen. Das erklärte Ziel der Zusammenarbeit mit IT-Motive bestand deshalb darin, ein geeignetes System einzuführen, mit dessen Hilfe sich alle anstehenden Aufgaben optimal planen, steuern, organisieren und dokumentieren lassen.

Eine neue Software sollte den Zeitverlust durch analoge Auftragserfassung und anschließende Digitalisierung beseitigen – und dabei Fehler durch die händische Datenübertragung vermeiden. Gleichzeitig sollte sie allen Beteiligten einen Überblick über laufende, zurückliegende und ausstehende Arbeiten in Echtzeit ermöglichen. Dabei sollte zu jeder Zeit, von verschiedenen Stellen ein Zugriff auf tagesaktuelle, zentral erfasste Informationen gewährleistet sein.

Die Wahl einer SAP-basierten Lösung war naheliegend, denn in anderen Bereichen des Unternehmens wurde bereits routiniert mit den Anwendungen des größten europäischen Software-Unternehmens gearbeitet. Allerdings standen die Verantwortlichen dem Produkt der Wahl, dem SAP Plant Maintenance (PM) bzw. Enterprise Asset Management (EAM) nicht unkritisch gegenüber.

Clever, aber nicht „schick“

Im Vordergrund standen hier nicht zuletzt Bedenken aufgrund der mangelnden Abwärtskompatibilität im Rahmen der Implementierung des neuen Systems in das vorhandene SAP-Umfeld. Aber auch grundlegende Aspekte wurden bei der Entscheidungsfindung in die Waagschale geworfen. Dabei wurde die Leistungsfähigkeit der SAP-Lösungen nicht in Frage gestellt, sehr wohl aber Aspekte wie „Usability“ und „User Experience“, die nicht immer zu 100 Prozent überzeugen konnten.

Ausschlaggebend dafür, dass die finale Entscheidung im Instandhaltungsmanagement pro SAP ausfiel, waren letztlich die Möglichkeiten, die der Duisburger Implementierungspartner IT-Motive AG mit seinen eigenen Erweiterungen demonstrieren konnte. Als Schnittstellen zum Anwender konnten diese Eigenentwicklungen, in Gestalt des Instandhaltungs-Cockpits sowie der mobilen App EAMmobile, die Verantwortlichen bei Trevira überzeugen, das neue System auf Basis von SAP PM/EAM zu realisieren. So will man den wachsenden Anforderungen und den technischen Möglichkeiten der Industrie 4.0 dadurch gerecht werden, dass bisher analoge Prozesse der Instandhaltung im Rahmen einer übergeordneten IT-Strategie digitalisiert und gezielt optimiert werden. 

Über Trevira

Als Hersteller hochwertiger Polyesterfaser- und Filamentgarn-Spezialitäten für die Heimtextil-, Automobil- und Bekleidungsindustrie sowie für den Hygienebereich blickt Trevira als Marke auf mehr als sechs Jahrzehnte erfolgreicher Geschichte zurück. Kunden aus der Textilindustrie – inner- und außerhalb der Europäischen Union – verlassen sich neben höchster Produktqualität vor allen Dingen auf die Zuverlässigkeit eines erfahrenen Zulieferers. 

Bildquelle: Trevira

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok