Ein Blick in das Lager des Elektrokonzerns im französischen Saarunion bei Straßburg.
Für das 10.000 qm große Lager- und Distributionszentrum in Saarunion mit mehr als 7.500 verfügbaren Produkten benötigte Schneider ein neues Lagerverwaltungssystem, das sowohl die lokalen Vertriebszentren als auch die Kunden verlässlich mit Schaltanlagen sowie Zubehör beliefert – und das jeweils in der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt. Der Grund: Das bisherige System wurde den Anforderungen hinsichtlich dynamischer Lieferketten (und der damit einhergehenden Anfälligkeiten und Störungen) nicht mehr gerecht: Die vorhandenen Daten wurden immer unzuverlässiger.
Der Umschlagfaktor des Lagers in Saarunion ist hoch: Täglich verlassen rund 30 Lkw mit insgesamt 30.000 Tonnen Waren und 15.000 Paletten das Gelände. Bei der Einführung des neuen Systems waren vor allem folgende Aspekte von Bedeutung: fristgerechte Lieferungen an die Kunden, das Vermeiden von Engpässen und Flexibilität. Das neue LFS sollte sowohl den eigenen Anforderungen besser entsprechen als auch dafür sorgen, die Planung und Steuerung aller Materialflüsse effektiver und zuverlässiger zu gestalten. Zudem sollten die Bewegungen aller manuellen und automatischen Logistikanlagen aktiv mit hundertprozentiger Sicherheit und Transparenz gesteuert werden können.
Die Software ist auf verschiedenen Plattformen wie Tablets, Handhelds, Laptops und Desktop-Computern darstellbar, sodass es je nach Bedarf im kompletten Lager zum Einsatz kommt. Die Implementierung sei „reibungslos“ und ohne Stillstandszeiten im Lager erfolgt, sagt Kevin Cartolano, Schneider Department Operations Manager in Saarunion; in nur 18 Monaten sei die Umsetzung des Projekts gelungen.
Die Logistikkapazität erhöhte sich dabei um 15 Prozent. In nur drei Monaten wurden frühere Leistungskennzahlen übertroffen. Das LFS ist laut Cartolano so konfiguriert, dass die Mitarbeiter alle Aufträge verwalten sowie „jederzeit in die Abläufe und Prozesse eingreifen und diese selbst ändern können“. Außerdem sei es nun möglich, „direkt über LFS zu drucken. Das habe den Vorteil, neue Aufträge sofort und ohne Stillstandszeiten integrieren zu können“. Gleichzeitig erlaube das Druckermanagement es auch, einzelne Drucker zu verwalten. Nun könne man unterschiedliche Versandlösungen sowohl für die lokalen Verteilzentren als auch für die Kunden anbieten.