Schneller, größer und zuverlässiger – Vmax für IBM i

EMC macht in Flash

Der Speichersystem-Pionier EMC bringt den Flash-Speicher näher an die Server – auch an das Power System i. Dazu wurden in der vergangenen Woche nicht nur für das Flaggschiff Vmax (früher Symmetrix) zwei „All Flash“-Arrays angekündigt, sondern mit DSSD D5 auch ein völlig neu konzipiertes Produkt.

  • Das Modell Vmax All Flash 850 skaliert bis zu vier Petabyte

Von den Unwägbarkeiten der angekündigten Übernahme durch Dell für 67 Mrd. Dollar lässt sich EMC offenbar keinen Deut von seiner Produkt-Roadmap abbringen. Das wurde durch die Ankündigungen der vergangenen Woche unterstrichen, auch wenn Dell offensichtlich noch Probleme mit der Finanzierung des stolzen Kaufpreises hat. Immerhin haben auch die Kartellbehörden der EU jetzt grünes Licht für die Mega-Fusion gegeben.

Vmax All Flash in zwei Varianten

Das EMC-Flaggschiff unter den Speichersystemen, Vmax, wurde grundlegend überarbeitet und ab sofort auch um zwei All-Flash-Arrays ergänzt. Damit steht erstmals eine All-Flash-Plattform zur Verfügung, die nicht nur die Midrange-Welt rund um das System i, sondern auch Block- und File-Storage, Open-Systems und Mainframes nativ unterstützt. Dabei sollen innovative Technologien wie Write-Folding die Lebensdauer der eingesetzten Flash-Medien verlängern.

Vmax All Flash wird in den beiden Modellvarianten 450 und 850 angeboten, mit zwei bzw. vier Petabyte pro System und den jeweils selben Performance- und Managementeigenschaften wie die bisherigen Vmax-Systeme. Beide Modelle unterstützen ein breites System- und Anwendungsspektrum, neben IBM i auch Vmware, Oracle, Microsoft oder  Open Stack. Auch im „Software Defined“-Data-Center sind die Modelle nutzbar; dazu gibt es Restful-APIs, die eine Integration in verschiedene Management- und Orchestrierungsplattformen erleichtern sollen. Für den Anschluss des System i an seine Speicher hat EMC seit 2006 die notwendigen Technologien beim Partner IBM lizenziert.

Noch in diesem Jahr will EMC ein Echtzeit-Kompressionsfeature nachliefern, das die Kapazitätsausnutzung verbessert. Sämtliche Vmax-Datenservices seien auch mit der Flash-Lösung nutzbar, verspricht der Hersteller. Darüber hinaus vereinfache das Appliance-ähnliche Konzept des Hardware/Software-Paketes das Speichermanagement im Rechenzentrum und senke so die Betriebskosten.

Scale-Out-Architektur

Das Speichersystem wurde für Rechenzentren entworfen und basiert auf einer Scale-Out-Architektur. Laut Reimund Willig, CTO von EMC Deutschland, kann es mehrere Millionen I/O-Operationen pro Sekunde für Lese- und Schreib-Workloads verarbeiten – und dies bei einer konstanten Latenz im Sub-Millisekunden-Bereich. Das Modell 450 soll demnach 1,5 Mio. IOPS erreichen, das Modell 850 mit 4 Mio. IOPS mehr als die doppelte Leistung. Die Latenz beziffert Willig mit weniger als 500 Mikrosekunden, die Bandbreite mit 150 Gigabit pro Sekunde.

Die modulare V-Brick-Architektur sorgt laut Willig auf einfache Weise für eine mehrdimensionale Skalierbarkeit von Ports und Speicherkapazität: Jeder V-Brick-Baustein enthält eine Vmax-Engine, die bei 53 Terabyte Nutzkapazität startet und in 13-Terabyte-Schritten bis auf 500 Terabyte skalierbar ist. Das Modell 450 lässt sich mit maximal vier, das Modell 850 mit bis zu acht V-Brick-Bausteinen konfigurieren.

Beide Modellreihen sind in den Varianten F und FX erhältlich. Die Basisvariante F umfasst u.a. „Thin Provisioning“, die eingebettete Speichermanagement-Software Unisphere, „Virtual Volumes“ (VVOL) sowie das Feature SnapVX und die Datensicherungssoftware Appsync für Copy-Data-Management (CDM).

Native Datenservices

Für Unternehmen mit höherem Bedarf an nativen Datenservices empfiehlt sich die zweite Variante FX, u.a. mit der kompletten SRDF-Suite (remote Replikation), die Controller-gesteuerte Data-at-Rest-Verschlüsselung (D@RE), Vipr (für automatischen Einsatz, Management und Monitoring von Software-Defined-Storage, entweder per Controller oder per Storage-Resource-Management) sowie eine Cloud-Array-Software als Link zu Cloud-Speicherdiensten für nicht-kritische Daten.

Für eine direkte Datensicherung auf das ebenfalls mit IBM i nutzbare Backup-System Data Domain können Anwender zudem die EMC-Software Protect Point mit jeder beliebigen Konfiguration von Vmax All Flash einsetzen; damit wiill der Hersteller traditionelle Backup-Infrastrukturen überflüssig machen.

Die neue Storage-Appliance DSSD D5

Die völlig neue Storage-Appliance DSSD D5, ein Resultat der Übernahme des Startups DSSD im Jahr 2014, adressiert mit ihrer Speicherarchitektur datenintensive Anwendungen, wie etwa Hadoop oder komplexe Echtzeit-Anwendungen, Simulationen und Analysen zur Fraud-Detection bei Kreditkarten. Der Durchsatz der Highend-Lösung soll 100 Gigabit pro Sekunde erreichen, Zugriffsgeschwindigkeiten 100 Mio. IOPS.

In die auf fünf Höheneinheiten aufgebaute Einheit passen 36 Flash-Module mit zusammen 155 Terabyte Bruttokapazität, was laut Hersteller 100 Terabyte Nutzkapazität entspricht. Mit insgesamt 96 PCIe-Gen3-Anschlüssen für Server (48 davon als Dual-Ports) und mit der treiberlosen Technologie „Non-Volatile Memory Express“ (NVMe) sorgt EMC für den Anwendungszugriff auf die D5-Speicherknoten. Neben redundanter Server-Anbindung bietet DSSD D5 weitere Hochverfügbarkeitsfeatures, etwa doppelte High-Availability-Controller, redundante Komponenten und die Technologie Cubic-RAID zur Verbesserung der Flash-Zuverlässigkeit.

www.emc2.de

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