IBM will 2024 die Wartung für Power8-basierte Server beenden

EoS für Power8 terminiert

Die Power10-Familie ist inzwischen in vollem Umfang verfügbar. Daher kann es nicht überraschen, dass IBM sich anschickt, nach dem Verkauf auch den Support für die 2014 lancierten Power8-Systeme weitgehend einzustellen. Wurden die Verkäufe bereits vor einem Jahr eingestellt, sollen die Wartungsdienste im Jahr 2024 enden.

Das IBM Power System S824

Am 31. März 2024 läuft u.a. die Wartung für das System S824 (Foto) aus, EoS für das Einstiegsmodell S814 folgt am 31. Mai 2024.

IBM hat den Modellwechsel bei den Power-Systemen klar definiert: Alle zwei bis vier Jahre gibt es eine neue Version des Betriebssystems, das die beiden jüngsten Prozessoren der Power-Familie unterstützt. Das aktuelle IBM i 7.5 unterstützt demnach Power9- und Power10-Systeme, für die seit dem Sommer auch die Scale-Out- und Midrange-Systeme verfügbar sind. Demnach ist es logisch, das die älteren Servermodelle langsam ausgemustert werden. Das gilt auch für die Power8-Maschinen, für die am 15. November die „End of Service“- oder EoS-Ankündigung 922-117 für das Jahr 2024 erfolgt ist.

Statt ein Datum festzulegen, an dem alle Wartungsverträge und der Support für alle Maschinen auf einmal auslaufen, gibt es nun drei verschiedene Termine, an denen die Wartung für bestimmte Gruppen von Systemen ausläuft:

  • Am 31. März 2024 läuft die Wartung für die Systeme S812LC, S822, S822L, 822LC (Modell 8335-GTA), S824, S824L und alle Varianten des Pure-Application-Systems W3700 aus.

  • Am 31. Mai 2024 folgt das Ende der Wartung für die Systeme S812L, S814 und S822LC (Modell 8335-GCA).

  • Am 31. Oktober 2024 die Wartung für die Server S821LC, S822LC für Big Data, S822LC für HPC, E850C, E870, E870C, E880 und E880C aus.

Es gibt Bedingungen, unter denen IBM eine begrenzte Hardware-Wartung für Power8-Maschinen anbietet. Sofern verfügbar, erhalten die Kunden für ausgewählte Maschinentypen weiterhin einen eingeschränkten Hardware-Wartungsservice, wie im Abschnitt "Withdrawel" ihrer Vertragsbedingungen beschrieben.

Klar und deutlich empfiehlt IBM den Kunden, auf Power10-Maschinen umzusteigen – und bietet für jede der aus der Wartung laufenden Maschinen Ersatzoptionen an. Das ist natürlich hilfreich, aber manche Kunden werden entweder auf die Wartung verzichten oder die Wartung eines Drittanbieters in Anspruch nehmen statt auf neue Power10-Maschinen aufzurüsten. Längst nicht immer der Wechsel zu IBM i 7.4 oder IBM i 7.5 eine Option, das für die Power10-Hardware Pflicht ist. Manche Unternehmen sitzen auf IBM i 7.1 fest, weil sie Hard- oder Software nutzen, die neuere Releases des Betriebssystems nicht unterstützt. Andere sind noch auf Power7 oder ältere Maschinen mit IBM i 6.1 angewiesen.

Bildquelle: IBM

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