Japanischer Konzern setzt auf Tintenstrahler und Nachhaltigkeit

Epsons Abschied vom Laserdrucker

Parallel zur Markteinführung neuer Inkjet-Drucker der AM-C-Reihe gab Epson jetzt die Entscheidung bekannt, sein Portfolio an Bürodrucksystemen vollständig auf Tintenstrahldruck umzustellen und den Vertrieb von Laserdruckern bis 2025 weltweit einzustellen. Die drei neuen Tintenstrahler AM-C4000/5000/6000 sind ab 2023 im qualifizierten Handel verfügbar.

  • Die Tinte Durabrite Pro wurde für den Druck auf Normalpapier entwickelt und ist speziell gedacht für den Einsatz in Büros. Die Tinte, die besonders schnell trocknen und für plane Drucke ohne Wellen sorgen soll, dringt fest in die Fasern des Papiers ein, was wichtige Dokumente vor Manipulationen schützt.

  • Epsons neue Midrange-Drucker auf Inkjet-Basis kommen Anfang nächsten Jahres in den Fachhandel.

Die drei neuen Midrange-Drucker Workforce Enterprise AM-C4000, AM-C5000 und AM-C6000 vervollständigen das DIN-A3-Portfolio des Herstellers. Sie erreichen mit ihren seitenbreiten Druckköpfen Geschwindigkeiten von 40, 50 bzw. 60 Seiten pro Minute und schließen damit die Lücke im A3-Portfolio der Business-Inkjets mit Heat-Free-Technologie des Herstellers so, dass es nun für jede Geschwindigkeitsklasse Geräte mit nachhaltiger Drucktechnologie gibt.

„Die kompakten Abmessungen der neuen Geräte und ihr geringes Gewicht tragen zusätzlich auch zur Einsparung von Ressourcen bei Produktion und Versand ein“, sagt Pressesprecher Ottmar Korbmacher. „Auch wird durch ihre kleine Stellfläche im Büro Platz frei.“ Weil die „ergiebigen Tintenpatronen“ den Materialverbrauch weiter reduzieren, müsse weniger Verbrauchsmaterial geliefert und gelagert werden. In diesen Tintenstrahldruckern seien außerdem im Vergleich zu Lasergeräten weniger bewegliche Teile und Verschleißteile verbaut, die während der Nutzungsdauer des Geräts ausfallen bzw. ausgewechselt werden müssen. Das erhöhe die Zuverlässigkeit und verringere den Wartungsbedarf. Weil gegenüber Lasergeräten auch den Stromverbrauch deutlich sinke, erhalten Unternehmen damit die Möglichkeit, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele schneller zu erreichen.

Schon vor zehn Jahren machte Henning Ohlsson, Geschäftsführer der Epson Deutschland GmbH, im Interview mit unserer Schwesterzeitschrift IT-Director die prinzipiellen Vorteile des Tintenstrahldrucks deutlich. Die jetzige Entscheidung des Unternehmens, sein Portfolio an Bürodrucksystemen vollständig darauf umzustellen, wird damit begründet, dass Tinte die nachhaltigere Drucktechnologie sei. Dies liege an der unterschiedlichen Funktionsweise der Technologien. Laserdrucker brauche zur Fixierung des Toners auf dem Papier viel Wärme, während Tintenstrahldrucker ohne diese auskomme. Das bedeute sofort auch einen entsprechend geringeren Strombedarf.

Diese Entscheidung folgt rund ein Jahr nach der Ankündigung des Konzerns, knapp 800 Mio. Euro in nachhaltige Technologien zu investieren. Leichter gefallen sein dürfte diese Entscheidung aber auch wegen der Tatsache, dass Epson die Tintenstrahl-Technologie komplett selbst entwickelt und daher eine höhere Wertschöpfung erzielt als bei den Laserdruckern, deren Print-Engine auf dem OEM-Markt eingekauft wird.

Bildquelle: Epson

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