Der Großhändler Uni Elektro erneuert seine E-Commerce-Plattform

Erfolgreicher Relaunch

Rundum neu und gewappnet für die Zukunft – das ist der Anfang 2015 in Betrieb genommene Onlineshop des Eschborner Großhändlers Uni Elektro. Die Technik dahinter liefert die E-Commerce-Plattform Sellsite von Scireum. Der Relaunch hat sich gelohnt: Schon ein halbes Jahr danach lag der Onlineumsatz 68 Prozent über dem des Vorjahres.

Im Elektrogroßhandel wird das Geschäft zunehmend zum „E-Commerce“: Immer mehr Artikel werden online bestellt – und die Ansprüche der Kunden steigen ständig. Deshalb muss ein Großhändler hier nicht nur gut aufgestellt sein, sondern sich auch kontinuierlich weiterentwickeln.

Dazu ist ein leistungsfähiger Onlineshop nötig, weiß Steve Klempin, Leiter E-Business bei Uni Elektro: „Wir hatten eine sehr konkrete Vorstellung davon, was der neue Onlineshop leisten muss.“ Klempin hat diese Herausforderung gemeistert und die hoch gesteckten Ziele erreicht – sowohl bei Technik, Workflows und Design als auch bei der Skalierbarkeit.

Sellsite als Basis

Die Basis der neuen Lösung ist Sellsite des süddeutschen Softwarehauses Scireum mit Sitz in Remshalden. Die Einführung der Plattform mit all ihren Features und dem neuem Design war laut Klempin auch deshalb eine besondere Herausforderung, weil das Projekt nicht nur zügig über die Bühne gehen sollte, sondern weil es auch darum ging, „hochkomplexe Vorgänge aus dem Elektrogroßhandel abzubilden und an vielen Stellen auch maßgeblich zu verbessern. Das funktioniert nur, wenn Erfahrungswerte vorhanden sind, die Technik flexibel ist und der Dienstleister schnell reagiert.”

Eine Anforderung war die termingerechte Umsetzung des Projekts in kurzer Zeit: Projektbeginn war Anfang 2014, als ein erster Prototyp aufgesetzt wurde. Nach sechs Monaten stand ein Betasystem bereit – und pünktlich zur Hausmesse im September 2014 folgte der Softlaunch. Dank der hohen Nutzer­akzeptanz konnte das Altsystem bereits im Januar 2015 abgeschaltet und durch das neue System abgelöst werden. Zwischen Startschuss und Aufnahme des Produktivbetriebs lagen also nur rund zwölf Monate – eine für ein Projekt dieser Größenordnung bemerkenswert kurze Zeitspanne, wie Steve Klempin findet.

„Customer Self Services“

Auch wenn Sellsite bereits im Standard viele wichtige Features zur Verfügung stellt, ist bei Uni Elektro eine kontinuier­liche kundenspezifische Weiterentwicklung notwendig. Dazu hat sich als Best-Practice herauskristallisiert, Fehler und Neuentwicklungen in kleine Pakete zu schnüren um diese Schritt um Schritt abzuarbeiten. Dabei hilft es laut Martin Königshausen, Projektleiter E-Commerce bei Uni Elektro, dass bei Sellsite „Anpassungen an individuelle Anforderungen schnell und ohne großen Aufwand möglich” sind.

Zu den wichtigsten Sellsite-Features, die bei Uni Elektro genutzt werden, gehört die Echtzeitanbindung an das zentrale SAP-System des Großhändlers. So kann der E-Commerce in bestehende Workflows eingebunden werden, beispielsweise bei der Integration von Auftrags– und Angebots­status. Die Artikel werden mit Echtpreisen und realer Verfügbarkeit angezeigt. Will man den Shop nutzen, werden Nutzer­logins sowie die Berechtigungen mit den Daten aus dem SAP-­System abgeglichen.

Ebenso wichtig als Feature sind die „Customer Self Services“, um Sellsite auch als Informationsplattform zu nutzen. Damit wird den Usern zum Beispiel der Zugriff auf den Status von Angeboten, Bestellungen sowie Gut-/Lastschriften ermöglicht. Außerdem gibt es die Möglichkeit, bei den Artikeln Alternativ-, Crossselling- und Nachfolgeprodukte anzuzeigen und zu verlinken, was die Beratung des Kunden verbessert. Zudem unterstützt eine intelligente Suchtechnologie den Nutzer dabei, schnell und einfach den gewünschten Artikel zu finden.

Oxomi-Schnittstelle liefert Marketingmaterial

Zu den seither erfolgten Weiter­entwicklungen gehört zum Beispiel die Einbindung der damals noch brandneuen Version des Portals Oxomi, das Scireum im Oktober 2015 auf den Markt gebracht hat. Damals war Uni Elektro von Anfang an ganz vorne mit dabei, um seinen Kunden im Online-Shop deutlich mehr Informationen über die Produkte zur Verfügung zu stellen.

Über die Oxomi-Schnittstelle kann sowohl im Online-Shop wie auch in der Warenwirtschaft zu den Artikeln das passende Marketingmaterial ihrer Hersteller automatisiert angezeigt werden. So finden zusätzlich zu den bisher über Oxomi weitergegebenen PDF-Dokumenten (Kataloge, Prospekte, etc.) auch Bilder, Videos, Langtexte und weitere artikelbezogene Daten ihren Weg auf die Bildschirme der Kunden und Mitarbeiter. Dazu muss der Hersteller lediglich seine Daten in Oxomi integrieren und die Partner­schaft zur Uni Elektro bestätigen.

Davon profitieren letztlich alle Beteiligten: auf Abruf jederzeit verfügbare hochqualitative Herstellerdaten verbessern den Kundenservice des Händlers, ohne dass er dafür großen Aufwand betreiben müsste. Der Hersteller hingegen erhöht auf simple Art und Weise die Reichweite seines mühevoll erstellten Marketingmaterials deutlich. Und der Kunde sieht sich am Ende der Kette bestens informiert bei der Kaufentscheidung.

„Wer Top-Kundenservice leisten möchte, muss heutzutage beim Thema E-Commerce nicht nur Schritt halten, sondern vorangehen“, betont Klempin. „Genau das ermöglicht die neue Oxomi-Version – dementsprechend schnell waren wir dabei, die neuen Funktionen bei uns umzusetzen.“

Bildquelle: Thinkstock / iStock

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