Carbonite nun auch mit Backup und Recovery für IBM i

Ergänzung zum Tape, Alternative zum Mirroring

Mit der Übernahme der früheren Seagate-Tochter Evault hat Carbonite sein Portfolio an „Disaster Recovery“-Lösungen deutlich ausgebaut und spricht jetzt auch Unternehmen mit mehreren Standorten sowie Managed-Services-Provider an. Wichtiger neuer Bestandteil des Angebots von Carbonite sind dabei Lösungen für das IBM-System i, die von Evault seit der Gründung im Jahr 1997 vermarktet werden.

Thomas Kasper, Executive Director DACH von Carbonite, hat mit Evault die IBM-Welt im Blick und plant daher den weiteren Ausbau des Vertriebskanals für diese Zielgruppe.

Evault Agent für IBM i, so der Name der Software, unterstützt in der aktuellen Version 6.21 nicht nur die aktuelleren Betriebssystem-Releases IBM i 7.2, v7.1 und 6.1, sondern auch noch die Releases v5r4 und v5r3 aus OS/400-Tagen. Mit der Anwendung lassen sich beliebige Daten – seien es Systemdaten, native Objekte, DB2-Datenbanken oder Dateien aus dem integrierten Filesystem (IFS) – sichern und gegebenenfalls wiederherstellen.

Carbonite positioniert die Lösung als Ergänzung zum Tape und als Alternative zur Anschaffung eines Spiegelsystems. Die Bedienoberfläche des Agenten ist im Design an die vertraute IBM-Oberfläche angelegt. Möglich ist der Einsatz als reine SaaS-Lösung in der „Private Cloud“, die On-Premise-Nutzung oder ein hybrides Vorgehen mit einer Kombination beider Ansätze. Dies immer mit einer durchgehenden Datenverschlüsselung bei Übertragung und Speicherung der Daten in ein Rechenzentrum. Ergänzen lässt sich die Software um eine Appliance zur internen Sicherung der Daten.

Aufgrund der Bedeutung des IBM-System i in der DACH-Region plant Carbonite momentan den weiteren Ausbau des Partnerkanals für dieses Segment. Gleichzeitig wird das Partnerprogramm von Evault unverändert weitergeführt, so dass es für bestehende Partner keinen Bruch in der Zusammenarbeit gibt. Neben IBM i unterstützt Evault auch Microsoft und Oracle, Linux, AIX sowie verschiedene weitere Unix-Derivate und Vmware.

Kompression und Deduplizierung

Insgesamt sind die Lösungen von EVault momentan bei 45.000 Unternehmenskunden im Einsatz. Sie verfügen laut Carbonite-Manager Thomas Kasper über einige technische Vorzüge. Von besonderer Bedeutung sei die patentierte Technologie Deltapro; sie sorge durch eine Verbindung von Kompression und Deduplizierung dafür, dass der zur Datensicherung erforderliche Speicherplatzbedarf im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen um bis zu 90 Prozent reduziert wird.

Technisch liegt dem ein Backup auf Block-Ebene zugrunde, bei dem alle Dateien in Blöcke von 32 KB geteilt werden. Jeder Block erhält dann einen eigenen Hash-Wert, durch den dieser exakt beschrieben wird. Bei nachfolgenden Backups werden die Hash-Werte jedes einzelnen Blocks überprüft. Und nur dann, wenn es eine Veränderung im Hash-Value gibt, wird von einem Block eine neue Sicherung angelegt. Dies bedeutet, dass nur einzelne Blöcke gesichert werden und nicht zwangsläufig ganze Dateien. Das reduziert neben dem erforderlichen Speicherplatz auch Backup-Zeiten und Bandbreitenanforderungen bei der Datenübertragung in ein Rechenzentrum.

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