Jacques Diaz löst im April Diana Coso ab

Erneuter Wechsel in der Axians-Führung

Axians, die IT-Tochter des französischen Mischkonzerns Vinci, hat Deutschlandchefin Diana Coso abgelöst. Bis ihr designierter Nachfolger Jacques Diaz Anfang April sein Amt als CEO von Axians Deutschland antritt, übernimmt sein künftiger Chef Reinhard Schlemmer, Deputy Managing Director bei Vinci Energies Europe, Cosos Aufgaben.

  • Jacques Diaz, Axians

    Jacques Diaz wird neuer Deutschlandchef bei Axians.

  • Diana Coso, Axians

    Vorgängerin Diana Coso hat sich nach Firmenangaben entschieden, „eine Aufgabe außerhalb der Gruppe anzunehmen“.

Diaz, der über viel Führungserfahrung im Systemhausgeschäft verfügt, wird am 1. April CEO von Axians Deutschland, dem Nachfolge-Unternehmen des Ulmer Systemhauses Fritz & Macziol. Zuletzt war der Diplom-Informatiker als Geschäftsführer bei Cancom für das gesamte Cloud- und Managed-Services-Geschäft verantwortlich. Vinci hatte Fritz & Macziol im Sommer 2014 vom insolventen Baukonzern Imtech erworben und dann in das eigene Portfolio eingegliedert.

Ganzheitlicher Lösungs- und Digitalansatz

Bei Axians soll Diaz das traditionelle Infrastrukturgeschäft enger als bisher mit einem ganzheitlichen Lösungs- und Digitalansatz verzahnen und das Gesamtgeschäft ausbauen. Während 2017 die Mitarbeiterzahl von 1.700 auf 1.850 Beschäftigte an 25 Standorten in Deutschland anstieg, konnte zugleich der Jahresgewinn gesteigert werden. Zum Umsatz, 520 Mio. Euro im Jahr 2016, wurde keine Angabe gemacht, was den Verdacht nahelegt, das Cosos Demission nach nicht einmal einem Jahr an der Axians-Spitze hier ihre Ursache hat. Zumal es in der Presseinformation explizit heißt: „Die Erweiterung des Axians-Angebotsspektrums soll 2018 durch externes Wachstum und die gezielte Übernahme von Firmen erreicht werden.“

„Nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 wird Axians als digitaler Innovationstreiber von Vinci Energies in Deutschland einen weiteren Wachstumsschritt gehen“, doppelt Schlemmer in der Presseinformation nach. „Dafür haben wir mit Jacques Diaz einen äußerst erfahrenen Manager und Marktkenner für die Geschäftsführung gewonnen. Aufgrund seiner langjährigen, vielfältigen Verdienste im IT-Services- und Cloud-Umfeld sind wir sicher, dass er den Wandel vom klassischen Transaktionsgeschäft hin zum kundenorientierten Integrations- und Lösungsfokus voranbringen wird. Er ist eine Führungspersönlichkeit, die besondere Kompetenzen und Werte für das digitale Zeitalter mitbringt.“

Weiterentwicklung der Managementstruktur

Der Führungswechsel erfolgt parallel zur Weiterentwicklung der Managementstruktur bei Axians; Coso habe sich entschieden, eine Aufgabe außerhalb der Gruppe anzunehmen. Bis 1. April übernimmt Schlemmer interimistisch ihre Aufgaben. „Diana Coso hat in den letzten zwölf Monaten viel bei Axians bewegt. Wir bedanken uns für ihren herausragenden Einsatz und wünschen ihr für ihren weiteren Weg alles Gute.“ Schlemmer war übrigens auch schon Cosos Vorgänger, denn auch nach der völlig überraschenden Trennung von den beiden Geschäftsführern Oliver Schallhorn und Stephan Pawlowski hatte er bis zu ihrer Berufung im April 2017 interimistisch die Axians-Geschäfte geführt.

Schlemmer betont in der Presseinformation ausdrücklich den eingeschlagenen Wachstumskurs, der sich auch am Beispiel der Ulmer Zentrale manifestieren lasse: Im Frühjahr 2018 soll hier mit dem Ausbau der Büroflächen begonnen werden. Bis 2019 ist ein Wachstum um 3.000 m2 geplant. 2017 sei bereits die Struktur für neue Geschäftspotenziale innerhalb des Vinci-Netzwerks und für künftiges Wachstum geschaffen worden. Durch die Verknüpfung von Kompetenzen und Expertenwissen mit Eigenmarken wie Actemium (Industrie) und Omexom (Energieinfrastrukturen) könne Axians seinen Kunden ein branchenorientiertes Portfolio aus IT-Lösungen für die digitale Transformation anbieten. So realisieren Axians und Actemium zum Beispiel zusammen mit dem Roboter- und Automatisierungsspezialisten Kuka „Industrial Internet of Things“-Applikationen. Auch der Wachstumsmarkt Smart City werde im Verbund des Vinci-Netzwerks immer stärker abgedeckt.

Bildquelle: Privat / Axians

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