ams Group meldet Umsatzwachstum von 9,3 Prozent

ERP-Hersteller wächst überdurchschnittlich

Die Unternehmen der Kaarster ams Group, die auf die Prozessberatung und ERP-Systeme für Mittelständler aus der Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigung spezialisiert sind, haben ihren Gesamtumsatz 2023 auf knapp 33,6 Mio. Euro gesteigert, was einem Wachstum von 9,3 Prozent entspricht.

ams-Vorstand Simone Schiffgens

Laut Vorstand Simone Schiffgens wird das Familienunternehmen ams Group weiterhin ohne Investorenbeteiligung und Fremdkapital als als unabhängiger ERP-Anbieter agieren.

Grundlage für dieses überdurchschnittliche Ergebnis sind laut der Vorstandsvorsitzenden Simone Schiffgens hochmotivierte Mitarbeitende mit der entsprechenden Expertise; so konnten in den Segmenten Entwicklung und Beratung insgesamt 21 Talente hinzugewonnen werden. Zum anderen sei die Personalfluktuation mehr als halbiert worden – sie sank von 9,7 auf 4,7 Prozent. Auf diese Weise bleibt das erworbene Know-how im Unternehmen und kann an neu hinzugewonnene Mitarbeiter weitergegeben werden. Zugleich zeige diese Entwicklung, dass es gelinge, dem demographischen Wandel und dem bereits zu beobachtenden Fachkräftemangel durch strategische Entscheidungen effektiv entgegenzuwirken.

Die Zahl der Beschäftigten erreichte laut Schiffgens im vergangenen Jahr erstmals den Stand von 250. Dies bedeutet eine Verdopplung im Vergleich zu 2013 und einen Anstieg von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das angestrebte kontinuierliche und organische Wachstum konnte somit auf allen Ebenen fortgesetzt werden.

Unter den 20 Neukunden im Jahr 2023 sind die Ladenbauspezialisten von Münch + Münch aus Frankfurt oder der international agierende Verpackungsmaschinenhersteller Theegarten-Pactec aus Dresden. Diese Neukunden trugen unter anderem zu einem Zuwachs bei den Eigenlizenzen von 14 Prozent bei, wodurch der in diesem Bereich erzielte Umsatz auf 4,9 Mio. Euro kletterte. Bei der Fremdsoftware betrug das Umsatzwachstum über die gesamte Gruppe hinweg sogar 23 Prozent bei einem Umsatz von 2,1 Mio. Euro.

Simone Schiffgens wertete die Geschäftszahlen als Beweis dafür, dass es weiterhin möglich sein wird, ohne Investorenbeteiligung und Fremdkapital als unabhängiger ERP-Anbieter erfolgreich im Umfeld der Losgröße 1+ agieren zu können. „Dass wir in Deutschland als der größten Landesgesellschaft im zweistelligen Prozentbereich und in Österreich gar um 23 Prozent wachsen konnten, gibt unseren Kunden und Mitarbeitenden Sicherheit mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens“, bekräftigte die Vorstandsvorsitzende.

Schiffgens will mit dem Gesamtvorstand die Rahmenbedingungen schaffen, „die es erlauben, dass alle Mitarbeitenden ihre Fähigkeiten und Kompetenzen bestmöglich einbringen können.“ Dazu zählen in ihren Augen zum einen die Möglichkeiten des individuellen Lernens sowie der persönlichen und beruflichen Weiterbildung. Zum anderen sei das Modell des mobilen Arbeitens inzwischen fest im Unternehmen etabliert. Die u.a. durch diese Maßnahmen hervorgerufene hohe Leistungsbereitschaft der Belegschaftsangehörigen honorierte die Unternehmensleitung durch die Auszahlung von Inflationsprämien und individuellen sowie allgemeinen Gehaltserhöhungen.

Bei der Weiterentwicklung der Multiprojektmanagement-Software ams.erp greifen die ams-Verantwortlichen neben dem im Hause verfügbaren Wissen auch auf externe Spezialisten zurück. So konnte 2023 ein groß angelegtes Forschungsprojekt mit der Technischen Universität München unter Leitung von Professor Klaus Bengler erfolgreich abgeschlossen werden. In dem Projekt ging es auf der einen Seite um die grundlegende Verbesserung der „User Experience“ und Software-Usability unter Berücksichtigung anwenderorientierter und ergonomischer Aspekte, auf der anderen Seite um die Ausweitung der Integrationsfähigkeit des Systems dank moderner User-Interfaces.

Um regional noch näher an den Kunden zu sein und die Präsenz im Markt abermals zu erhöhen, ist zusätzlich zu den Geschäftsstellen die Implementierung fester „Treffpunkte“ geplant. Ein erster wurde bereits in Jena eröffnet, ein weiterer ist im Siegerland in Planung.

Übergeordnet nimmt das vom Miteigentümer der ams.Solution AG, Schiffgens Vater Manfred Deues, gegründete „ife – Netzwerk für Einzelfertiger“ eine wichtige Rolle als Innovationstreiber im Umfeld der Losgröße 1+ ein. In Kooperation mit dem Medienportal „Die Deutsche Wirtschaft“ werden zukunftsrelevante Themen mit Fokus auf Digitalisierung, Automatisierung und Künstliche Intelligenz sowie technologische Weiterentwicklungen rund um Nachhaltigkeit oder CO2-Verringerung vorangetrieben und der intensive Austausch marktführender Unikatfertiger gefördert. Eine Möglichkeit zum branchenweiten Wissenstransfer bietet sich auf dem vom ife ausgerichteten Kongress für Einzelfertiger am 10. und 11. April in Düsseldorf.

Bildquelle: ams.Solution AG

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