SAP AG erweitert Cloud-Angebot

ERP zur Miete

Die SAP AG erweitert ihr Cloud-Angebot, denn das ERP-System Business Suite kann nun über die Hana Enterprise Cloud auch gemietet werden. Darüber hinaus wollen die Walldorfer weltweit neue Rechenzentren einrichten und ihre Migrationsservices erweitern, um den Kunden den Umstieg auf die Cloud zu erleichtern.

Arbeitet mit Ökostrom: Das Cloud-Rechenzentrum der SAP in St. Leon-Rot

Mit den neuen Mietmodellen bekräftigte der scheidende SAP-Vorstand Dr. Vishal Sikka nicht nur das Bekenntnis zur Cloud, sondern verspricht den Kunden zugleich mehr Wahlmöglichkeiten und eine einfachere Implementierung von Hana. Die neuen Rechenzentren seien „speziell auf die Unterstützung unserer In-Memory-Lösungen ausgelegt und tragen wesentlich zur Vereinfachung der IT-Landschaften unserer Kunden bei“.

Kunden wie McLaren, Schaidt Innovations und Levi Strauss sind laut Sikka dabei, vom lokalen Softwarebetrieb auf eine Hybrid-Cloud oder eine komplette Cloud-Strategie umzusteigen. Sie wollen einerseits das Funktionsspektrum der ERP-Suite nutzen, aber zugleich auch von der Flexibilität, dem einfachen Software-Einsatz und der schnellen Umsetzung von Innovationen profitieren, die der Cloud-Betrieb ermöglicht.

Den neuen Mietservice will SAP sicher in regionalen Rechenzentren weltweit bereitstellen, für den Betrieb unternehmenskritischer SAP-Anwendungen in einer privaten Managed-Cloud-Umgebung. „Für kunden- und produktspezifische Konfigurationen können allerdings bestimmte Einschränkungen gelten“, heißt es in einer Presseinformation vom 8. April.

Verschiedene Migrationsservices

Mit verschiedenen Migrationsservices unterstützt SAP ihre Kunden bei einer Migration ihrer SAP-Anwendungen in die Hana Enterprise Cloud oder bei der Anbindung ihrer On-Premise-Anwendungen an andere Cloud-Anwendungen von SAP, einschließlich Success Factors und Ariba. Wartung, Support und Aktualisierung der migrierten Anwendungen erfolgen im Rahmen der bereits bestehenden Wartungsverträge der Kunden.

Derzeit betreibt SAP laut Sikka weltweit 16 Rechenzentren. Die neuen Einrichtungen sollen helfen, lokalen Anforderungen und Vorschriften gerecht zu werden und den Kunden so den ERP-Betrieb in der Cloud zu ermöglichen; zwei erste Rechenzentren für die Region Asien-Pazifik wurden bereits in Tokio und Osaka in Betrieb genommen. In jedem SAP-RZ kommen In-Memory-Server zum Einsatz, die speziell auf die Transaktionsverarbeitung ausgelegt sind und so „zu einer deutlichen Vereinfachung der IT-Landschaft der Kunden beitragen“.
SAP teilte außerdem mit, ab 2014 alle Rechenzentren und Bürogebäude zu 100 Prozent mit Ökostrom zu betreiben. Auch die Emissionen, die bisher bei Kunden durch den Betrieb von SAP-Software in deren Rechenzentren entstanden sind, sollen „durch die Verlagerung der Kundensysteme in die grüne Cloud der SAP wirkungsvoll neutralisiert“ werden, heißt es.

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