Österreichische Spedition Resch führt Standardsoftware Disponent go ein

Ersatz für individuelle TMS-Software

Die österreichische Spedition Resch, auf internationale Möbeltransporte spezialisiert, hat das seit AS/400-Zeiten eigens entwickelte Transportmanagementsystem (TMS) durch Disponent go von Weber Data Service abgelöst – und damit die eigenen Prozesse fast durchgängig digitalisiert.

Der Resch-Fuhrpark

Zum Resch-Fuhrpark gehören zehn Gliederzüge mit Wechselkoffer und ein Transporter für Kurierfahrten.

Gut organisiert, sauber und einheitlich: Diesen Eindruck vermitteln Fuhrpark und Gebäude der auf Möbeltransporte spezialisierten Resch GmbH. Am Wochenende präsentiert sich hier eine weiße Actros-Flotte vor der makellosen Fassade des Umschlaglagers mit daran angeschlossenen Büroräumen.

Aber auch bei näherem Hinsehen ist die österreichische Spedition sehr gut aufgestellt: Die Prozesse des inhabergeführten Unternehmens sind fast durchgehend digitalisiert, denn seit 2016 arbeitet man hier mit dem Transportmanagementsystem Disponent go von Weber Data Service.

Tipp vom Partnerspediteur

Die Resch GmbH hat sich auf den Umschlag und den Transport von Neumöbeln spezialisiert. Das im Jahr 2000 durch Karl Resch und Harald Hebesberger gegründete Unternehmen beschäftigt 25 Mitarbeiter und fungiert als Empfangs- und Verteilerspediteur für Österreich und angrenzende Länder. Der eigene Fuhrpark umfasst zehn Gliederzüge mit Wechselkoffer und einem Transporter für Kurierfahrten. Am Firmensitz im oberösterreichischen Oberwang betreibt die Resch GmbH ein Umschlaglager mit einer Fläche von 2.500 Quadratmetern.

„Der Tipp mit Weber Data Service kam damals von einem Partnerspediteur, der mit der Lösung gute Erfahrungen gemacht hat“, erinnert sich Hebesberger. „2015 waren wir auf der Suche nach einer zukunftssicheren und ausbaufähigen Lösung für unser Transportmanagement, die sich flexibel an unsere Bedürfnisse anpassen lässt.“ Bis dato arbeitete man mit einer individuell programmierten AS/400-Lösung, die sich kaum noch an die aktuellen Anforderungen anpassen ließ.

Hebesberger und sein Team wussten sehr genau, welche Eigenschaften das neue IT-System mitbringen musste. Das selbst erstellte Pflichtenheft wurde mit drei Angeboten verschiedener Softwarehäuser verglichen, wobei sich Disponent go als eindeutiger Favorit herausstellte. Weber Data Service konnte eine überzeugende Komplettlösung zu einem fairen Preis anbieten, die sich mit geringem Aufwand an die speziellen Bedürfnisse der Resch GmbH anpassen ließ.

Täglicher Zeitgewinn

Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem Datenkonverter bzw. Schnittstellen zu den IT-Systemen der größten Partnerspeditionen und weiterer Auftraggeber erstellt, so dass jetzt 70 Prozent der wöchentlich rund 1.000 Sendungen vollautomatisch per DFÜ an Disponent go übertragen werden.

„Auf diese Weise ersparen wir uns den größten Teil der manuellen Erfassung, was einem täglichen Zeitgewinn von mehreren Stunden entspricht“, erklärt Hebesberger. Für die übrigen 20 bis 30 Prozent der Aufträge generiert das TMS die mit Barcode versehenen Lieferscheine, nachdem die entsprechenden Daten manuell im System erfasst wurden.

Ein weiterer wesentlicher Einspareffekt ergibt sich durch die automatische Zuordnung der eingehenden Aufträge nach Postleitzahlgebieten sowie die Anzeige von Tonnage und Volumen pro Relation. „Wir können einzelne oder alle Aufträge von einer oder mehreren Relationen markieren und uns diese auf einer Landkarte anzeigen lassen“, sagt Firmenchef Hebesberger. Per Mausview lassen sich die Details zu einzelnen Aufträgen direkt auf der Karte abrufen. Auch die prozentuale Auslastung der jeweiligen Lkw wird übersichtlich angezeigt, wobei man die Wahl zwischen der Auslastung nach Stellplätzen oder Gewicht hat.

„An der Ergonomie und Benutzerführung merkt man, dass bei Weber Data Service fast ausschließlich Programmierer mit logistischem Fachwissen und Erfahrung aus der Disposition arbeiten“, stellt Hebesberger fest. Dieser Vorteil habe sich bei Resch in Form einer sehr kurzen Einarbeitungszeit der Mitarbeiter innerhalb weniger Tage ausgezahlt.

Alle denkbaren Tarife

Sobald die Fahrer von ihren bis zu dreitägigen Touren zurückkehren, werden die Ablieferbelege eingescannt und dabei in Disponent go automatisch den jeweiligen Touren zugeordnet. Sobald alle Ablieferbelege einer Tour komplett vorliegen, startet die Software die Fakturierung. Dabei kann sie mit weiteren Stärken auftrumpfen, denn mit der bewährten Speditionssoftware lassen sich alle denkbaren Tarifspielarten darstellen und hinterlegen.

Die Ablieferbelege können aber auch unabhängig von der Fakturierung jederzeit aufgerufen werden. Für ein schnelles Auffinden sorgt das integrierte Modul „E-Akte“. Damit können Anwender auf sämtliche Dokumente zugreifen, die zuvor mit dem TMS oder einem anderen System elektronisch bearbeitet wurden.

Jedes als relevant eingestufte Papier kann gescannt und einem oder mehreren Datensätzen in Disponent go zugeordnet werden. Alle elektronisch abgelegten Belege, Lieferscheine, Palettenscheine, Lieferquittungen, Wiegezettel oder Transportaufträge können anschließend schnell wieder aufgefunden werden.

Automatisch begrenzt

Während die E-Akte zum Standardumfang der TMS-Software zählt, musste sie für den automatisierten Versand der elektronischen Rechnungen erweitert werden. Die für Resch programmierte Sonderlösung kann das Datenvolumen der ausgehenden E-Mails automatisch begrenzen.

„Angesichts der bis zu 30 Ablieferbelege pro Tour würden viele Rechnungen das maximale Datenvolumen vom acht Megabyte übersteigen“, erklärt Hebesberger. Jetzt erkenne die Lösung, wenn ein zusätzlicher Anhang die Datengrenze überschreitet – und generiert automatisch eine zweite oder dritte Mail mit einer entsprechend markierten Betreffzeile.

Fazit: Insgesamt sorgt das TMS-System bei Resch für eine erhebliche Zeitersparnis, wobei dieser Effekt in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll. Potenzial bieten zum Beispiel ergänzende App-Lösungen, mit denen sich unter anderem die Fahrer-Kommunikation vereinfachen ließe. „Wir denken derzeit darüber nach, wie wir mit Hilfe der Apps unsere Prozesse noch weiter digitalisieren können“, sagt Hebesberger.

Bildquelle: Resch GmbH Internationale Möbeltransporte

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