Ginni Rometty beruft neuen Vertriebschef und kauft Green Hat

Erste Amtshandlungen der neuen IBM-Chefin

Am 1. Januar hat Virginia „Ginni“ Rometty als CEO und Präsidentin der IBM Sam Palmisano abgelöst, der Vorsitzender des Aufsichtsrates bleibt. Zu ihren ersten Amtshandlungen gehörten vergangene Woche einige Beförderungen und mit Green Hat ihr erster Firmenkauf.

  • Virginia „Ginni“ Rometty, IBM

    Vier Tage im Amt, hat Virginia „Ginni“ Rometty mit Green Hat ihre erste Übernahme unter Dach und Fach gebracht

  • Romettys Nachfolger an der Spitze des IBM-Vertriebs: Bruno di Leo, bisher General Manager "Growth Markets"

  • Bridget Van Kralingen, befördert zur Leiterin von IBM Global Business Services

Die wichtigsten Personalien: Als ihren Nachfolger an der Spitze des Vertriebs hat Rometty den Peruaner Bruno Di Leo benannt. Die Südafrikanerin Bridget Van Kralingen übernahm die Leitung der Service-Sparte von Frank Kern, der nach 35 Jahren IBM in den Ruhestand wechselt.

Der neue „Senior Vice President of Sales and Distribution“ Di Leo, der seit 1975 für IBM arbeitet, war zuvor sehr erfolgreich als General Manager des Geschäftes in Wachstumsmärkten. Die Leitung der Einheit „Growth Markets“, die ihren Sitz in Shanghai hat, übernahm von ihm der neue „Senior Vice President“ Jim Bramante, bisher Chef der IBM-Beratung in Nordamerika und früher auch schon verantwortlich für das IBM-Geschäft in Südwesteuropa. Seine Aufgabe: Bis 2015 sollen Wachstumsmärkte wie China, Russland, Brasilien oder Afrika, knapp dreißig Prozent zum Konzernumsatz beitragen. Aktuell sind es 23 Prozent.

Green Hat wird zu einem nicht genannten Preis übernommen und wird in die IBM-Sparte Rational integriert. Der Green Hat Tester hat bereits mehrere „Ready for IBM Rational Software“-Zertifikate erhalten, u.a. für das Zusammenspiel mit Rationals Quality Manager und der Entwicklungsumgebung Team Concert.

Die 1996 gegründete britische Firma Green Hat, über ein Büro in Frankfurt auch hierzulande aktiv, ist spezialisiert auf Software-Tests und Qualitätssicherung in der Cloud, so dass die IT-Abteilung keine eigene Testumgebung aufbauen und betreiben muss. Vielmehr lassen sich die Plattformen IBM Websphere, Tibco, Webmethods, Sonic MQ, Oracle Fusion, SAP (XI/PI, Bapi, RFC und Idocs) und Microsofts .Net in der Cloud simulieren.

Für Websphere-Umgebungen z.B. bietet Green Hat auch die Virtualisierung der ergänzenden IBM-Produkte für Integration, Messaging, BPM und Governance, inklusiv Websphere Message Broker, MQ (ab Version 5), Data Power, Websphere Integration Developer (WID) und Websphere Service Registry (WSSR).

Da IBM plant, bis 2015 rund 20 Mrd. Dollar in Firmenübernahmen zu investieren, dürfte Green Hat mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Romettys letzte Akquisition in diesem Jahr gewesen sein.

www.ibm.de

Vita Ginni Rometty

www.greenhat.com

Bildquelle: IBM

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