Messedauer wieder fünf Tage; Eintrittspreise halbiert

Erste Details zur Cebit 2019

Das Echo auf die Premiere der „neuen“ Cebit als „Business-Event für Digitalisierung“ war zwiespältig. Einig war man sich nur, dass Reformen nötig waren und auch weiter sind. Mit diesen Reformen macht die Deutsche Messe AG weiter. Die Cebit 2019 startet am 24. Juni, dauert bis zum 28. Juni (fünf volle Tage) und öffnet wieder ab 9 Uhr. Die Plattform d!tec entfällt. Und: Der Eintrittspreis wird deutlich gesenkt.

Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG

Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, will „die Cebit im Markt noch klarer als Europas führendes Digital-Event positionieren, das sich aus Messe, Konferenz und Festival zusammensetzt.“

„Die digitale Wirtschaft hat unseren Mut, die Cebit im Juni völlig neu zu erfinden, belohnt“, sagte Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, am Mittwoch in Hannover. Aussteller und Partner hätten ihn bestärkt, den Weg der Transformation „konsequent weiterzugehen“. Mit der „Verbindung von Business und Emotionen im Juni“ habe man laut Frese „den Grundstein für neues Wachstum gelegt“.

Mit Blick auf das kommende Jahr sagte Frese: „Wir werden die Cebit im Markt noch klarer als Europas führendes Digital-Event positionieren, das sich aus Messe, Konferenz und Festival zusammensetzt.“ Als Macher hatte er sich durchaus zufrieden mit der Premiere geäußert; es gab aber durchaus auch viel Kritik. So wurde prominent mehr Fokus auf das Business gefordert.

Den Business-Kern des Digital-Events akzentuieren

Freses Ziel ist es, die Themen der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft und den Business-Kern des Digital-Events noch stärker zu akzentuieren. „Die Cebit will IT-Profis und Digitalentscheidern aus Vertrieb, Marketing, Personal- und Finanzbereich Orientierung für die digitale Zukunft geben“, sagte Messe-Macher Frese. Sie führe „alle Akteure der Digitalisierung zusammen - etablierte Unternehmen, Mittelstand, Startups, IT-Profis, Digitalentscheider, Influencer, digitale Vordenker, Kreativwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien.“

Im kommenden Jahr wird die Cebit aus nur noch drei Plattformen bestehen: d!expo steht künftig für die Messe, d!talk bildet das Dach für das Konferenzprogramm und d!campus für den Festival-Teil. Bei der Premiere gab es noch eine vierte Plattform d!tec; dort sollte sich alles um Entwickler, Innovationen und Start-ups drehen.

Digitalisierung im Fokus

Thematisch soll die Messe 2019 die großen Trends der Digitalisierung in den Fokus rücken. „Es wird vor allem darum gehen, wie sich New-Work-Konzepte, Künstliche Intelligenz, Blockchain, Marketing- und Vertriebsautomatisierung und andere Trends schon jetzt ganz konkret in die Geschäftsprozesse jedes Unternehmens integrieren lassen“, sagte Frese. Gleichzeitig werden auch die Themen rund um Systemhäuser und den Fachhandel ausgebaut. Neu wird auch ein Schwerpunkt unter dem Titel „Digitized Services“ sein, um digitale Serviceplattformen und Veränderungen im Servicesektor vorzustellen – im Zusammenspiel von Technologien rund um KI, Blockchain, Data Analytics und Cybersecurity bei kundenzentrierten Services.

So werden Anwenderbranchen, die sich durch Digitalisierung stark verändern, im kommenden Jahren das Bild der neuen Cebit stärker prägen. „Wir haben 2018 mit starken Unternehmen aus der Anwenderbranche beim Thema ‚Future Mobility‘ einen Volltreffer gelandet. Dort wurden Konzepte gezeigt, wie die Zukunft der Mobilität als Service aussehen kann und welche Technologien und Anbieter hierbei eine zentrale Rolle spielen“, sagte Frese. Auf dieser Basis würden 2019 nun die digitale Transformation weiterer Bereiche, wie etwa der Versicherungs- und Gesundheitsbranche und auch dem öffentlichen Sektor aufgegriffen.

Volle Tage von Montag bis Freitag

Von 2019 an wird die Messe fünf volle Tagen dauern; der vorangestellte lupenreine Kongressmontag hat sich offenbar nicht bewährt. „Aussteller und Partner wollen auch den Montag als echten Messetag mit ihren Kunden nutzen“, begründet Frese diesen Schritt. Zudem sei die Rückmeldung aus der Digitalbranche einhellig gewesen, die Messe wie früher schon um 9 Uhr für die Besucher zu öffnen. Die Messehallen sind dann bis 18.00 Uhr geöffnet, das Programm auf dem d!campus wird bis 22.00 Uhr laufen.

Der Verkauf von Tickets für Besucher hat bereits begonnen. Das Wochenticket kostet mit 100 Euro künftig soviel wie bisher das Tagesticket, dessen Preis auf 50 Euro halbiert wurde. Der Preis des Abendtickets (gültig schon ab 16 Uhr statt bisher 17 Uhr) wurde von 15 auf 25 Euro angehoben; 25 Euro kostet auch das Wochenticket für Studenten. Allerdings waren bisher immer reichlich kostenlose Eintrittskarten im Umlauf. Da stellt sich schon die Frage, wer noch 50 Euro in ein Tagesticket investiert.

Bildquelle: Deutsche Messe AG

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