CEO Hannes Ametsreiter schlägt Reinvestitions-Programm für schnellen 5G-Ausbau vor

Erster 5G-Anruf Deutschlands bei Vodafone

Kaum war die 5G-Auktion beendet, führte Vodafones CEO Hannes Ametsreiter all seiner Kritik zum Trotz bereits Deutschlands erstes 5G-Videotelefonat. Öffentlichkeitswirksam im echten 5G-Netz. An der ersten echten 5G-Station, die Vodafone in Betrieb genommen hat. Mit dem ersten echten 5G-Smartphone, einem Galaxy S10 5G von Samsung. Die notwendige Netztechnologie wurde gemeinsam mit Ericsson realisiert.

Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland

Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland, beim 5G-Video Call auf dem Parkdeck der Firmenzentrale in Düsseldorf: „Mit Lizenz-Geldern könnten wir die Funkloch-Debatte für immer beenden!“

5G ist jetzt. Vom Planen und Bieten geht es jetzt endlich ans Machen“, so Ametsreiter beim symbolischen Startschuss. Am anderen Ende der Leitung: Vodafones Technik-Chef Gerhard Mack. Sein Team hat den ersten 5G-Masten in Rekordzeit aktiviert. „Dafür haben wir hart gearbeitet. Ich bin stolz, dass wir bei 5G ganz vorne dabei sind“, so Mack. In Kürze solle der weitere 5G-Ausbau beginnen.

5G zunächst vor allem für die Industrie

„Wir glauben daran, dass Deutschland schnell eine starke Infrastruktur braucht. Zu Beginn bringen wir 5G vor allem in die Industrie. Also dorthin, wo bereits die ersten 5G-Innovationen bereitstehen. Außerdem bringen wir 5G als Ersatz für langsames DSL aufs Land“, so Ametsreiter weiter. „Bis 2021 wollen wir 5G mit den dafür nötigen Frequenzen für bis zu 20 Millionen Menschen in Deutschland verfügbar machen. Zugleich bringen wir LTE und unser Maschinennetz Narrowband IoT weiter in die Fläche. All das zu stemmen, wird eine immense Herausforderung. Deshalb brauchen wir in Deutschland endlich investitionsfreundliche Rahmenbedingungen.“

Damit der Mobilfunk-Ausbau in Deutschland schnell gelingt, fordert Ametsreiter jetzt eine investitionsfreundliche Politik. „Bei der Frequenz-Auktion wurden Milliarden investiert, die wir lieber in echte Mobilfunkmasten investiert hätten“, so Ametsreiter. „Noch können wir den entstandenen Schaden gemeinsam reparieren.“

Man habe offenbar nicht aus den Fehlern der sündhaft teuren UMTS-Auktion gelernt, konstatierte Ametsreiter. Nötig sei ein „echtes Reinvestitions-Programm, das die Branche gemeinsam mit der Politik ausarbeitet. Zum Beispiel ein 5G-Bündnis, bei dem die Netzbetreiber die Gelder, die in 5G-Frequenzen geflossen sind, in neue Mobilfunk-Stationen investieren können. Das wäre ein riesiger zusätzlicher Schub für den Netzausbau.“ Für die knapp 6,6 Mrd. Euro, die in die Lizenzen geflossen sind, könnten mehr als 50.000 neue Mobilfunk-Stationen gebaut werden. „Mit diesen Mitteln könnten wir die Funkloch-Debatte in Deutschland ein für alle Mal beenden“, so Ametsreiter.

Erste 5G-Projekte mit der Industrie starten

Vodafone startet im Live-Netz schon in Kürze erste 5G-Projekte mit der Industrie. Zu den ersten 5G-Partnern zählen unter anderem die Ego Mobile AG und Continental. „Industriehallen werden effizienter. Produktionsprozesse digitaler. Und Autos sicherer“, so Hannes Ametsreiter.

5G schneidert die verfügbaren Kapazitäten entsprechend der lokalen und individuellen Anforderungen auf Maß. Bandbreite und Volumen variieren zwischen den 5G-Masten. So können beispielsweise lokale Campus-Netze in der Industrie spezifisch angepasst werden. An ersten Standorten will Vodafone mit 5G noch in diesem Jahr Gigabit-Geschwindigkeiten nach Deutschland bringen. Die Reaktionszeiten (Latenz) an den 5G-Standorten verringern sich in der Spitze auf weniger als 10 Millisekunden.

Bildquelle: Vodafone

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