DRK-Blutspendedienst West renoviert das Change-Management

Es tat gar nicht weh

Der DRK-Blutspendedienst West setzt seit Jahren IBM i für das Blutbank-Anwendungssystem ein, inklusive des Change-Managementsystems „Turnover“. Wachsende Ansprüche, innerhalb betriebskritischer Einsatzszenarien noch flexibler auf Änderungsanforderungen zu reagieren, führten zum Entschluss, alternative Change-Managementsysteme zu evaluieren.

Blutspenden beim DRK

„Wir wollten ein Produkt, das unsere hohen Ansprüche aus technischer, kaufmännischer und prozessualer Sicht gleichermaßen erfüllt“, resümiert Nenad Ljubetić, Leiter IT und Organisation beim DRK-Blutspendedienst West, der 2002 durch den Zusammenschluss der Blutspendedienste in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz/Saarland entstanden ist. Als Einrichtung der DRK-Landesverbände Nordrhein, Westfalen-Lippe, Rheinland-Pfalz und Saarland ist er Teil des Deutschen Roten Kreuzes.

Mehrere Werkzeuge verschiedener Anbieter wurden ausgiebig getestet. Die Wahl fiel auf CM One der Dortmunder Task Force IT-Consulting GmbH. „Bei Task Force hatten wir von Anfang an das Gefühl, verstanden zu werden“, begründet Projektkoordinator Ingo Biebert die Entscheidung auch damit, dass Task Force schon viele Turnover-Installationen erfolgreich abgelöst habe. „Wir bekamen jederzeit die Unterstützung, die wir brauchten, um das Vorhaben zu realisieren.“

Reibungslose Umstellung

Nach nur einem Tag war die Anwendung in CM One laut Biebert eingerichtet und betriebsbereit; seit Januar arbeiten die Softwareentwickler damit. Die Umstellung sei reibungslos und ohne Ausfallzeiten verlaufen.

Auf Kundenwunsch neu entwickelt worden war der Import des Turnover-Quell-Archivs nach CM One, um durch die „geräuschlose Übernahme der Altdaten“ auch die bisherigen Projekte einfach fortführen und direkt auf vorhandene Quellstände zugreifen zu können.

Die Software-Entwickler des DRK-Blutspendedienstes West nutzen den Umstieg auf die RDi-Version CM One NG (Next Generation) auch dafür, um mit Hilfe der grafischen Vorzüge von Rational Developer for i (RDi) effizienter zu programmieren; die 5250-Emulation wird nur noch zum Testen der Anwendung verwendet.

Datenbankerweiterungen sind ebenfalls einfacher: bislang angefallene und wochenlange Vorbereitungen gehören der Vergangenheit an. So bleibt mehr Zeit, sich um Anliegen der Fachabteilungen zu kümmern. Über das interne Repository des Change-Managementsystems sind alle Objekte sowie alle Abhängigkeiten zwischen diesen bekannt, so dass klar ist, welche Objekte rekompiliert werden müssen, beispielsweise bei Tabellenerweiterungen. „Das erspart uns Kopfzerbrechen und vor allen Dingen viel Zeit“, erklärt Ralf Lüsebrink, der als Anwendungsentwickler maßgeblich an der Evaluierung und den Tests beteiligt war.

Datenbankerweiterungen bald mit Rapid Fire

Bei Erweiterungen sehr großer Datenbanktabellen mit hunderten  Millionen oder gar Milliarden Datensätzen ist es schwierig, ein Zeitfenster für die Installation zu finden, da eine Downtime von mehreren Tagen entstehen kann. Deshalb plant Ljubetić, auch das Modul Rapid Fire einzusetzen, das die Ansprüche an die Hochverfügbarkeit der Anwendungen erfüllt und gleichzeitig Freiräume für Änderungen schafft.

Die Benutzer können sogar während des Migrationsprozesses weiterhin mit der Anwendung arbeiten, ohne sich abmelden zu müssen. Erst wenn die Umstellung abgeschlossen ist, müssen sie ihre Anwendung für einige Minuten verlassen. In dieser Zeit wird die erweiterte Datei in die Produktionsbibliothek verschoben. Insgesamt erleichtert die Suite nicht nur die Arbeit der Entwickler – sie sorgt auch dafür, dass die Anwendungen zuverlässig und stabil laufen und die Geschäftsprozesse des Unternehmens nachhaltig unterstützen.

Bildquelle: Deutsches Rotes Kreuz

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