Converge Enterprise Cloud on IBM Power für Googles Cloud Platform

Europa und Googles Cloud als Ziel

Converge, ein erst 2016 gegründeter kanadischer Anbieter softwarebasierter IT- und Cloud-Lösungen, gab eine Lizenzvereinbarung mit IBM bekannt. Auf der Basis wurde die „Converge Enterprise Cloud on IBM Power“ jetzt auf Googles Cloud-Platform GCP (IP4G) erweitert. Der IBM-Partner Converge unterstützt Kunden u.a. auch bei der Migration ihrer IBM-i-Workloads in die Cloud.

Shaun Maine, CEO von Converge

Shaun Maine, CEO von Converge, will die Präsenz in Deutschland stärken und den Firmennamen außerhalb Nordamerikas bekannter machen.

Converge ist bisher überwiegend in Nordamerika aktiv, aber auf einem rasanten Expansionskurs. Unter den bisher 31 Firmenübernahmen seit Oktober 2017 finden sich auch zwei deutsche Unternehmen: Die Rednet AG, ein IT-Dienstleister aus Mainz, und die Visucom GmbH mit Hauptsitz in Walzbachtal. Der rasante Expansionskurs spiegelt sich im Umsatz, der im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent auf knapp 1,6 Mrd. kanadische Dollar (1,2 Mrd. Euro) wuchs.

Mit Übernahmen wie diesen will Shaun Maine, CEO von Converge Technology Solutions, die Präsenz des Anbieters von Lösungen in den Bereichen Analytik, Anwendungsmodernisierung, Cloud, Cybersicherheit, IT-Infrastruktur und digitaler Arbeitsplatz für Kunden aus verschiedenen Branchen in Deutschland stärken und den Firmennamen auch außerhalb Nordamerikas bekannter machen.

Auf Basis der Lizenzvereinbarung mit IBM plant Converge, seine Produkt-Roadmap auf IBM Power mit neuen Beschaffungsmodellen, Standorten und Funktionen zu erweitern und zu beschleunigen. Maine verspricht seinen Kunden mit IP4G „eine nahtlose Beschaffung und Abrechnung“ über den Google Cloud Marketplace, integrierten Support über Google Cloud Customer Care und eine Self-Service-Schnittstelle für die Bereitstellung der Services. Außer mit IBM und Google arbeitet der Dienstleister beim Cloud-Computing auch mit den Hyperscalern Amazon (AWS) und Microsoft (Azure) zusammen.

IBM Power ist seit Januar 2020 als Service auf der Google Cloud Platform verfügbar. Maine verspricht „nahtlosen Service“ – heute mit AIX- und in Zukunft auch mit IBM i- und Linux-Betriebsumgebungen. Ergebnis der Kombination von der Erfahrung bei Converge mit der Modernisierung von Unternehmens-Workloads, die auf Power-Servern laufen, und Googles Cloud Services sei ein „Modernize to Value“-Ansatz für hybride Cloud-Strategien.

Greg Berard, Präsident des IT-Dienstleisters, freut sich darauf, die Converge Enterprise Cloud und die zugehörigen Lösungen für die „Workloads unserer Kunden in Nordamerika und Europa zu nutzen und zu erweitern, einschließlich der neuen IBM Power10-Systeme“. Mit Professional- und Managed-Services, bereitgestellt von einem globalen Expertenteam, biete man auch zusätzliche Optionen für diejenigen Kunden, die ihre betriebliche Effizienz verbessern, sichere Migrationen durchführen oder ihre betrieblichen Verantwortlichkeiten weiter reduzieren möchten.

Europäische Expansion

Das kanadische Unternehmen Converge will erklärtermaßen in den europäischen Markt expandieren; vor diesem Hintergrund zu sehen ist auch Aufnahme von Doris Albiez in den Europäischen Beirat und die Berufung des ehemaligen Cancom-CEO Thomas Volk in den Converge-Vorstand. Die Übernahme des Mainzer Bildungsspezialisten Rednet AG markierte im Sommer 2021 den ersten Schritt. Im Februar folgte dann mit der Übernahme der Visucom GmbH und der Tochtergesellschaft School Supplies 4.0 GmbH bereits die zweite Akquisition in Europa.

Visucom mit Hauptsitz in Walzbachtal, Deutschland, und einer weiteren Unternehmensvertretung in Haiger, ist seit 1987 als Lieferant professioneller Bildschirme, interaktiver Tafeln, Lautsprecher, Kameras, Projektoren, Displays und Mediensteuerungen für Kunden aus dem Bildungsbereich und dem öffentlichen Dienst aktiv. Das Unternehmen bietet auch Installationen und Schulungen vor Ort an und verspricht neutrale Beratung, Planung und Ausstattung in Bezug auf alle marktführenden Hersteller von Mediengeräten.

Die Übernahme der Rednet AG, die sich mit rund 120 Mitarbeitern auf Behörden und Bildungseinrichtungen spezialisiert hat, markierte im August 2021 den offiziellen Beginn der Expansion von Converge nach Europa mit dem Ziel, Kunden weltweit besser bedienen zu können. „Von der Infrastruktur, über den Service bis hin zu Betrieb und Logistik – die […] Angebote von Rednet für den öffentlichen Sektor werden sowohl die bestehenden Leistungen von Converge ergänzen als auch unsere globale Präsenz stärken“, sagte CEO Maine seinerzeit. Die Mainzer halten wichtige Hardware-Rahmenverträge, etwa mit dem Landesamt für Daten und Information Rheinland-Pfalz (LDI), der hessischen Ekom21 oder der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Gemeinsam mit der Rednet AG will Rüdiger Neller, CEO von Visucom, den Kunden künftig deutschlandweit ein breiteres Dienstleistungsangebot zur Ergänzung der bestehenden audiovisuellen Medien anbieten, darunter individuell zugeschnittene professionelle und verwaltete Dienste. „Wir haben in den letzten Jahren sehr erfolgreich mit Visucom zusammengearbeitet, das nun als Teil von Converge unser audiovisuelles Angebot perfekt ergänzt“, sagt Rednet-Geschäftsführerin Barbara Weitzel. Sie will den öffentlichen Auftraggebern nun mit Hilfe von Visucom ein noch umfassenderes Service- und Produktportfolio aus einer Hand anbieten und ihre Digitalisierungsbestrebungen weiterhin unterstützen.

Bildquelle: Converge Technology Solutions

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