Elo stellt Version 20 der ECM-Suite vor

Facelift und viele Verbesserungen

Der Stuttgarter ECM-Hersteller Elo Digital Office hat erste Details der neuen Version 20 seiner ECM-Suite vorgestellt. Es gibt ein überarbeitetes User-Interface und neue Clients. Gleichzeitig werden Performance und Datensicherheit verbessert sowie ein Health-Check-Service etabliert.

Elo-Gründer und Geschäftsführer Matthias Thiele

Elo-Geschäftsführer und Entwicklungsleiter Matthias Thiele verspricht eine bis zu 20 Prozent höhere Performance.

Die ECM-Suite 20, für die bereits die Beta-Testphase läuft, soll Ende Mai zur Verfügung stehen. Mit dem Nachfolger der im Mai 2019 lancierten Version 12 stellt Elo auch die bisherige Versionierung auf die Jahreszahl um, weil – wie schon in den Vorjahren – künftig jedes Jahr eine neue Version erscheinen soll. Informationen zu geplanten weiteren Neuerungen – wie zum Beispiel einer Sharepoint-Schnittstelle oder einem Klassifikationsalgorithmus zur Keyword-Analyse – sollen im Laufe des Frühjahrs folgen.

Elo Professional 20 und Elo Enterprise 20

Die ECM-Suite 20 wird es in zwei Ausprägungen geben: Als modulare Client/Server-Software Elo Professional für kleine bis mittelständische Unternehmen und als skalierbares, mandantenfähiges Elo Enterprise mit Stärken im Rechenzentrums- und Portaleinsatz. Die ECM-Software lässt sich in beiden Ausprägungen mit vielen der im Unternehmen eingesetzten CRM- oder ERP- Applikationen (z. B. aus der AS/400- bzw. IBM-i-, Microsoft- oder SAP-Welt) verbinden. Speziell zur Anbindung von Power-i-Systemen gibt es einerseits entsprechende Schnittstellen, andererseits auch kompetente Partner wie z.B. Arivato, Fromm EDV, Hugo Hamann GmbH, Modus Consult, n-komm, Noeske, Softmate oder die Voigt Software und Beratung AG.

Elo Digital Office leistet jeweils für die aktuelle und die beiden unmittelbaren Vorversionen Support. Updates auf höhere Software-Releases sind im Rahmen eines Softwarepflege- und Updateservice-Vertrages kostenfrei. Ob eine direkte Umstellung auf die Version 20 möglich ist, hängt von der Ausgangsversion ab; eventuell muss über eine Zwischenversion migriert werden.

Auch wenn dazu noch nichts offiziell kommuniziert wurden, weil aktuell intern noch die Möglichkeiten abgesteckt werden, gehen Partner davon aus, dass auf Grund der Entwicklung in der Vergangenheit die komplette Elo-Office-Variante aus dem Produktportfolio verschwindet. Auslöser für diese Vermutung sind, dass es in den letzten Jahren keine sonderlichen Veränderungen, Updates oder Weiterentwicklungen bei dieser ECM-Variante für Kleinunternehmen mehr gab und nicht nur die Elo-Partner, sondern auch der Hersteller selbst eher auf größere Projekte setzt.

Laut Geschäftsführer und Entwicklungsleiter Matthias Thiele punktet die neue Version vor allem mit einer Steigerung in der Performance. So erreiche Elo 20, je nach Installation, serverseitig eine bis zu 20 Prozent höhere Performance. Optimiert worden sei auch die Möglichkeit, Daten und Archivbereiche zu verschlüsseln und diese dezidiert zu überwachen. Ein zusätzlicher Einsatz von Verschlüsselungstechnologie ist hier nicht erforderlich, da Elo diese als Standardfunktionalität bereitstellt.

Erweiterte Health-Check-Services

Neu sind auch die erweiterten Health-Check-Services, die den aktuellen „Gesundheitszustand“ der Systembasis überwachen und Auffälligkeiten oder Störungen rechtzeitig melden. Diese Informationen zum Betriebszustand von Elo 20 gehen dabei über die von herkömmlichen Monitoring-Systemen gelieferten Daten hinaus, da sie direkt vom Elo-Server geliefert werden. Außerdem wurde die Replikation im Elo-Server laut Thiele grundlegend optimiert und erlaube es nun, auch standortübergreifend Archivbereiche und Informationen automatisiert auszutauschen. Dadurch könne eine Datensynchronisation zwischen unterschiedlichen Archiven auf einfachste Art und Weise realisiert werden.

Neben diesen Verbesserungen hebt Entwicklungs-Chef Thiele bei Version 20 vor allem die Clients hervor: Es soll einen neuen Desktop-Client geben, der das ursprünglich eigenständige Produkt DMS-Desktop komplett ersetzt und sich komfortabel in die Suite integriert. Als Sidebar ist dieser Client in die Windows-Oberfläche eingebunden und ermöglicht es dem Anwender, in seiner gewohnten Arbeitsumgebung – egal ob Word, Excel, Outlook oder Powerpoint – auch das ECM-System zu nutzen.

Neu ist in diesem Kontext die Outlook-Anbindung, die die bisherige Add-In-Implementierung ersetzen und dadurch enorme Performance-Verbesserungen bringen soll. Der Desktop-Client soll künftig zudem auch als Plus-Variante erhältlich sein, die über Workflows und eine Vollbildansicht verfügt.

Ebenfalls neu ist der Task-Client für Anwender, die das ECM-System selten nutzen bzw. bestimmte Aufgaben innerhalb eines Workflows haben. Weiterentwickelt wurde auch der Integration-Client, der mittlerweile in nahezu sämtliche Drittsysteme mit iFrame-Basis integriert werden kann. Ein solcher Inlineframe dient als HTML-Element der Strukturierung von Webseiten und wird benutzt, um Webinhalte als selbständige Dokumente in einem definierten Bereich des Browsers anzuzeigen.

Modernes, klares Design für alle Clients

Alle Clients – und hierzu gehören natürlich auch der Java-Client sowie der ebenfalls funktionserweiterte Web-Client – wurden für Elo 20 einem grundlegenden Facelift unterzogen. Pressesprecherin Dr. Angelina Hartnagel nennt das Ergebnis von ein modernes, klares Design, „das für Ordnung und Übersichtlichkeit sorgt und mit einer verbesserten Usability punktet“. Der Login-Dialog sei vereinheitlicht worden und nun für jede Art von Screen oder Fenster geeignet.

Die Stuttgarter entschieden sich darüber hinaus mit Sans Pro für eine neue Schriftart, die sich nach den Anforderungen in den Oberflächen richtet. Das Menüband orientiert sich in der Version 20 am Design der aktuellen Windows-Version, damit sich die Anwender schnell und einfach zurechtfinden. Bezüglich der Kompatibilität ist zu hören, dass alle auf der ECM-Suite aufbauenden Solutions sowohl unter Versionen 12 als auch unter Elo 20 laufen werden.

Der „Elektronische Leitz Ordner“ (kurz: Elo) ist ein Software-Produkt, mit dem sich Dokumente und elektronische Inhalte digital verwalten und nutzen lassen. Es wird von der Elo Digital Office GmbH für ein ganzheitliches Informationsmanagement in Unternehmen entwickelt, das im Zuge der Übernahme von Leitz durch den schwedische Esselte-Konzern im August 1998 – zwei Jahre nach dem Launch der Marke Elo – von den heutigen Geschäftsführern Karl Heinz Mosbach und Matthias Thiele mit einem Management-Buy-out gegründet wurde. An Standorten in Europa, Nordamerika, Asien und Australien arbeiten über 700 Menschen, davon rund 360 in Deutschland. Elo Digital Office verfügt über ein dichtes Netzwerk an Systempartnern und pflegt Technologiepartnerschaften mit Soft- und Hardwareherstellern wie Microsoft, SAP und IBM.

Bildquelle: Elo Digital Office GmbH

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