Migration auf Storsafe mit Cloud- und Objektspeicher-Integration

Falconstor löst IBM Protectier ab

Falconstor, texanischer Experte für softwaredefinierte Backups, hat ein Support- und Migrationsprogramm für IBM-i-Shops vorgestellt, die Virtual Tape Libraries (VTLs) der IBM-Baureihe Protectier im Einsatz haben. Das Migrationsprogramm sieht einen zusätzlichen zwölfmonatigen Support für diese Geräte für 999 Dollar pro Monat vor, was zusätzliche Zeit für die Umstellung auf das Produkt Storsafe der Texaner bringt.

Falconstor-CEO Todd Brooks

Falconstor-CEO Todd Brooks: „Covid-19 erschwert die normale, geordnete Ausmusterung von Protectier am Ende des Lebenszyklus erheblich.“

Abgekündigt wurde 2018 u.a. das Speichersystem TS7650G Protectier Deduplication Gateway, das eine Virtual Tape Library mit einer automatischen Datendeduplikation auf der Basis der Hyperfactor-Technologie von IBM kombiniert. Dieses System ist skalierbar bis zu 1 PB physischen Storage und kann dank der Deduplizierung bis zu 25 PB an Daten aufnehmen. Die Clusterfähigkeit und der Durchsatz (inkl. Datendeduplikation) von bis zu 1 GB/s positionierte Protectier als Lösung für die Sicherung kritische Daten, die eine hohe Sicherheitsstufe kombiniert mit hervorragender Performance benötigen.

IBM i und Deduplizierung, wie füreinander gemacht

Am 13. Februar 2018 hatte IBM bekannt gegeben, die Protectier-Hardware und die darauf laufende Software einzustellen. Den den Verkauf von Protectier stoppte IBM dann im Juni 2018; der gesamte Support für die Geräte wird am 1. November 2020 beendet. Betroffen sind auch einige Anwender der Plattform IBM i. Das dürften nicht sehr viele, hauptsächlich sehr große Unternehmen sein, galt Protectier doch als „oversized“ für den Mittelstand: zu groß, zu kompliziert und vor allem viel zu teuer. Angedacht war bei IBM übrigens auch eine Nachfolgelösung zur Datendeduplizierung für IBM i-Umgebungen, um die plattenbasierte Datensicherung in kleinen, mittleren und großen Rechenzentren zu ermöglichen; dieses „Statement of Direction“ wurde bisher, soweit bekannt, leider noch nicht für die Midrange-Welt umgesetzt. Das ist schade, denn nicht nur nach Ansicht von Marktforschern wie der Data Center Intelligence Group (DCIG) sind IBM i und Deduplizierung wie füreinander gemacht.

Mit bewährter IBM-i- und BRMS-Unterstützung und -Integration Falconstor-CEO Todd Brooks in Storsafe die derzeit einzige Backup- und Archivierungslösung, die BRMS-Integration und -Support der Unternehmensklasse sowie vollständige-Integration in den „Cloud Object Storage“ (COS) der IBM bietet. „Covid-19 erschwert die normale, geordnete Ausmusterung von Protectier am Ende des Lebenszyklus erheblich“, motiviert Brooks das neue Angebot. „Es kann praktische und rechtliche Probleme für Kunden geben, wenn IBM-i-Daten nicht konsistent gesichert und archiviert werden. Falconstor hat mehr als 20 Jahre Erfahrung mit der IBM-Plattform und verfügt über erfahrene IBM-Service- und Supportmitarbeiter, die diesen Kunden helfen können.“

Langfristige Datenaufbewahrung

Storsafe erlaubt die langfristige Datenaufbewahrung und -wiederherstellung, die sich in IBM i, BRMS und COS sowie in andere Backup-Lösungen und Speichertechnologien für Unternehmen integrieren lässt, sogar inklusive der Objektspeicherung. Diese Flexibilität ermöglicht es IBM-i- und Protectier-Kunden sogar, deduplizierte Backups direkt an IBM-On-Premises-Speichersysteme und COS senden, um maximalen Schutz und maximale Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Falconstor bietet nicht die einzige VTL-Alternative für IBM-i-Anwender; Anbieter wie Cybernetics, Dell EMC / Data Domain, DSI, Eti-Net / Sphinx oder Laservault / ViTL oder die Lütticher Firma MT-C mit LMS mit Partnern wie Fujitsu oder Quantum sind schon seit Jahren mit entsprechenden Angeboten am Markt.

Aber Falconstor positioniert sich entsprechend. „In den letzten zwanzig Jahren haben unsere Service- und Support-Teams zusammen mit unseren Professiona-Services-Teams mit IBM zusammengearbeitet, um unsere Produktlinie eng in IBM-Produkte zu integrieren“, sagt Abdul Hashmi, Senior Director of Global Support and Services bei Falconstor. Man arbeite aber mit allen Anbietern, die zu einer Kundenumgebung gehören, an einer gemeinsamen Lösung. „Wir haben großen Respekt vor der Professionalität der IBM-Teams und ihren Bemühungen, eine hervorragende Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Im Laufe unserer Beziehung hat mein Team bedeutende Kenntnisse und praktische Erfahrungen mit dem Produkt Protectier gesammelt. Die aktuelle Virensituation übersteigt jedes Worst-Case-Szenario, das ein Unternehmen in einem geordneten EOL-Plan je hätte vorhersehen können – und wir sind hier, um unser Wissen zu nutzen, um Protectier-Kunden in dieser Übergangszeit zu helfen.“

Falconstor wurde 2000 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Austin, Texas, sowie Niederlassungen in New York, Europa und Asien, unter anderem auch in München. Die Produkte werden über ein Netzwerk von OEMs, Systemintegratoren und Wiederverkäufern verfügbar gemacht und unterstützt, darunter in Deutschland z.B. Bechtle, Cancom, Controlware, Cristie Data, Datgroup Frankfurt (früher ÙBL), Software One und SVA. Mit Storsafe werden die Daten in einem so genannten „virtuellen Speichercontainer" gespeichert, on-prem auf Disk, SSD und in (virtuellen) Bandbibliotheken – oder in einem Cloud-Objektspeicher wie AWS, Microsoft Azure oder IBMs Cloud. Storsafe lässt sich übrigens auch in Backup-Software anderer Anbieter integrieren, darunter Veeam, Veritas, Commvault, Arcserve, HPE, Oracle oder Microsoft.

Bildquelle: Falconstor Software

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