Dienstleister Kyndryl in der Mitverantwortung

Fataler IT-Ausfall bei Aer Lingus

Ein schrecklicher Tag! Nach diesen Worten entschuldigte sich Lynne Embleton, CEO der Fluggesellschaft Aer Lingus, am 2. Oktober bei allen Kunden und Mitarbeiten für massive IT-Ausfälle, von denen am 10. September 32.000 Fluggäste durch Verspätungen und Annullierungen direkt betroffen waren. Es sind hohe Entschädigungszahlungen fällig.

Mittlerweile steht die Ursache des IT-Ausfalls fest: Nachdem bei Bauarbeiten ein Glasfaserkabel beschädigt worden war, funktionierten die Check-in- und Boarding-Systeme nicht mehr. Die Probleme verschlimmerten sich, als sich herausstellte, dass eine in den Backup-Systemen der Fluggesellschaft verwendete Netzwerkkarte nicht funktionierte, so dass der Mainframe- und Power-Anwender Aer Lingus zehn Stunden lang keinen Zugriff auf die Passagierdaten hatte.

Verantwortlich (und wohl auch haftbar) dafür gemacht wird der IT-Dienstleister Kyndryl. „Wir sprechen mit dem Anbieter über die Folgen des Ausfalls für uns und unsere Kunden“, sagte Donal Moriarty, Corporate-Affairs-Manager bei Aer Lingus.

„Wir haben eng mit Aer Lingus zusammengearbeitet, um den Dienst so schnell wie möglich wiederherzustellen“, erklärte Kyndryl-Sprecher André Pechmann auf Anfrage von DV-Dialog. „Wir werden den Vorfall mit unserem externen Anbieter weiterhin gründlich überprüfen, um eine Wiederholung zu verhindern.“

Bildquelle: Aer Lingus

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok