Fibunet-Geschäftsführer Torsten Friedrich-von Ahnen
Dr. Jörg Haas, Gründer und CEO der Scopevisio AG
Scopevisio ist seit 2007 im Bereich Cloud-basierter, mandantenfähiger Unternehmenssoftware aktiv und beschäftigt in Deutschland und Österreich etwa 300 Mitarbeiter. Die auch durch Zukäufe – Carmato, Iquadrat, act’o-soft – gewachsene Gruppe erzielte 2022 rund 26 Mio. Euro Umsatz und betreut derzeit über 7.500 Kunden.
Die Übernahme bringt zusätzliches Know-how in die Gruppe, die sich „als ein führender Champion im betrieblichen Finanz- und Rechnungswesen für den gehobenen Mittelstand“ etablieren will. Mit der Fachexpertise von Fibunet im Bereich Finanzbuchhaltung, kombiniert mit dem eigenen technischen Know-how in den Bereichen Cloud und Künstliche Intelligenz, will Scopevisio nun eine „Next-Generation KI-FiBu“ entwickeln.
Fibunet verfügt über eine umfangreiche Expertise bei Entwicklung und Betrieb hochkomplexer Buchhaltungssysteme, die jährlich über 200 Millionen Buchungssätze verarbeiten und Konzerne mit mehreren Tausend Filialen betreuen. Zu den Kunden gehört neben vielen Mittelständlern beispielsweise auch Netto Marken-Discount, ein Unternehmen mit über 4.000 Filialen und mehr als 80.000 Mitarbeitern. In über 200 ERP-Systeme wurde Fibunet bereits erfolgreich integriert, darunter auch Systeme wie Brain, DKS, Kaps, SAP oder Veda auf dem Power-System mit IBM i.
Auch die Kunden von Fibunet sollen direkt von der Übernahme profitieren, heißt es aus Bonn, da bei der bereits begonnenen Entwicklung einer modern gestalteten Web-Oberfläche von Fibunet das technische Know-how von Scopevisios helfen werde. Natürlich wird diese Finanzbuchhaltung über integrierte APIs nun auch an Scopevisios Portfolio angebunden, und zwar in Bereichen wie CRM, Beschaffung, Warenwirtschaft, Fakturierung, Banking, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Workflow- und Dokumentenmanagement, BI-Reporting und Controlling-Tools oder Kassensysteme (POS).
Gemeinsam soll die standardisierte Integration branchenspezifischer Systeme vorangetrieben werden. „In Hotels und Gastronomiebetrieben, Krankenhäusern, Autohäusern, Handelsunternehmen, Dienstleistungs- und Beratungsfirmen besteht bereits eine enge Zusammenarbeit mit Herstellern von Branchensystemen“, heißt es in der Presseinformation. Dies erlaube den Kunden dann einen höheren Automatisierungsgrad ihrer Geschäftsprozesse, kontinuierliches Monitoring geschäftskritischer Kennzahlen (KPIs) und den sinnvollen KI-Einsatz.
„Das Finanz- und Rechnungswesen bildet das Herz eines jeden Unternehmens“, erklärt Dr. Jörg Haas, Gründer und CEO der Scopevisio AG. „Hier fließen alle Geschäftszahlen für die Unternehmenssteuerung zusammen. Nur wer kontinuierlichen und umfassenden Zugriff auf diese Daten hat und sie zunehmend durch KI unterstützt interpretieren kann, wird langfristig erfolgreich wirtschaften.“
Fibunet-Geschäftsführer Torsten Friedrich-von Ahnen, der Sohn des Firmengründers Uwe René Friedrich, will seinen Kunden künftig zusätzlich auch vor- und nachgelagerte Prozesse sowie eine integrierte Warenwirtschaft, die Rechnungsschreibung (Faktura) und das Dokumentenmanagement zur Verfügung stellen. „Mit der Unterstützung der Scopevisio werden wir unserer Finanzbuchhaltung eine hochmoderne webbasierte Oberfläche angedeihen und somit auch zukünftig unseren Kunden eine moderne, leistungsstarke und stabile Finanz-Softwarelösung garantieren", sagt Friedrich-von Ahnen.
Zu seiner Motivation und seinen Zielen sagte Torsten Friedrich-von Ahnen bei Amtsantritt vor zehn Jahren noch: „Ich werde dazu beitragen, Fibunet als unabhängiges Familienunternehmen weiter auf die Zukunft auszurichten. Das hohe Know-how des gesamten Teams ist eine hervorragende Voraussetzung, um unsere Kompetenzführerschaft im Bereich Finanzbuchhaltung und Rechnungswesen weiter auszubauen. Damit können wir unseren Kunden vor dem Hintergrund der steigenden Gesetzesflut und zunehmender Komplexität auch in Zukunft Orientierung und Sicherheit geben.“ The Times They Are a-Changin.
Bildquelle: Scopevisio, Fibunet