Das Klonen von Speicherbereichen soll mit Version 4 einfacher und schneller werden; der komplett identische Klon einer IBM-i-Produktionspartition sei in weniger als zwei Minuten erstellt, verspricht der Hersteller. Mit „Flash for i“ plus externem Storage und Flashcopy oder Snapshot sei jetzt eine Gesamtsicherung oder eine Sofortkopie (Klon) mit minimaler oder sogar völlig ohne Unterbrechung der Produktionspartition möglich.
Installiert auf der Quellpartition (der Partition, die geklont werden soll), werden in „Flash for i“ zunächst die Partitionsplatten definiert, die geklont werden sollen (Standard-ASP und/oder iASP). Dann folgen die Definition der neuen Klonpartition, die gestartet werden soll, und die Definition der Aktionen, die auf dieser Klonpartition durchgeführt werden sollen (z. B. Backups, Tests, Datenextraktionen). Danach wird durch ein einziges Kommando (in der Regel vom Scheduler) „Flash for i“ gestartet, das den Klon erstellt und dann die Klon-Partition startet, die sich die geklonten Festplatten aneignet.
Die Klone lassen sich verwenden, um echte Hot-Backups (auch mit Save21 oder BRMS) durchzuführen. Diese Klone können aber nur für Gesamtsicherungen verwendet werden, sondern auch für Validierungen vor Upgrades, Referenzsicherungen oder Datenaufbereitungen für BI-Anfragen. Die Bereitstellung kompletter IBM-i-Umgebungen für Entwicklung, Test oder Training wird deutlich beschleunigt. Auch die Offline-Datenextraktion ist möglich, um z.B. ein Data Warehouse zu befüllen oder ausgewählte SQL-Abfragen und Auswertungen auf dem statischen Klon auszuführen und so die Produktionspartition zu entlasten.
Laut Hersteller M81 läuft das Produkt, das seit mehr als fünf Jahren auf dem Markt ist, inzwischen in über 200 LPARs in zwölf Ländern. Mit der Version 4 wird auch die neue Funktion des „Kaskaden-Klonens“ der IBM-Software Spectrum Virtualize nutzbar. Im Zusammenspiel mit „Flash for i“ lassen sich Produktionspartition klonen oder ein Anonymisierungsprozess (mit einem Produkt eines Drittanbieters) auf der frisch geklonten Partition starten. Ziel ist eine anonymisierte Referenzpartition, die Anwender dann erneut klonen können, um verschiedenen Teams jeweils mit anonymisierten Daten zu versorgen – z.B. für Software-Entwicklung, Test oder Schulungen.
Ebenfalls neu in Version 4 ist die Unterstützung von Plattenspeichern anderer Hersteller als IBM, wie etwa vMax/Power Max von Dell EMC oder zukünftig Flasharray von Pure Storage, sowie die Unterstützung des IBM-Produktes „Cloud Storage Solutions for IBM i“ für die externe Datensicherung.
Bildquelle: Joshua Sortino / Unsplash, M81