Mehr Schubkraft für die Modernisierung

Fresche Legacy übernimmt Quadrant

Als „Schubkraft für die Modernisierung“ der bewährten Anwendungen auf dem IBM-System i versteht sich das kanadische Softwarehaus Fresche Legacy. Diese Schubkraft wird jetzt durch die Akquisition der US-Firma Quadrant LLC gestärkt. Das ist ein 1990 gegründeter Hersteller von Tools zur Modernisierung von RPG-Programmen mit rund 100 Mitarbeitern, der aber auch Business-Intelligence- und Dokumentenmanagement-Software für die Plattform IBM i sowie Produkte für IBM-Mainframes und Netzwerke von Avaya anbietet.

Fresche ist ein im Jahr 2010 in Montreal durch Management-Buy-Out entstandenes Softwarehaus. Gestartet wurde mit den beiden Modernisierungs-Tools Speedware (HP3000) und iModernize (AS/400). Danach folgte eine Reihe von Akquisitionen, insbesondere die von Databorough (2013),  Looksoftware (2014) und am 3. Juni die  von Quadrant. Das ist ein ebenfalls durch eine lange Reihe von Übernahmen (BCD, Netlert, Softbase und Excel Systems) aufgefallener AS/400-Experte aus Boston mit über 15.000 Kunden.

Bei der Gelegenheit ändert das Unternehmen den Namen, lässt den Zusatz „Legacy“ weg und firmiert ab sofort als Fresche. „Die Kombination dieser Unternehmen positioniert Fresche eindeutig in einer Führungsrolle unter den Anbietern für Anwender von IBM i, übertroffen allein von IBM selbst“, heißt es durchaus selbstbewusst in der Presseinformation. Ein Statement, das zum Beispiel Vertreter von Infor, Vision Solutions, Helpsystems, Rocket Software oder Unicom wohl kaum unterschreiben würden, die sich selbst in einer solchen Führungsrolle sehen – und diese ebenfalls durch Akquisitionen untermauern.

Immerhin verweisen Fresche und Quadrant auf eine gemeinsame Kundschaft von 22.000 Unternehmen in aller Welt, wie z.B Adidas, Avon, CVS, Royal Caribbean Cruise Lines, Staples und die Universal Music Group. Insgesamt arbeiten nach IBM-Angaben weltweit mehr als 150.000 Unternehmen mit IBM i, so dass es für Fresche noch mehr 85 Prozent des Marktes zu erobern gilt.

Finanzielle Details der Übernahme von Quadrant wurden nicht bekannt gegeben. Bekannt ist nur, dass hinter dem Deal als Investoren die Fondaction CSN, der Fonds de solidarité FTQ und die Bank of Montreal stehen; außerdem hat der Fonds de solidarité FTQ es nicht bei seiner Finanzspritze von 6 Mio. US-Dollar von Ende 2015 belassen, sondern jetzt 10 Mio. US-Dollar re-investiert, um den Erwerb von Quadrant zu unterstützen. Die Mitarbeiter bleiben an Bord und alle Produkte sollen weiter vermarktet werden.

Stephen Woodard, bisher CEO bei Quadrant Software, wurde prompt zum neuen Finanzvorstand bei Fresche ernannt. Gemeinsam beschäftigen die beiden Softwarehäuser rund 275 Mitarbeiter in Nordamerika, Australien, Indien und Großbritannien. Im deutschsprachigen Raum waren beide bisher über Vertriebspartner präsent.

Erst jüngst hatten beide Softwarehäuser Partnerschaften in Europa geschlossen, um diesen Markt intensiver zu adressieren. Fresche arbeitet dazu mit Remain Software aus Holland zusammen, die Quadrant-Tochter BCD mit Midrange Dynamics aus der Schweiz. Beide Partner sind Anbieter von Tools für das Change-Management in der Software-Entwicklung.

Bildquelle: Gerd Altmann/Pixelio.de

www.freschesolutions.com

 

 

 

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