Der scheidende CEO Christian Kranebitter
Bernhard Lang, der künftige CEO von BE-Terna
Das Unternehmen, das nach der Fusion der Leipziger Bedav mit Kranebitters Terna – Zentrum für Business Software GmbH seit dem Frühjahr 2016 unter dem Namen BE-Terna firmiert, hat sich in den letzten 16 Jahren zu einem ERP-Systemhaus entwickelt. Das ist mit mittlerweile 950 Mitarbeitern an 25 Standorten in neun europäischen Ländern direkt vertreten und agiert darüber hinaus als globales Unternehmen mit einem Netzwerk von 70 Partnern.
Als ehemaliges Vorstandsmitglied der msg-Gruppe freut sich Bernd Lang auf die neue Herausforderung, „die durchgängige Digitalisierung von operativen Geschäftsprozessen für die meist international agierenden Kunden mit Cloud-basierenden Geschäftsanwendungen weiter voranzutreiben“.
Zuvor hatte Lang 25 Jahre die Erfolgsgeschichte des Münchener Beratungs- und IT-Unternehmens msg mitgeprägt, dann hatte der gelernte Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur seinen Vorstandsvertrag nicht verlängert – und sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zieht verabschiedet. Er war im April 2016 in den Vorstand der msg systems ag berufen worden und dort u.a. zuständig für die Bereiche Insurance SAP Consulting, Products and Development, Food, für das globale Alliance Management sowie Marketing und Kommunikation.
„Es war beileibe keine leichte Entscheidung für mich, doch der Wunsch nach Veränderung war einfach größer“, sagte Lang damals zu seinem Rückzug. Sein Verhältnis zu msg werde immer von Wertschätzung geprägt sein, schließlich habe er all die Jahre stets gut mit Kolleginnen und Kollegen in der gesamten msg-Gruppe zusammengearbeitet.
„Bereits bei der Unternehmensgründung bin ich davon ausgegangen, dass ich nicht bis zur Pensionierung als CEO fungieren werde“, sagt Kranebitter jetzt. „Die Entwicklung von BE-terna vor allem in den letzten zehn Jahren war beeindruckend und dieses Jahr werden wir die 1.000 Mitarbeiter Marke knacken. Ich bin sicher, dass jetzt der richtige Moment für einen Führungswechsel ist.“ Der Zeitpunkt seines Ausscheidens aus dem operativen Geschäft sei „genau richtig gewählt“. Außerdem könne er sich als Gesellschafter und Mitglied des Beirats in die strategischen Weiterentwicklung einbringen.
„Natürlich verspüre ich auch Wehmut, das ist klar, wenn man ein Unternehmen von der Pike auf aufgebaut hat“, sagt Kranebitter. „Aber es ist sehr erfreulich, dass es uns gelungen ist, einen so erfahrenen und erfolgreichen Manager aus unserer Branche als Nachfolger zu gewinnen. BE-Terna wird in sehr gute Hände kommen.“
„Ich war jetzt 25 Jahre in der msg-Gruppe tätig, habe dort als Werkstudent begonnen und war zuletzt im Gruppenvorstand“, benennt Lang seine Motivation für den Wechsel. „Als ich bei msg angefangen habe, waren wir 400 Mitarbeiter. Als ich im März dieses Jahres das Unternehmen verlassen habe, waren wir 8.500 Mitarbeiter und haben einen Umsatz von 1,1 Mrd. € erwirtschaftet. In den letzten Jahren habe ich mich hauptsächlich um die Internationalisierung und das Standardsoftwaregeschäft gekümmert und konnte damit einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Wachstum der Gruppe beitragen. Zum Beispiel wurden die meisten der 25 Landesgesellschaften der msg von mir aufgebaut“.
Im letzten Jahr stand Lang dann vor der Frage, ob er seinen Vorstandsvertrag noch einmal um fünf Jahre verlängert oder ob es an der Zeit sei, etwas Neues zu machen. „Ich habe mich dann für Letzteres entschieden, gepaart mit dem Wunsch, vor einem neuen Engagement eine längere Pause zu machen. […] Dann kam das Angebot der BE-Terna und ich habe recht schnell gemerkt, dass mich die Firma und die Rolle sehr interessieren. Mit jedem Gespräch hat sich das gute Gefühl verstärkt und jetzt habe ich sogar meine Auszeit verkürzt, um im Juli anfangen zu können.“
Ihn reizt am neuen Arbeitgeber vor allem die „interessante Größe in einem interessanten Markt“. Man sei groß genug, um strategische Projekte am Markt zu bekommen, aber nicht so groß, um nicht mehr schnell und agil agieren zu können. „Nachdem ich in den letzten Jahren überwiegend mit SAP gearbeitet habe, reizt mich auch das Microsoft-, Infor- und Qlik-Geschäft“, sagt Lang. „Ich freue mich auch schon sehr, neben der Arbeit in der DACH-Region wieder in Skandinavien, der Beneluxregion und dem Balkan aktiv zu sein. Alles Regionen, die ich gut kenne und in denen ich immer gerne gearbeitet habe.“
BE-Terna bietet ERP-, BI-, CRM- und HRM-Software sowie Full-Service rund in den Bereichen Business-Software und Geschäftsprozess-Management. Zu den über 1.600 Kunden zählen international tätige Konzerne ebenso wie mittelständische Unternehmen aus den Branchen Fertigung, Fashion, Handel, Prozessindustrie, Energiewirtschaft und Dienstleistungen.
Bildquelle: BE-Terna, msg Systems