Nächste Generation übernimmt bei deutschsprachigen Niederlassungen

Führungswechsel bei Elo eingeleitet

Mit der Benennung von Nils Mosbach zum neuen Geschäftsführer schloß die Elo Digital Office GmbH Anfang März die Erneuerung ihrer Leitungsfunktionen in der DACH-Region ab: In allen drei Ländern wurden zu Jahresbeginn wichtige Positionen neu besetzt. Schon Ende Februar wurde bekannt gegeben, dass sich CTO Matthias Thiele im Laufe des Jahres 2020 wird Schritt für Schritt aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird.

Nils Mosbach, Elo Digital Office GmbH

Nils Mosbach (Foto), Sohn des Firmengründers Karl Heinz Mosbach, ist seit Anfang März neuer Geschäftsführer der Elo Digital Office GmbH.

Im Markt für Archiv- und Dokumentenmanagement-Software vollzieht sich ein Generationswechsel, denn die Gründer (Gründerinnen gibt es nicht!) verabschieden sich sukzessive in den Ruhestand. Manche Gründer regeln den Wechsel durch den Verkauf ihres Unternehmens, wie zuletzt Docuware-Gründer Jürgen Biffar (an Ricoh) oder Karsten Renz, Gründer und Vorstandschef von Optimal Systems, der sein Unternehmen durch den Verkauf an Kyocera „versilberte“. Andere haben schon längst an Investoren verkauft oder sind wie Easy an die Börse gegangen.

Inhouse-Lösungen gefunden

Einen anderen Weg beschreiten die beiden Elo-Gründer Matthias Thiele und Karl Heinz Mosbach – und wählen eine „Inhouse-Lösung“. CTO Thiele übergibt er die technische Leitung der Produktentwicklung in die Hände eines neuen Führungsduos: Wolfgang Imig, bisher stellvertretender Entwicklungsleiter, sowie Mosbachs Sohn Nils, bisher Leiter Elo Business Solutions. Letzterer wurde darüber hinaus in diesem Zusammenhang in die Geschäftsführung berufen.

Neben der Berufung von Nils Mosbach zum drittem Geschäftsführer der Elo Digital Office GmbH kam es auch zu Wechseln bei der Leitung der Niederlassungen in Österreich und der Schweiz. Diese gehören zu den ältesten Elo-Dependancen. Während am Hauptsitz in Stuttgart Matthias Thiele die technische Leitung abgibt, aber weiterhin Geschäftsführer bleibt, gehen die beiden Niederlassungsleiter Helmar Steinmann (Schweiz) und Johann Müller (Österreich) in den Ruhestand. Ihnen folgen in Österreich Max Raber bzw. in der Schweiz Samuel Schweizer nach.

Wechsel überraschen nicht

„Da keiner dieser Wechsel überraschend kam, konnte die Nachfolge jeweils optimal vorbereitet werden – die neuen Leiter wurden von ihren Vorgängern schon frühzeitig und über einen längeren Zeitraum eingearbeitet“, heißt es in der Pressemitteilung. Daher sei die Zufriedenheit bei der Geschäftsführung in Stuttgart auch entsprechend groß, so CEO Karl Heinz Mosbach: „Wenn innerhalb kurzer Zeit in drei wichtigen Märkten zentrale Positionen neu zu besetzen sind, kann das für ein Unternehmen schon eine Herausforderung sein. In unserem Fall aber haben wir die Nachfolge sehr akribisch geplant und mit dem nötigen Vorlauf umgesetzt. So konnten wir die Nachfolger im eigenen Mitarbeiterkreis finden oder die Positionen in aller Ruhe und mit höchster Sorgfalt von extern mit ebenfalls exzellenten Führungskräften nachbesetzen. So haben alle auch von einer optimalen Einarbeitungszeit profitiert. Dies macht die Situation für alle Beteiligten komfortabel.“

Matthias Thiele ist seit der Gründung im Jahr 1998 gemeinsam mit Karl Heinz Mosbach Geschäftsführer der Elo Digital Office GmbH und verantwortet den gesamten technischen Bereich rund um Entwicklung, User Experience, Dokumentation, Lokalisierung und Support. 2014 kamen die Business Solutions als eigenständige Abteilung hinzu.

Thiele war schon seinerzeit bei der Louis Leitz International GmbH, aus der die Software-Tochter 1998 ausgegründet wurde, mit der Entwicklung des „Elektronischen Leitz Ordners“ betraut. Das Angebot des Unternehmens hat sich seither von reiner Archiv- und Dokumentenmanagementsoftware hin zu einer „Enterprise Content Management“ für alle Branchen und Unternehmensbereiche entwickelt – inklusive Anschluss für IBM i an die Windows- und Cloud-Lösungen.

Elo bleibt Elo

Thiele äußert sich in der Presseinformation „äußerst zufrieden“ mit dieser Nachfolgelösung: „Wolfgang Imig ist ein absolutes Urgestein hier bei Elo und er kennt die Produkte, gerade serverseitig, wie kein anderer. Dass zudem mit Nils Mosbach die nächste Generation Verantwortung übernimmt, ist sehr weitsichtig. Die Übergangszeit bis Ende des Jahres gibt ihm selbst und auch uns als bisherige Geschäftsführung die nötige Zeit, ihn mit den neuen Aufgaben vertraut zu machen. Somit ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, mich guten Gewissens langsam aus der operativen Verantwortung zu nehmen.“

Auch Karl Heinz Mosbach äußert sich bewegt: „Matthias Thiele und ich haben Elo zu dem gemacht, was es heute ist. Daher bin ich natürlich von seiner Entscheidung tief berührt. Es waren 25 schöne Jahre, in denen wir Elo gemeinsam zum Erfolg geführt haben. Hierfür bin ich Herrn Thiele in besonderer Weise dankbar.“ Sein Blick geht auch in die Zukunft, die er nun gemeinsam mit seinem Sohn und Wolfgang Imig an der Seite gestalten wird: „Ich bin sehr froh und es macht mich stolz, dass wir – bei aller Unruhe und Aufregung in der deutschen ECM-Branche im letzten Jahr – mit diesem Stabwechsel auch auf lange Sicht ein Signal der Kontinuität und Beständigkeit an unsere Kunden und Partner senden können. Trotz der Veränderung in der technischen Leitung ist eines gewiss: Elo bleibt Elo!“

Heute beschäftigt Elo an Standorten in Europa, Nordamerika, Asien und Australien nach eigenen Angaben 736 Menschen, von denen rund 360 in Deutschland tätig sind. Elo Digital Office verfügt über ein Netzwerk an Systempartnern – auch im IBM-i-Umfeld – und pflegt Technologiepartnerschaften mit Soft- und Hardwareherstellern wie Microsoft, SAP und IBM.

Bildquelle: Elo Digital Office GmbH

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